mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3297 - Mon., 03 Oct 2011

Angst und Glaube

'' Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden''.

Johannes 16,33


Über die Angst sagt man, daß sie ein ''Grundgefühl ist, welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein'' (Quelle: Wikipedia). Angst hat also unbedingt immer etwas mit unserer Persönlichkeit zu tun. Der eine hat mehr Angst als der andere. Nicht alles macht allen Angst, aber es ist ein Bestandteil unseres Lebens - auch als Christ. Jesus hat nicht von uns verlangt die Angst zu ignorieren, sondern sie als gegeben anzuerkennen, aber nicht ohne Hoffnung in Person Jesu Christi, der in allem zu unserem Überwinder geworden ist und sein will. In 1. Johannes 5, 4-5 steht geschrieben: ''Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist''? Das ist eine klare Aussage. Angst kann überwunden werden, so daß wir damit leben können und sie uns nicht kaputt und krank macht. Aber Angst hat auch einen wichtigen Aspekt weil sie uns nämlich beschützt und bewahrt. Wer keine Grenzen kennt, in allem furchtlos und respektlos ist und sein will, wird ein böses Erwachen erleben. Angst zeigt uns auch unsere Schwachheit und unsere Begrenztheit. Wir glauben manchmal nicht, wie schnell wir aus der Bahn geworfen werden können, wenn irgendetwas Unvorhergesehenes passiert und unsere Selbstverständlichkeiten sich in Luft auflösen und unsere scheinbaren Sicherheiten einfach wegknicken. Dann wird aus einem brüllenden Löwen schneller ein verängstigtes Kaninchen als wir denken. Und wer seine Angst in Aggressionen umleitet bestätigt das dann nur. Wir sind schwach und abhängig - sehen wir es ein. Der Gemeinde in Laodizea schreibt Johannes in Offenbarung 3,17: ''Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß''. Aber es ist zum unserem Besten wenn wir das ernst nehmen denn wenn wir schwach sind, sind wir auch stark (2. Korinther 12.10). Das ist weltlich gesehen ein Widerspruch, aber für einen Christen eine göttliche Logik.

Dort wo wir meinen ohne Gott unser Leben passend führen zu können, werden wir scheitern. Aber wo wir erkennen, daß wir Gott brauchen, wirklich existentiell benötigen in allem, da werden wir auch Gottes Führung, seinen Frieden und seine Geduld mit uns erleben und erfahren dürfen. In Römer 8,28 steht der bekannte Vers: ''Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind''. Wenn wir darüber nachdenken, müssen wir erkennen, daß so etwas nur der allmächtige und allgegenwärtige Gott kann. Oftmals empfinden wir so manches als unnötig und überflüssig. Auf so vieles hätten wir lieber verzichtet, oder wenn wir vorher geahnt hätten wie dies und das läuft, hätten wir uns anders entschieden. Aber manchmal laufen wir auch blindlings irgendwo hinein, obwohl wir schon ahnen, das es nicht gut gehen kann. Manche Angst ist selbst verursacht und wir müssen mitunter auch die Suppe auslöffeln, die wir uns selbst gekocht haben. Auch das wird Gott berücksichtigen. Dennoch glaube ich auch daran, daß Gottes Gnade immer größer ist als mein Versagen. David schrieb in Psalm 69, 15-17: ''Errette mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke, dass ich errettet werde vor denen, die mich hassen, und aus den tiefen Wassern; dass mich die Flut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe. Erhöre mich, HERR, denn deine Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit''. Wir können auch als Christen abstürzen und uns elend, arm blind und nackt fühlen. Das ist keine schöne Erfahrung. Aber es gibt Zeiten im Leben, in denen brauchen wir das auch um unseres Glaubens willen. Und es ist dann auch für Mitgeschwister eine Herausforderung, einander zu helfen und barmherzig zu sein und die Augen zu öffnen für das Leid, die Not und die Angst seiner Glaubensgeschwister. Gott will uns auch durch andere Christen helfen, oder will daß wir selbst hilfreich sind. Bist du dazu bereit?




Bildquelle: http://pixelio.de

()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

homepage tracker