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mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3869 - Sat., 27 Apr 2013

Verstärktes Wissen

''Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht, und habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, wenn sie euren guten Wandel in Christus schmähen. Denn es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, dass ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen''.

1. Petrus 3, 15-17


Das Gewissen (wörtlich ''Mit-Wissen'') wird im Allgemeinen als eine besondere Instanz im menschlichen Bewusstsein angesehen, die sagt, wie man urteilen soll. Mit einem ''schlechten Gewissen'' verbinden wir Schuldgefühle und sogenannte ''Gewissensbisse''. Die entstehen, wenn wir wider besseren Wissens Dinge tun oder lassen, was uns hinterher seelisch belastet. So auch, wenn wir unsere Sündenschuld erkennen durch die Gebote Gottes, denen wir nicht genügen können (Römer 2,15). Die heutige Bedeutung von Gewissen geht wesentlich auf Martin Luther zurück. Vor ihm konnte das Wort ''Gewissen'' auch Bewusstsein oder ein verstärktes Wissen ausdrücken. Manche halten das Gewissen für einen autonomen Komplex der menschlichen Psyche. Aber ich denke es gehört alles zusammen: Geist, Seele, Körper und auch Gewissen! In Psalm 102, 11-12 steht: ''Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so mächtig (hoch) ist seine Gnade über denen, die ihm Ehrfurcht erweisen. So weit der Osten vom Westen ist, hat er unsere Frevel von uns entfernt''. So etwas könnte man nicht schreiben, wenn einem das Gewissen nicht seine Schuld vor Gott deutlich macht und gleichzeitig das Gewissen erleichtert, beruhigt und Frieden schenkt durch Gottes Gnade der Vergebung. Es ist Gottes Zusage, daß wenn wir unsere Schuld bekennen, daß er uns auch vergibt (1. Johannes 1,9). Wenn wir dies wissen und an die Vergebung von Herzen glauben, müssen wir keine Strichlisten führen über unsere Fehler. Dann wäre Vergebung nur ein Verdrängen und keine Befreiung - unser Gewissen würde nie zur Ruhe kommen. Wenn wir Christen sind, haben wir ein besonderes Empfinden für die ''innere Stimme'' aufgrund des Heiligen Geistes, der ins uns wohnt (Johannes 14,23). Dies bewirkt, daß unser Gewissen nicht ausschließlich durch seelische Unwägbarkeiten beeinflusst wird, sondern durch Gottes Geist, der das was wir sagen und tun, dann auch bestätigen kann. So geschehen bei Paulus, der in seiner Rede davon spricht, daß er guten Gewissens die Wahrheit sagt: ''Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe'' (Römer 9, 1-2).

Hier ging es darum, daß das Heil auch für Nichtjuden gilt und Paulus nicht als Verräter gebrandmarkt werden wollte, sondern es ihm ganz klar durch Gottes Geist so in Herz und Gewissen gelegt wurde. Es gibt nun auch Dinge und Verhaltensweisen, denen man in Freiheit begegnen kann ohne sich seelisch zu belasten. Gerade gläubige Menschen bürden sich einander immer wieder moralische Lasten auf, weil sie mit deren Umsetzung selbst Gewissensnöte bekommen. Darum will man das dann auch anderen aufdrücken, um einerseits das eigene, selbstprovozierte Versagen zu kaschieren, oder andererseits, sich als besonders geistlich zu präsentieren. Lesen wir hierzu in Kolosser 2,16: ''So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats''. Jeder hat sein eigenes Gewissen und lebt in seiner eigenen Freiheit (die man sicherlich zum Guten nutzen sollte) aber wer ein enges Herz hat und eine selbstbeschnittene Freiheit predigt und lebt, hat nicht das Recht dies anderen ebenfalls zuzumuten. Jesus Christus ist unser ewiges Heil und die Antwort auf alle Schuld. In Hebräer 9, 13-14 lesen wir: ''Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie äußerlich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott''! Jesus war moralisch vollkommen und sein durch den Heiligen Geist geführtes Opfer, hat uns frei gemacht zum wahren Gottesdienst. Unser Gewissen vor Gott darf in Jesus Christus ruhen. ER hat uns mit Gott versöhnt (2. Korinther 5,19). Wir müssen als gläubige Menschen nicht mehr engherzigen Ritualen und frommen Gepflogenheiten dienen, sondern können als ewig Erlöste mit gutem Gewissen Jesus nachfolgen, bis er in Macht und Herrlichkeit zurück kommt.

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