mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3800 - Sun., 17 Feb 2013

Blinde Taube

Hört, ihr Tauben! Ihr Blinden, schaut her und seht!

Jes 42, 18


Hast du dir schon einmal vorgestellt, wie es sein würde, wenn du dein Augenlicht oder dein Gehör verlieren würdest, wie es wäre, blind oder taub zu sein? Das ist schon eine große Einschränkung bei der man ohne fremde oder technische Hilfe nicht mehr so einfach allein leben kann. Der Mensch ist darauf ausgelegt, seine fünf Sinne zu gebrauchen. Und doch gibt es immer wieder Menschen, denen ein oder mehrere Sinne fehlen.

An so etwas muss man doch direkt denken, wenn man unseren heutigen Bibelvers aus Jesaja liest. Damals in Israel gab es noch nicht so eine gute medizinische Versorgung, wie bei uns heute. Da wird es sicherlich mehr Blinde und Taube gegeben haben als bei uns. Doch ob sich Jesaja mit diesem Vers nur an solch eine Minderheit wenden wollte?

Wenn wir in dem Kapitel weiter lesen, merken wir schnell, dass Jesaja nicht nur zu einzelnen sondern zum ganzen Volk Israel sprechen will. Das Volk war im Exil, Gott hatte es als Strafe für ihr sündiges Leben aus der Heimat vertreiben lassen und sie unter die Herrschaft eines anderen Volkes gestellt.

Doch die Israeliten waren innerlich so weit von Gott entfernt, dass sie den verlorenen Krieg nicht mit ihrem Verhalten in Beziehung setzten. Ja, sie hatten einen Krieg verloren, wie viele andere auch und waren in Gefangenschaft. Irgendwann würde sich das Blatt wohl aber auch wieder wenden.

Das Volk hörte nicht mehr auf Gott und seine Propheten, es sah nicht mehr auf das, was Gott für sein Volk war, sein starker Herrscher. Sie waren blind und taub geworden für das, was Gott ihnen sagen und zeigen wollte, sie gingen nur noch ihre eigenen Wege. Doch wen sich Gott einmal auserwählt, den läßt er nicht so einfach wieder los. So läßt er durch den Propheten seinem Volk zurufen: ''Hört, ihr Tauben! Ihr Blinden, schaut her und seht!''

Sind wir nicht auch manchmal blind und taub Gott gegenüber? Gehen wir nicht auch immer gerne unsere eigenen Wege und vergessen auf das zu hören, was Gott uns sagen und zeigen will? So gehen wir manchmal in unser eigenes Exil, in ein Leben ohne Gott, wo wir von anderen Menschen oder Mächten geknechtet werden. Und erst, wenn wir uns wieder auf das besinnen, was Gott für uns vorgesehen hat, können wir wieder aus den Klauen dieser Mächte entkommen. Doch dafür müssen wir unsere Augen und Ohren für Gottes Wort öffnen.

''Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt.'' (Lk 7,22) Dafür ist Jesus auf die Welt gekommen, dass wir wieder sehen und hören können. Er zeigt uns wieder neu den Weg, den Gott für uns vorgesehen hat. Er ist der Erlöser, der uns von den Mächten befreit, die uns gefangen nehmen. Dafür ist er an unserer statt ins Leiden und Sterben am Kreuz gegangen.

Willst du ihm deine Augen und Ohren öffnen?

Ich wünsche dir noch einen gesegneten Tag.

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