mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3551 - Wed., 13 Jun 2012

Segensspuren

Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.

1.Mose 12,2


Was eigentlich bedeutet Segen? Im religiösen Bereich ist Segen die wohlgefällige Hinwendung des Gottes zum Menschen. Im Alten Testament bedeutet ''gesegnet zu sein'', viel Land, Nahrung, Reichtum und Nachfahren zu haben oder zu bekommen. Segen ist also nicht nur etwas Übersinnliches, sondern äußert sich konkret in den Lebensumständen.

Im Neuen Testament wird der Segen nicht mehr so konkret beschrieben. Hier finden wir viele Situationen, in denen es gesegneten Menschen äußerlich nicht gut geht. Armut, Krankheit und Verfolgung sind an der Tagesordnung. Und das, obwohl Jesus seine Nachfolger segnet und ihnen auch den Segen des Vaters zuspricht.

Die Art des göttlichen Segens hat sich in dieser Zeit verändert. Als Christen sind wir nicht mehr von dieser Welt, nur noch in dieser Welt. Unser Leben hat durch das Heilsereignis von Jesu Tod und Auferstehung eine andere Dimension bekommen. Die Welt ist für uns nur noch eine Zwischenstation zur Ewigkeit. Hier, in diesem Leben bezeugt sich Gottes Segen im Heiligen Geist, den Jesus in unser Herz gelegt hat. Er ist unser Tröster und unsere Kraft im Hier und Jetzt. Doch die Dimension ist nun ausgeweitet, neben dem hiesigen haben wir auch noch das Ewige Leben als Ziel auf das wir hin leben und das uns als Erbe zugesagt ist.

Und doch gilt auch uns noch der zweite Teil des Satzes, den Gott zu Abram sprach: ''Du sollst ein Segen sein!

Auch hier in unserem irdischen Leben sollen wir die Liebe Gottes an unseren Nächsten weitergeben. Wir sollen die Gaben, die Gott uns gegeben hat zum Wohl des Nächsten einsetzen. Wir sollen ein Segen sein für den, der uns braucht. Damit ist nicht nur ein vielleicht gut gefüllter Geldbeutel gemeint, vielleicht haben wir die Gabe der Seelsorge, vielleicht können wir handwerklich unseren Geschwistern helfen, können gastfreundlich sein oder noch vieles andere tun, für das wir von Gott eine Begabung bekommen haben.

Doch es geht nicht darum, Gutes zu tun, um von Gott auch Gutes zu bekommen. Der alttestamentliche Tun-Ergehen-Zusammenhang gilt heute nicht mehr. Gott schenkt uns ganz vorbehaltlos seine Liebe. Und als solche Geliebte sollte unser Herz so voll sein, dass wir von uns aus diese Liebe weiter geben möchten. Wovon wir reichlich haben, können wir doch leicht weiter geben, oder?

So wünsche ich dir noch einen schönen Tag im reichen Segen unseres Herrn.

()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

homepage tracker