mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3674 - Sun., 14 Oct 2012

Mit Gott erlebt

''Mit Sorgen und mit Grämen, mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.'' Paul Gerhard


Ein großes inklusives Sportfest wird in meiner Stadt geplant und voller Begeisterung und Euphorie meldet mein Kollege unsere gesamte inklusive Fußballmannschaft an, 17Leute. Ich selbst bin im Urlaub und als ich wieder da bin, und die Fußballgruppe wieder übernehme denk ich mir nur ''wie mutig!''. Das Sportfest rückt näher und plötzlich hagelt es Absagen. Der Eine möchte doch lieber zum Auswärtsspiel seines Lieblingsvereines, zwei Andere spielen noch in anderen Vereinen und haben am selben Tag dort auch ein Turnier, der Nächste entscheidet sich doch lieber bei Handball anzutreten etc. Drei Wochen vor dem Sportfest sind von den 17 noch drei feste Zusagen übrig geblieben. Mir stehen die Haare zu Berge! Am liebsten würde ich alles hinschmeißen, aber mein Verein der ''Behindertenhilfe'' wirbt bereits auf Flyern mit der Teilnahme an diesem Sportevent für sich.
Was nun? Schlaflose Nächte folgen. Mit drei Mann ist nicht eine einzige Mannschaft möglich und die Teilnahme damit ausgeschlossen. Doch trotz durchwachter und durchdachter, bzw. durchsorgter Nächte ist keine Lösung in Sicht und der Termin rückt immer näher.

Und ''Gott'' damit ''belästigen''? Ob der sich darum kümmern mag, um so unnötige und mal wieder selbst eingebrockte ''Suppen''? Einfach alles an IHN abgeben und dann? Ja, mir fällt es manchmal schwer loszulassen, mich fallenzulassen und jemand anderes ''sorgen'' zu lassen. Ich möchte lieber alles selbst in der Hand behalten, dann fühle ich mich fälschlicherweise oft ''sicherer''.
Aber es bleibt mir nichts anderes übrig als alles loszulassen und Gott um Hilfe zu bitten.
Also hab ich gebetet um eine Fußballmannschaft und dann elf Leute definitiv und fest angemeldet, wo ich bei der Hälfte nicht ansatzweise sagen konnte, ob das überhaupt klappt...

Kurz darauf, knapp etwas mehr als eine Woche vor dem Sportfest wendet sich plötzlich das Blatt: Durch Mund zu Mund Werbung sind neue und gute Spieler dazu gekommen...

Beim Sportfest habe ich eine ganz neue Mannschaft aus elf Leuten,überwiegend ganz anderen, als denen, die gemeldet waren und wir holen uns den zweiten Platz!

Ich glaube, manchmal lässt Gott uns an den Punkt kommen, wo nichts mehr geht, damit wir nicht zu selbstherrlich werden. Uns eben nicht selbst für den Held, den Akteur und Mittelpunkt unseres Lebens und unserer kleinen Welt halten, sondern ihm allein die Ehre geben. Und damit er mit uns Geschichten schreiben kann, kleine und große Wunder des Alltags, die wir dann weitererzählen können. So wie diese hier mitten aus dem Leben, mitten aus dem Hier und Jetzt. :-)

In diesem Sinne einen gesegneten Tag voller kleiner und großer Wunder!

Eure

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