mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4178 - Sun., 02 Mar 2014

Lehre, Ermahnung und Überführung

Denn ein Aufseher muss untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigenmächtig, nicht jähzornig, nicht der Trunkenheit ergeben, nicht gewalttätig, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern gastfreundlich, das Gute liebend, besonnen, gerecht, heilig, beherrscht; einer, der sich an das zuverlässige Wort hält, wie es der Lehre entspricht, damit er imstande ist, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen.

Titus 1, 7 - 9


Wir schauen noch einmal die Voraussetzungen an, die Paulus nennt, nach denen Titus Ausschau halten soll, wenn er jemanden zu einem Ältesten oder Pastor einer Gemeinde auf Kreta macht. Bisher ging es um das Familienleben und um den Charakter. Für einen Leiter ist der Charakter wichtiger als seine Skills. Jetzt, im letzten Punkt, kommt Paulus doch noch auf eine Fähigkeit zu sprechen, die wichtig ist, die Fähigkeit, zu lehren, zu ermahnen und zu überführen. Die Bibel fasst dies zusammen unter dem Begriff der Lehrfähigkeit. Im ersten Brief an Timotheus beschreibt Paulus auch die Voraussetzungen für einen Ältesten oder Pastor: Das Wort ist gewiss: Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk. Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig, kein Trinker, kein Schläger, sondern milde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, der dem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unterordnung hält - wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? -, nicht ein Neubekehrter, damit er nicht, aufgebläht, dem Gericht des Teufels verfalle. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in übles Gerede und in den Fallstrick des Teufels gerät. (1. Timotheus 3, 1 - 7)

Auch hier wird die Lehrfähigkeit als wichtigste Fähigkeit genannt. Der Rest bezieht sich auf den Charakter und die Lebensführung. Gerade auch, weil Titus auf Kreta wohl große Probleme hatte mit den Leuten von Kreta, die sich in den Gemeinden aufspielen wollten, führte Paulus noch näher aus, was er mit „lehrfähig“ meint. Es ist jemand, dessen Leben mit der Lehre übereinstimmt. Hier ist es ganz wichtig, dass wir sehen, dass jede biblische Lehre ganz und gar praktisch ist. Biblische Lehre ist immer nur am Anfang „theoretisch“, aber sie will praktisch werden, sie will umgesetzt sein. Dabei ist aber nicht die Frage, welche Lehre denn nun praktisch sei, sondern wie man jede einzelne Lehre der Bibel in die Praxis umsetzen kann. Das ist das Wichtige. Die Wichtigkeit der Lehre kann gar nicht überschätzt werden. Wer lehrt, der leitet. Wer lehrt, der ermahnt. Wer lehrt, der ermutigt. Wer lehrt, der überführt. Wer lehrt, der herrscht. Wer also will, dass die örtliche Gemeinde eine bestimmte Richtung einschlägt, dass sie gemeinsam einen Weg geht, braucht Lehre. Ohne diese gemeinsame Lehre wird die Gemeinde nirgendwo hinkommen. Gottes Wort muss die Gemeinde führen, und dies geschieht einzig dadurch, dass die Verantwortlichen der Gemeinde dieses Wort lehren, damit ermahnen und überführen. Wenn Leute dazukommen, und dem Wort Gottes mit ihrem Leben oder ihren Worten widersprechen, so ist es Aufgabe der Ältesten, mit diesen Personen zu reden. Sie über das Wort Gottes zu belehren. Sie zu ermahnen. Sie zu überführen. So wird sichergestellt, dass die Gemeinde rein bleibt und Einheit immer wiederhergestellt wird. Es ist die Art, wie Gott die Gemeinde schützt: Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. (Matthäus 16, 18)

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