mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4313 - Tue., 15 Jul 2014

Glaube wird geprüft

''Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten. Auch die beiden Frauen Davids, Achinoam, die Jesreelitin, und Abigail, die Frau Nabals, des Karmeliters, waren gefangen weggeführt worden. Und David war sehr bedrängt, denn das Volk wollte ihn steinigen, weil die Seele des ganzen Volks erbittert war, jeder wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. David aber stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott''.

1. Samuel 30, 4-6


Warum war David ein Mann nach dem Herzen Gottes? Darüber kann man sich bestimmt viele (gute) Gedanken machen. Aber was ist der Kern der Sache? Es kann nicht das moralisch gute Leben sein, was David auszeichnete (Ehebruch). Auch nicht seinen vorbildlichen Gehorsam. Ich vermute stark, daß es der Lerneffekt war, der sich bei seinen Verfehlungen in ihm bewährte und zur echten Demut vor Gott brachte. In Psalm 51,12 sagte er: ''Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist''. So ein Gebet setzt ja voraus, daß man diese Reinheit und Beständigkeit in seinem Charakter (Herz) nicht hatte und aufrichtig vermisste. Und David war König, von Gott durch den Proheten Samuel eingesetzt. Sein Leben war mitunter sehr schwierig. Da gab es den König Saul, der alles andere als erfreut war über den, der ihn übertraf und als König ablöste. Da waren die Feinde Israels (z.B. die Amalekiter) und das unzufriedene Volk, daß ihm sogar nach dem Leben trachtete, ihn für ein schlechtes Vorbild und eine Fehlbesetzung als König hielten. Da waren seine Kinder, die gestorben sind und bis auf Salomo sehr unter ihrem Vater (auch selbstverschuldet) zu leiden hatten. David stand sicherlich auch öfters kurz davor zusammen zu brechen und hatte vermutlich den Wunsch nur noch zu schlafen. Er wurde sozusagen und im übertragenden Sinne sturmreif geschossen. Aber Gott war immer da. Davids Glaube wurde geprüft und er hat sich trotz aller Anfechtungen und Nöte bewährt. Seine Fehler, seine Schwächen, seine Tricksereien und Wankelmütigkeiten haben ihn vor Gott nicht disqualifiziert, sondern der Umstand, daß er in der Not und Bedrängnis sich im Glauben allein an Gott hielt, seine Sünden erkannte und bekannte, und sich in GOTT stärkte, hat ihn zu einem Mann nach Gottes Herz gemacht. Wie reagieren wir, wenn die Felle wegschwimmen, alles nicht klappt was wir erhofften und zu organisieren versuchten? Wenn uns alle Recourcen, Beziehungen, Möglichkeiten und Chancen genommen sind? Manche paktieren dann mit dem Feind (wie Saul) oder zweifeln an Gottes Anwesenheit und Güte. Manche suchen nicht die Ruhe und Hilfe bei Gott sondern den Krach und die Tricks der arroganten Welt.

Dem König David war es ein Herzensanliegen Gott zu suchen und IHN sogar auf seine Verheissungen hinzuweisen: ''HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich! Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz'' (Psalm 27,7-8). Davids Glaube wurde geprüft (mehr als wir das im Verhältnis heutzutage vermutlich je ertragen könnten) und das führte dazu, daß ihm Gott, seine Gnade, Liebe und Macht mehr und mehr wichtig und teuer wurden - mehr als sein Leben. Wo stehen wir? Suchen wir Gott in der Not? Verstehen wir, daß manche Umstände in unserem Leben tatsächlich nur diesen einen Zweck haben? Nämlich unser Herz allein auf Gott auszurichten und alles von ihm zu erwarten. Und am Besten nicht erst als letzten Strohhalm. Aber leider sind wir Menschen so kompliziert und eigenbrötlerisch gestrickt. Gott zu vertrauen stärkt uns! Das kostet unser Vertrauen, nicht unseren Verstand! Gottes Verheissungen stehen fest, aber sie müssen auch gelesen, angenommen, verstanden, erbeten und geglaubt werden. Gerade dann, wenn die Dinge nicht so laufen wie wir es gerne hätten. In Psalm 40, 2-4 steht: ''Beharrlich habe ich auf den Herrn geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien. Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels; er machte meine Schritte fest und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und werden auf den Herrn vertrauen''. Im Glauben Bewährung zu erfahren lässt unsere Seele jubilieren. Entmutigungen und Müßiggang verführen zur Sünde. Helden des Glaubens werden geformt! Lassen wir es zu. In Hebräer 12,1-2 steht, worum es letztlich geht: ''Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes''. Amen.

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