mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2993 - Fri., 03 Dec 2010

Mein Gebet - Jesu Verantwortung

''Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun''.

Johannes 14, 13-14


Gegenüber einem Menschen den man sehr liebt, sagt man gerne, daß man ihm seine Wünsche von den Augen abliest. Das klingt sehr vertraut und romantisch, und ist wohl auch so gemeint, wenn auch sicherlich nicht stets im wahrsten Sinne des Wortes. Deutlich soll an diesem Beispiel werden, daß eine starke Verbindung zwischen Liebe und dem ausgeprägten Wunsch und Willen besteht, den geliebten Menschen zu verstehen, und zu erkennen was er braucht, sich ersehnt und ihm hilft. Von Mensch zu Mensch stoßen wir da sicherlich an unsere Grenzen, auch wenn wir uns noch so lange kennen und lieben. Gott sieht uns und versteht uns vollkommen! Darum kann ER auch Gebete nach seinem Willen erhören. Wir Christen haben manchmal unsere inneren Nöte um Gott um das zu bitten, was ER auch erhören kann und will. Nicht selten hört man wohl formulierte Gebete, die nicht verkehrt aber trotzdem daneben sind. In Römer 8,28 steht: ''Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind''. Das bedeutet, wenn wir um etwas bitten, daß uns nicht zum Guten oder Besten dient (mitwirkt), so kann Gott es nicht erhören - oder noch nicht. Auch die Zeit spielt bei Gebetserhörungen eine Rolle. Jesus Christus ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen (1. Timotheus 2, 5-6) und sozusagen trägt er die Verantwortung für unsere Gebete. Darum auch die Betonung im Eingangstext: ''...was wir bitten in seinem Namen...''. Gottes Ehre ist das Allerwichtigste - darum können Gebete, die den Vater im Himmel verherrlichen, keine anderen Gebete sein als solche, die Jesus durch seinen selig machenden Namen vor Gott bringt. In Jesu Name liegt das Heil (Apostelgeschichte 4,12) und auch die Erhörung unserer Gebete. In Jesu Name werden wir erlöst und erhört. Gebete die Jesus vor seinen (und unseren) Vater bringen will und kann, werden erhört. Wäre das nicht so, könnte uns auch nicht alles zum Besten dienen, also sowohl erhörte als auch unerhörte Gebete. Das Beten an sich hat keine Macht in sich selbst, ebenso wie es sinnlos ist, Jesu Name nur als Etikett hinter seine Gebete zu setzen, als geheimnisvolles Anhängsel oder merkwürdige Beschwörungsformel. Das wäre dasselbe, als wenn man zu einem vertrauten und nahe stehenden Menschen sagen würde: ''Ich liebe dich'', aber in Wahrheit meint: ''Ich liebe mich, und brauche dich dazu''.

In ähnlicher Weise klärt uns Jakobus auf: ''Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden'' (Jakobus 4,3). Manchmal wissen wir nicht um was wir Gott bitten sollen, selbst dann wenn wir es aufrichtig tun. Es gibt auch ehrliche Übermütigkeit und übermütige Ehrlichkeit in unseren Wünschen an Gott (Matthäus 20,22). Und dann muss Gott uns eben auch einmal sagen: ''Ihr wisst nicht, um was ihr bittet''! Aber trotzdem und darüber hinaus haben wir Verheißungen, die unsere Begrenztheit im Verstehen und Erkennen auffangen. In Epheser 3, 20-21 steht: ''Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen''. Das ist das Wunderbare, Gott weiß was wir wann brauchen und nötig haben, und er belohnt Aufrichtigkeit - Matthäus 6, 6-8: ''Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet''. Gebet soll Ausdruck unserer Beziehung zu Gott sein. Wenn wir das Gebetsleben des Menschen Jesus zu seinem Vater in der Bibel studieren, werden wir diesen innigen Beziehungswunsch ganz klar erkennen. Jesus und Gott waren und sind eins und in allem einig (Johannes 10,30). Das vollkommenste Gebet neben dem bekannten ''Vater Unser'' (Matthäus 6, 9-13) ist das hohepriesterliche Gebet Jesu (Johannes 17, 1-26). Gott erhört Gebete (Psalm 65,3: ''Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir''). Und Gott möchte gebeten werden, denn er liebt die Seinen und ist ihr ewiger Vater. Es ist unsere Verantwortung zu beten und Jesu Verantwortung diesen Gebeten mit Blut erkaufte Autorität zu geben. Es gibt keinen anderen Grund für Gott unsere Gebete zu erhören, außer durch Jesus Christus, der für unsere Sünden gestorben und auferstanden ist.

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