mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3834 - Sat., 23 Mar 2013

Dein Zion streut dir Palmen ...

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, daß Jesus nach Jerusalem käme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!

Joh 12,12-13


Der morgige Sonntag vor Ostern ist der sogenannte Palmsonntag oder in der evangelischen Kirche auch bekannt als Sonntag Palmarum. Dies geht zurück auf den Einzug Jesu in Jerusalem, bevor er verhaftet und gekreuzigt wurde.

Jesus ritt auf einem Eselsfohlen in die heilige Stadt ein. Es war ein Moment des großen Gegensatzes, als er statt auf einem edlen Roß, so einfach daher ritt und die begeisterte Menge ihre Mäntel auf den Weg legte und mit Palmzweigen ihm zur Begrüßung wedelte, wie einem großen Herrscher.

Doch dieser Gegensatz von Einfachheit und Herrlichkeit war es dann auch, was später die Stimmung umschlagen lies, so dass das Volk danach zu Pilatus rief: Kreuzige ihn!

Viele der Juden erwarteten in Jesus den mächtigen Herrscher, den Messias (Gesalbten), der ihr Volk von der römischen Besatzung befreite und in die Herrlichkeit führte. Als sie merkten, dass dies nicht so kam, sahen sie sich enttäuscht und ihre Stimmung schlug um, dass sie diesem ''Verlierer'' den Tod wünschten.

Man kann auch mutmaßen, ob auch Judas Iskariot einer von diesen Enttäuschten war. Manche vermuten, dass er den Verrat mit dem Bruderkuss nur beging, um Jesus herauszufordern, dass er endlich seine große Macht offenbaren und die römische Besatzung zerschmettern würde. Doch genau, wie das Volk, wurde auch er enttäuscht.

Spätestens vor Pilatus wurde dies klar, als er ihm antwortete (Joh 18,36):
''Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt.''

Jesu Reich ist kein weltlicher Staat, er ist der König der Herzen und der Liebe. Sein Reich besteht vom Anbeginn der Welt bis in die Ewigkeit Gottes. Es ist nicht durch unsere menschlichen Machtstrukturen gekennzeichnet. Das Grundgesetz seines Reiches lautet (Joh 13,34):
''Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt.''

Für diese Liebe ging Jesus ans Kreuz von Golgatha, für diese Liebe stand er auf aus dem Tod, für diese Liebe tritt er beim Vater für uns ein, damit wir als Gerettete mit ihm im Reich Gottes herrschen werden in dieser Liebe.

Ich wünsche dir noch einen gesegneten Tag

()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

homepage tracker