mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3971 - Wed., 07 Aug 2013

Ungefärbter Glaube

''Die Hauptsumme aller Unterweisungen aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben.''

1. Timotheus 1,5


Der Mann weiß was er schreibt. Der ehemalige Pharisäer Paulus von Tarsus war ein hoher Schriftgelehrter und selbsternannter Verteidiger des wahren Glaubens. Eine Art Theologieprofessor mit knallharten Ansichten und null Toleranz gegenüber den frühen Christen die in Jesus Gottes Sohn sahen. Wenn sich nun jemand auf Gesetz, Disziplin, Untadeligkeit und Wissen hätte etwas einbilden können, dann Paulus. Und eine zeitlang war es ja auch so. Und dann passiert etwas für ihn total Unerwartetes - Jesus begegnet ihm! Nicht durch die Theologie sondern hautnah in dramatischer Weise und mit den Ohren hörbar. Paulus ist wohl bald vom Pferd oder Kamel gefallen und es war ihm vermutlich ziemlich mulmig zumute. Jesus stellt sich als derjenige vor, den er verfolgt. Und als ''Begrüßungsgeschenk'' erblindet Paulus ersteinmal. Aus Gottes Sicht war er das ja ohnehin schon (Apostelgeschichte 9,3-9). Alle Klugheit und Überzeugungen waren in einem Augenblick nichts mehr wert. Jesus veränderte alles. Paulus wähnte sich als Verfechter der Wahrheit und als Bollwerk und strenger Hüter der Gesetze Gottes. In Wahrheit hatte er keinen blassen Schimmer und tappte im Dunkeln. Er ging in die falsche Richtung. Eine harte Lektion für einen Pharisäer. War nun sein ganzes Leben, Arbeiten und Studieren umsonst? Schall und Rauch? Nein! Paulus bekehrte sich durch Jesus. Er kehrte um von seinem falschen Weg und verkündigte das Evangelium. Und zwar mit einer Überzeugungskraft und Weisheit die bis heute seinesgleichen sucht in der Christenheit. Er wurde zu einem gesegneten Werkzeug des ewigen Gottes und ein Apostel der Gnade.

In seinen Missionsreisen, Briefen und Predigten lehrte er die Wahrheit in der Person Jesu Christi. Und zwar auf eine grandiose Art und Weise. So, wie es nur ein gebildeter, erfahrener und von Gott veränderter Mensch tun kann. Wie einer, der im Dunkeln lebte und sich dort auskannte und nun ins Licht gekommen ist. Und das gilt auch für uns. Worin wir gelitten haben, wobei wir uns irrten, können wir jetzt als Christen denen helfen, die in ähnlichen Dingen und in Dunkelheit verstrickt sind (Lukas 12,3). Jesus selbst nimmt das so für sich auf die Weise in Anspruch, daß er Mensch war und sich erniedrigte um uns zu helfen, mitzuleiden und zu erlösen (Hebräer 2,18). Paulus konnte wie kein Anderer das Alte (Gesetz) mit dem Neuen (Evangelium) vergleichen. Das Neue Testament ist geprägt durch die gesegnete Arbeit des Paulus und seinen ungefärbten Glauben. Er war überwältigt von der Erkenntnis Jesu Christi und erachtete sein Wissen und Studieren im Vergleich dazu als großen Mist. Das stimmt, aber sein Denken, Analysieren, Argumentieren, sein Eifer und seine Disziplin wurden nun durch Jesus in die richtigen Bahnen geleitet. Wir alle müssen eine Schule absolvieren ohne die Zukunft zu kennen. Aber wir berufen uns nicht selbst. Nichts passiert umsonst oder ist vergeblich. Es dient uns tatsächlich nach Gottes Willen alles zum Besten! Wir alle sind krummes Holz und müssen von Gott gerade gebogen werden um nützlich zu sein. Aber während dieses Prozesses werden wir einen tiefen inneren Frieden erleben der nicht von dieser Welt ist. Wer von Gott wieder auf die Beine gestellt wird, der bleibt auch stehen! Das Wichtigste ist die Liebe aus reinem Herzen, ein gutes Gewissen und ein bewährter (ungefärbter) Glaube wie bei Paulus. Das will uns Gott schenken - jeden Tag!

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