mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3525 - Fri., 18 May 2012

Mangelhafte Selbstverleugnung Teil 2

''Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens; die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; wenn ihr wirklich auf Ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid — wie es auch Wahrheit ist in Jesus —, daß ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit''.

Epheser 4, 17-24


Die Entscheidung gegen die Sünde kann ebenso schnell umgesetzt werden wir andersherum. Oft ist es nur ein kurzer Gedanke, der mich entweder in die eine oder die andere Richtung treibt. Unser Fleisch hat viele Wünsche und Ansprüche. Nicht selten kommen wir kaum hinterher alles zu erledigen, von dem wir glauben, daß es nötig ist. Selbstverständlich sollen wir uns auch um uns selbst kümmern. In Epheser 5,29 steht entsprechend: ''Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde''. Wenn wir geistig gesund sind, machen wir das automatisch. Doch man kann es auch so übertreiben, daß man gierige Regungen, schädliche Begierden und egoistische Neigungen provoziert, die dann zur Sünde führen und uns mehr eigene Aufmerksamkeit schenken, als uns gut tut. Dann sorgen wir für den Leib so, daß wir fallen. Die Bibel ist hier ganz direkt und praktisch wenn sie die Dinge ungeschminkt beim Namen nennt: Saufen, Fressen, sexuelle Begierden, Eifersucht, Götzendienst, Zorn, Zank, Spaltungen etc. (Galater 5, 19-21). In Römer 6, 12-14 schreibt Paulus: ''So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade''. Unser Fleisch ist nicht unnütz in dieser Welt, auch wenn es nicht für den Himmel gemacht ist. Wir können unsere Glieder als Waffen der Gerechtigkeit nutzen. Hier geht es um Selbstverleugnung, also eine Umkehrung dessen was in der Welt als ''normal'' und ''human'' gilt.

Hände und Füße, unsere Zunge, unser Verstand, unsere körperliche Kraft etc. können anderen dienen und Gutes tun, aber auch Böses verursachen und nur weltlich ausgerichtet sein. Disziplin wie Gott sie gerne sieht, ist viel mehr als nur eine äußere und oberflächliche Selbstdisziplin. Wir müssen uns durch so ein Verhalten nicht selbst retten vor der bösen Welt, sondern es soll die Liebe zu Gott sein, die uns antreibt und motiviert. Konsequenterweise steht in Römer 8,14: ''Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder''. Wir sind bereits erlöste und angenommene Kinder Gottes (1. Johannes 3,1). Nur stehen wir noch mit beiden Beinen in dieser Welt und sind angefochten und unser Leib hat keine Lust auf Gemeinschaft mit Gott und allem geistlichen Leben. In Galater 5, 17-18 steht: ''Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz''. Heiligung hat als Grundlage die Disziplin und die Selbstverleugnung. Wir brauchen aber keine Zwangsjacke oder eine ungesunde, unnatürliche Selbstkasteiung. Wir können die Sünde nicht aushungern, aber sie muss keine Macht mehr über uns haben. Zumindest nicht in dem Maße, wie es vielleicht aktuell ist? Es geht um den Blick auf das Ziel. Dieses Leben endet, aber die Ewigkeit bei Gott kommt und bleibt. Wir sollen (dürfen) uns Schätze für den Himmel sammeln (Lukas 12, 31-34). Mängel können behoben werden und manche Zerknirschung und manches Zerbrochensein können dazu dienen, uns neu zu orientieren und aufzumachen, um besser zu leben als ein Zeugnis für Gottes Gnade, Treue und Liebe.

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