mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4083 - Wed., 27 Nov 2013

Das Meisterstück Teil 2

»Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden!«

Matthäus 16:25


Dann lesen wir in den Versen 9;11 Jakobs erstes richtiges Gebet. Er hat Fortschritte gemacht: Früher hat er geplant und gehandelt, ohne zu beten. Jetzt plant er und betet zugleich. Wenn wir beten, dann brauchen wir nicht zu planen! Wenn wir planen, dann hat unser Gebet kein großes Gewicht! Jakob tut immer noch beides: Einerseits vertraut er Gott, auf der anderen Seite ist er selbst der Handelnde! Gott zu vertrauen, im Glauben an Gottes Verheißungen festzuhalten, ist ihm zu leichtsinnig erschienen. Genau darin liegt unser Problem! Wie ähnlich ist uns Jakob! Ich bin Christ, habe großartige Verheißungen, denen ich vertrauen sollte und doch, mich ganz hinzugeben und nur Gott alleine zu vertrauen, heißt ein zu großes Risiko einzugehen. Lieber wursteln wir etwas zusammen und halten unser Hintertürchen offen! Bei alledem beten wir noch und erbitten Gottes Segen für unser Gewurstel!

So hat Jakob seine Pläne geschmiedet. Dieser Mann hat soeben gebetet! Jakob kannte seinen Bruder Esau und wusste, dass er ein Jäger war. Er wusste auch, dass er vor seiner Flucht nach Mesopotamien geschworen hatte, ihn umzubringen. Jakob stand vor der gefährlichsten Situation seines Lebens. Niemals zuvor hatte er soviel Kraft und Gedanken in seine Pläne hineingelegt. Es ging nicht nur um seinen Besitz und seine Familie, sondern sein Leben hing von dieser Begegnung mit Esau ab. Jakob war dieser Situation gewachsen. Er kreierte geradezu sein Meisterstück. Mit einer ganzen Reihe von besänftigenden Gesten wollte er Esau Stück für Stück seinen Besitz überlassen, um so wenigstens sein eigene Haut zu retten. Das war ein großartiger Plan. Mehr als das: Er selbst glaubte an seine eigenen Pläne und vertraute ihnen; und dieser Mann hatte zuvor eine Gotteserfahrung gemacht und er hat gebetet! Er hat Gott angeschaut und traf dann die besten Vorbereitungen nach seinen eigenen Plänen!

In dieser Nacht begegnete ihm Gott! Bei früheren Gelegenheiten kam es nicht darauf an, ob Jakob mit seinen Plänen Erfolg hatte oder nicht! Doch diesmal ging es um Leben oder Tod! Darum griff Gott ein! Jakob hatte seinen ganzen Verstand und seine ganze Kraft aufgewendet, um mit einer schwierigen Lage fertig zu werden und nun hing alles vom Ausgang dieser Sache ab. Nachdem alle anderen die Furt überquert hatten, blieb Jakob zurück und er war alleine (32:24). In der Morgenröte begegnete ihm Gott und kämpfte mit ihm, um ihn zu einer totalen Selbstaufgabe zu bringen. Gottes Veränderung ist nicht eine Verbesserung des alten Menschen, sondern die totale Niederlage! Der alte Mensch muss überwunden werden und sterben, erst dann kann Gott mit und durch uns wirken! Der alte Mensch mit seinen eigenen Plänen, seiner eigenen Kraft; Jakob muss sterben und dann werden wir einen neuen Namen erhalten; Israel, ein neuer Mensch! Erst dann, wenn wir aufgeben, haben wir aus Gottes Sicht gewonnen!
»Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden!« (Matthäus 16:25)

Gott hat Jakob nach dem Kampf gesagt: »Du hast mit Gott und Menschen gekämpft und du hast gewonnen!« (32:28b) In Wirklichkeit hat er doch verloren. Gott hat sein Hüfte berührt und verletzt, dass er fortan hinken musste! Im Reich Gottes ist es so: Die vermeintliche Niederlage; unser Aufgeben ist der Sieg! Du gewinnst, wenn Du aufgibst! Du wirst dann leben, wenn du stirbst! Ich wünsche dir heute Mut deine eigenen Pläne aufzugeben!

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