mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3936 - Wed., 03 Jul 2013

Der neue Bund

Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der Herr.

Jeremia 31, 31 - 32


Wir haben in unserem heutigen Text mehrmals das Wort „Bund“. Was ist ein Bund? Ein Bund ist eine Abmachung. Wir kennen den Vertrag. Ein Vertrag wird ausgehandelt zwischen zwei Vertragspartnern. Und dann läuft er so lange bis er entweder ausgelaufen ist oder bis einer der beiden Partner ihn gebrochen hat. Dann ist der andere nicht mehr an den Vertrag gebunden. Ein Bund ist auch eine Abmachung. Der erste Unterschied besteht darin, dass ein Bund nicht ausgehandelt wird, sondern die eine Person stellt die Bedingungen und lässt die andere Person in den Bund eintreten. Der zweite Unterschied ist der, dass der Bund mit dem Bundesbruch nicht ungültig wird, sondern die erste Person, die die Bedingungen stellt, garantiert dafür, dass der Bund erhalten bleibt. Eine Ehe ist ein solcher Bund. Ein Mann fragt eine bestimmte Frau, ob sie willig wäre, in den Bund der Ehe mit ihm zu treten. Von dem Moment, in dem der Bund geschlossen wird, ist er dafür verantwortlich, alles zu tun, damit der Bund bestehen bleibt. Das ist ein Bund. Und so ist auch der Bund, den Gott gemacht hat mit dem Volk Israel am Sinai. Gott hat das Volk eingeladen, in den Bund zu treten, hat die Bedingungen klar festgelegt, das Volk ist eingetreten, und damit begann die traurige Geschichte eines langen Verfehlens gegen diesen Bund.

Wie Jesaja hier in Vers 32 schreibt, gibt es mit diesem Bund ein großes Problem. Sie haben meinen Bund gebrochen. Der alte Bund wurde wieder und wieder gebrochen. Über Jahrhunderte hinweg von einer Generation zur nächsten. So rief Jeremia auch schon im 13. Kapitel aus: Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln, oder ein Leopard seine Flecken? Dann könnt ihr auch Gutes tun, die ihr gewohnt seid, Böses zu tun! (Jeremia 13,23)

Das Problem war nicht der Bund, den Gott gemacht hat, sondern der Mensch, dem es unmöglich war, diesen Bund zu halten. Genau so, wie der Leopard seine Flecken nicht nach eigenem Willen loswerden kann, genauso wenig ist es dem Menschen, dessen Herz korrumpiert und völlig böse ist, möglich, Gottes Gebote zu halten. Hier haben wir das eigentliche Problem. Paulus schreibt dazu: Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben (Römer 5,12) Dieser Vers bedeutet, dass Gott in dem Moment, als Adam ungehorsam war, alle seine Nach-kommen als solche betrachtete, die gesündigt haben. Dann fährt Paulus fort und erklärt das weiter: (denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt; wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Vorbild dessen ist, der kommen sollte. (Römer 5, 13-14) Hier sehen wir also: Auch in der Zeit, in welcher Gott den Menschen noch kein Gesetz gegeben hatte, und die Schuld der Sünde nicht als Gesetzesübertretungen in Rechnung gestellt hat, wurden sie dennoch mit dem Tod bestraft. Und zwar deshalb, weil sie die Sünde von Adam geerbt haben.

Deshalb kann David in Psalm 51 auch sagen: Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. (Psalm 51, 7) Dies wird in Psalm 58 bestätigt: Die Gottlosen sind abtrünnig von Mutterleib an, die Lügner gehen auf dem Irrweg von Geburt an. (Psalm 58,4) und ebenso von Paulus: Unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (Epheser 2,3) Der Herr Jesus hat dies auch noch auf eine andere Art umschrieben: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. (Johannes 6,44) Das Problem ist also, dass der Mensch von sich aus absolut rein gar nichts tun kann, um näher zu Gott zu kommen, wenn nicht zuerst Gott etwas an ihm wirkt. Und das bringt uns wieder zu Jeremia. Der alte Bund kann deshalb von keinem Menschen gehalten werden, weil wir alle zu schwach sind, weil wir alle von Natur aus an Gott vorbei leben. Deshalb hat Gott einen neuen Bund versprochen. Deshalb ist der Herr Jesus auf die Erde gekommen und ist für uns gestorben.

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