mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3595 - Fri., 27 Jul 2012

Herausforderung...

Wenn dein Hasser Hunger hat, gib ihm Brot zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm Wasser zu trinken! Denn glühende Kohlen häufst du auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten.

Sprüche 25, 21-22


Ihr Lieben,

ich habe heute für meine persönliche Stille diesen Vers gezogen und möchte mit Dir gemeinsam darüber nachdenken.

Dass es darin um die Feindesliebe geht, war mir klar, aber was ist das mit den glühenden Kohlen auf das Haupt häufen? Wenn man es ganz wörtlich nimmt, hat das nicht mehr viel mit Nächstenliebe zu tun, denn wer sich nur ein klein wenig mal verbrannt hat, weiss, welche Schmerzen das verursacht und das wiederum würde den vorherigen Worten der Nächstenliebe ja völlig widersprechen.

Ich hab dann ein wenig gegoogelt und folgende Erklärung gefunden: In biblischer Zeit wurde ein Schmelzofen zur Verhüttung (Ausschmelzung) von Erz zuerst mit einer Schicht Kohle beschickt. Darauf kam das Erz und darüber eine weitere Kohleschicht. Die Temperatur stieg dadurch so stark an, dass das Metall ausschmolz und Verunreinigungen zurückblieben.

Wenn wir also unseren ''Hasser'' freundlich behandeln, ja, ihn sogar in seinen existenziellen Nöten und Bedürfnissen sehen und versorgen, dann häufen wir Kohlen auf sein Haupt. Dadurch kann in ihm ein Reinigungsprozess zustande kommen, sein hartes Herz darf weich und gereinigt werden, seine guten Eigenschaften zum Vorschein kommen.

Es gibt natürlich keine Garantie, dass sich dadurch sein Verhalten Dir gegenüber verändert. Denn er bleibt dennoch in seiner von Gott geschenkten Freiheit und Eigenverantwortung, entweder diese Veränderung in seinem Herzen zuzulassen oder sich weiterhin zu verweigern. Aber Du darfst Dir ganz sicher sein, dass Gott Dein Handeln sieht und es Dir vergelten wird, wenn Du Dich mehr und mehr nach Seinem Ebenbild ausstreckst. Wir lieben, weil ER uns zuerst geliebt hat (1. Johannes 4, 19) und dürfen darin immer mehr wachsen. Das Schöne darin ist, dass wir mit unserem Verhalten nicht nur unserem Gegenüber die Chance zur Veränderung geben, sondern dass auch in uns ein Veränderungsprozess in Gang kommt. Wir lernen mehr und mehr von uns weg- und auf Gott hinzuschauen! Im Schauen auf IHN werden wir aufgedeckt, unser Innerstes kommt in einem geschützen, heiligen Rahmen zum Vorschein und wir werden durch Gottes Gnade Stück um Stück verwandelt (2. Korinther 3, 18: Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.) Das soll uns nun aber keinen geistlichen Druck machen, wir sind ja noch nicht ''fertig'', sondern Tag um Tag durch unser ''sein'' vor IHM am ''werden''.

In einem Lied von Albert Frey heisst es ''Voller Ehrfurcht treten wir in des Königs Gegenwart. In den heil'gen Herzensraum, wo er sich uns offenbart...''! Damit sende ich Dich nun in Deinen Tag, lass Dich beschenken von Seiner Liebe und Gegenwart!

Sei lieb gegrüsst, gesegnet in all Deinem Tun und Lassen! Deine

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