mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4102 - Mon., 16 Dec 2013

In Gottes Hand!

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes / und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Tieren.

(Psalm 36/7)


Ich möchte euch heute eine Begebenheit von zwei kleinen Vögeln erzählen, die mich stark berührte und zum Nachdenken brachte.

An unserem Wohnhaus geht seitwärts eine Dachrinne direkt in den Kanal hinein und zum Säubern, ist am Fuß des Hauses eine Klappe eingesetzt, in der ein herausnehmbares Körbchen versenkt ist. Leider geschieht es immer wieder, dass oben am Dach ein Vogel hinein plumpst und sich lautstark bemerkbar machen muss, weil er von allein dort nicht mehr rauskommt. Diese Woche kam ich von der Arbeit nach Hause, und ich sah die dicke graue sonst eher scheue Katze vom Nachbarn, seelenruhig vor der Klappe der Dachrinne liegen. Auch als ich näher kam, blieb sie ausharrend liegen und ich ahnte das sich ein Vogel in der Klappe befindet und sie auf Beute lauerte. Also vertrieb ich sie lautstark und nachdem ich meinen Einkauf abstellt hatte, öffnete ich vorsichtig die Klappe. Tatsächlich saß ein kleiner verängstigter Vogel im Körbchen und erst als ich rein griff flog er eilends davon. Die Katze war vorher nur ums Eck geflüchtet und jagte sofort hinter dem Vogel her, doch Gott sei gedankt er war schnell und hoch genug und somit endgültig gerettet. Ich schimpfte noch zu der Katze und ging zufrieden ins Haus. Mit dem Gedanken, dass ich von Gott, als Retter für den Vogel eingesetzt wurde, machte ich mich frohen Herzen an meine Hausarbeit. Als ich später mit dem Müll vor das Haus ging, sah ich diese Katze schon wieder vor der Dachrinnenklappe liegen. Einerseits konnte ich mir nicht vorstellen, dass schon wieder ein Vogel drinnen saß, anderseits wollte ich mich lieber überzeugen. Wieder verscheuchte ich das graue Vieh und ich bückte mich um die Klappe zu öffnen. Es war schon ziemlich düster und man konnte nicht mehr so gut sehen und doch sah ich im Körbchen ein ziemlich dickes etwas sitzen. Mein Nachbar kam auch gerade nach Hause und er griff in die Luke und nahm das Körbchen heraus. In dem Körbchen saß ein kleiner Vogel dick aufgeplustert und er sah gar nicht gesund aus und obwohl er lebte, bewegte er sozusagen keine Feder. Ich holte ein Gefäß und legte Reisig hinein und bettete den kleinen Kerl darauf. Eine Weile wartete ich ob sich der Vogel erholen würde und ich setzte ihn sogar nochmals auf den Boden um ihn die Chance zu geben wegzuflattern, weil ich dachte er hat vielleicht nur Angst, doch er blieb ziemlich reglos sitzen. So nahm ich ihn erstmal wieder auf und nahm ihn sogar mit in die Wohnung. Ich streichelte ihn ein wenig und redete beruhigend auf ihn ein, doch mir wurde bewusst, dass dieser Vogel wahrscheinlich sterben würde. Was sollte ich tun, ich konnte ihn nicht einfach in die Wiese oder die Hecke setzen, so würde ich ihn ja der Katze am goldenen Teller präsentieren. Meine Tochter und auch ich beteten zu Gott um Hilfe für das Tier, wobei bald danach der Vogel für immer seine Augen schloss.

Diese Geschichte ist sehr bewegend und wenn man sie näher betrachtet könnte man sagen sie gehört als Zeugnis für die ungerechte Welt. Dem einen Vogel wurde durch Hilfe das Leben neu geschenkt, dem anderen kam jede Hilfe zu spät, er musste sterben.

(Prediger 3/19)
Denn die Menschen und Tiere erwartet das gleiche Schicksal - sie müssen alle sterben. Beide atmen dieselbe Luft. Die Menschen haben den Tieren nichts voraus; denn alles ist vergänglich.

Wieder lagen Freud und Leid ganz nah beieinander und wieder kann ich nur staunen vor der Größe Gottes. Denn er hält alles in seiner Hand und er bestimmte auch über das Leben oder den Tod der kleinen Vögel. Diese Begebenheit erinnerte mich neu, an die Kürze des Lebens und lässt mich wieder einmal an das von Gott ausgesprochen ''Heute'' erinnern, welches er in unser Leben setzte (Hebräer 4/7) Heute können wir umdenken, umkehren, Neubeginnen und dieses Heute kann unsere letzte Chance sein. Amen

Seid herzlich gesegnet, eure

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