mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4307 - Wed., 09 Jul 2014

Der Ruf Jesu

Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Das Land Sebulon und das Land Naftali die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See,denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.

Mt 4,12-23


Im obigen Text aus dem Evangelium nach Matthäus verlässt Jesus sein vertrautes Nazareth und die Jordangegend. Am See Genezareth sucht er sich Männer aus, die mit ihm gehen. Wen beruft er? Beruft Jesus hochqualifizierte, hochgebildete Männer? Nein! Er wählt einfache Männer aus. In diesem Fall Fischer. Diese Männer lassen sofort alles stehen und liegen und folgen Jesus nach. Sie warten nicht lange oder zögern. Sie gehen sofort mit Jesus mit, weil er sie mit seiner Begeisterung für das Himmelreich ansteckt.

Ich bin immer wieder begeistert davon, wie direkt Jesus auf die Menschen zugeht und sie mit der Ausstrahlung seiner Liebe anzieht, so dass sie sofort bereit sind ihm nachzufolgen.
Das möchte Jesus nicht nur von den vier oben genannten Jüngern. Das möchte und bietet Jesus jedem von uns an. Dir und mir, deiner Familie, deinen Nachbarn, deinen Arbeitskollegen - einfach jedem Menschen. Egal welcher sozialen Schicht oder Nationalität oder Religion dieser Mensch angehört.
Jesus lebt voll und ganz in der Liebe seines Vaters und er erzählt den Menschen, dass auch sie von seinem Vater im Himmel geliebt sind und das Gott auch ihr Vater sein möchte – und das eröffnet uns Menschen ungeahnte Möglichkeiten. Diese ausgewählten jungen Männer nehmen seine wohltuende Ausstrahlung wahr und erkennen sehr bald: dieser Mann aus Nazareth hat ein Lebenskonzept, das etwas wert ist. Sie spüren die Liebe, die Jesus ausstrahlt und dass er sie annimmt wie sind. Ohne Vorbehalte. Denn in Jesu Nähe wird das Leben wieder sinnvoll. Die Freundschaft mit Jesus gibt ihnen die Kraft, mutig und unerschrocken auf andere zuzugehen, um auch ihnen eine neue Beziehung zu Gott und zueinander zu ermöglichen.
Matthäus berichtet, dass Simon und Andreas auf der Stelle ihre Arbeit aufgeben, und auch Jakobus und Johannes lassen ihren Vater allein und folgen Jesus. Wer den Ruf Jesu annimmt, hat nichts Wichtigeres zu tun, als ihm zu folgen. Was bis heute im Leben an erster Stelle war, wird zweit- und drittrangig. Ja, der Anspruch Jesu duldet keinen Aufschub. Die vier Fischer vom See Genezareth gehen mit Jesus und bleiben bei ihm. Als Apostel, als seine Gesandten hat Jesus sie ausgewählt. Sie sollen tun, was er getan hat, sie sollen weitersagen, was er gesprochen hat, sie sollen die Menschen aufrichten und zu neuer Lebensqualität befreien.

Und genau hier liegt unsere Aufgabe in der heutigen Zeit:
Wer, wenn nicht wir Christen, können heute so handeln, wie Jesus gehandelt hat?
Wer, wenn nicht wir Christen, können den Menschen heute von Jesus erzählen, ihnen die Liebe Gottes spürbar machen?
Wer, wenn nicht wir Christen, sind in der Lage den vielen hoffnungslosen, mutlosen, desillusionierten Menschen in der heutigen Gesellschaft von der Hoffnung zu erzählen, die es mit Gott gibt und ihnen neuen Mut geben?
Wer, wenn nicht wir Christen, sind in der Lage die Gestrauchelten wieder aufrichten?
Wer, wenn nicht wir Christen, können den Menschen heute aufzeigen, dass es sich lohnt Christ zu sein, aus dem Geist des Evangeliums heraus zu leben und Jesus nachzufolgen?

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Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

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