mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3466 - Tue., 20 Mar 2012

Du Judas.....

und will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben; und will ihnen vergeben alle Missetaten, womit sie wider mich gesündigt und gefrevelt haben.

Jer 33,8


Sicher kennt jeder den Ausspruch: Du Judas. Er wird gebraucht, wenn jemand etwas oder jemanden verraten hat. Nach der Jüngerberufung gehört Judas jedoch ganz selbstverständlich zu denen, die Jesus als „Brüder“ anspricht (Mk 3,34) mit der Begründung: Alle, die Gottes Willen ausführten, seien seine nächsten Verwandten. Auch in der Aussendungsrede gehört Judas zu den Jüngern,

Wie denken wir eigentlich über Judas in der Bibel? Ist er ein schlechter Mensch? Kämpfte er innerlich mit sich? Eines ist nur sicher: Jesus liebte Judas und vergab ihm seine Tat. Judas hatte drei Möglichkeiten, seine Schuld zu bekennen und sich zu Gott kehren.

Judas ist beim Abendmahl dabei und Jesus schließt ihn nicht aus: Judas verkörpert demnach die Möglichkeit des Verrats inmitten der Jüngerschar, die Jesus angesichts seiner Festnahme verließen und wie Petrus verleugneten. Aber Jesu gibt ihnen allen, auch Judas. Das Abendmahl beinhaltet die Sündenvergebung: Sie tranken alle daraus, nämlich aus dem Kelch, den Jesus als „Blut des neuen Bundes“ deutete. Erst nach dem Tötungsplan der Tempelpriester und Schriftlehrer wird Judas als der genannt, der Jesus an diese seine Feinde verraten habe, wofür sie ihm Geld versprochen hätten. Nach Mt 26,15 soll Judas unmittelbar nach der Salbung in Bethanien die Hohenpriester aufgesucht und von sich aus um Lohn für seinen Verrat gefragt haben: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Daraufhin hätten sie ihm 30 Denare – etwa den damaligen Monatslohn eines Handwerkers – dafür angeboten. Dies habe ihn motiviert, eine Gelegenheit für den Verrat zu suchen. Judas hätte bei dem Abendmahl sich von seinem ''schlechten'' Plan abkehren können. Er macht es aber nicht. Der Grund ist, dass der Satan von ihm Besitz genommen hat (Lk. 22,3)

Judas gibt im Garten den Respektbeweis, in dem er Jesus einen Kuss auf die Wange haucht: Nach dem Abendmahl führte Judas die jüdische Tempelwache und römische Soldatenschar zu Jesu Aufenthaltsort im Garten Gethsemane und küsste ihn für sie mit einem Kuss. Auch diesen Respektsbeweis hätte er unterlassen können. Er hätte sagen können: Nein, ich mache es nicht.

Judas gibt das Geld zurück, aber die wollen es nicht zurücknehmen: Nach Mt 27,3ff soll er seine Tat später bereut haben. Er war darüber so verzweifelt, dass er sich nach Jesu Verurteilung erhängt haben soll. Auch diese Chance nutzt er nicht zur Umkehr. Er hält an seinem Weg fest. Seine Chance, sich zu Jesus umzukehren, vergibt er mit seinem Selbstmord. Danach kann er nicht mehr zu Jesus zurück. Hätte Judas sich anders entscheiden können oder musste er sich so entscheiden, um Gottes Heilsplan zu erfüllen?

Wie ist das bei uns? Wie gehen wir mit einem Judas um? Was denken wir über ihn? Können wir ihm wirklich vergeben? Wie viele Chancen bekommt er bei uns? Einen Judas gibt es in unserm Leben, der uns verraten hat: Mobbing, Scheidung, .... Dann denke ich an die negativen Vorfälle in den Medien: Mörder, Kindesmissbrauch, Raub, Entführer..... Was ist schwerer: dem Judas in meinem Leben zu verzeihen oder dem, der in der Weltgeschichte böses tut? Kraft brauchen wir für beides, aber Gott schenkt diese Kraft. Er schenkt auch Kraft, dass wir nicht selber in den ''Judas-Fehler'' fallen und selber Vergebung nötig haben. In meinem Beruf muss ich oft den Kindern die Chance geben, ihre Leistung und ihren Eifer zu beweisen bzw. sie können mir zeigen, das sie das Erklärte versuchen, umzusetzen.
In Matthäus 6,14 steht: ''Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.'' Im Vater unser bitten wir auch um die Vergebung. Versuche heute bewusst jedem immer wieder eine Chance zu geben. Du möchtest ja auch immer wieder eine Chance bekommen und Jesu gibt uns immer wieder neue Chancen.

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