mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2847 - Sat., 10 Jul 2010

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen. Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.

Mt 11,25-27


Wie vielleicht einige von euch wissen, hab ich vor langer Zeit einmal ein paar Jahre evangelische Theologie studiert. Noch stehen in meinem Bücherregal viele schlaue wissenschaftliche Bücher über diese Theologie. Doch je länger ich damals studierte, desto mehr verlor ich über dem angehäuften Wissen meinen Glauben, den ich erst viele Jahre später wieder fand. Da gibt es die einen, die die Bibel mit der historisch-kritischen Methode auseinander nehmen, da gibt es die Anhänger von Bultmann, die wiederum die ganze Bibel entmythologisieren wollen um alles mit unserer Wissenschaft zu erklären ...

Ich hatte einfach an die Bibel geglaubt, an die Geschichten und Wunder, an die Gnade und Barmherzigkeit, an die Heiligkeit und an das ewige Leben. Sollte das alles nicht gelten? Sollte sich unser allmächtiger Gott in unsere mickrige menschliche Wissenschaft pressen lassen? Zugegeben, alles war nicht schlecht, es gab unter meinen Lehrern auch einige wirklich gläubige Christen - doch sie waren in der Unterzahl. Ich wollte doch einfach nur glauben - und diesen Glauben nur besser verstehen.

Je länger ich studierte, desto mehr kam mir der Spruch aus Prediger 12,12 ins Bewußtsein: ''Und über dem allen, mein Sohn, laß dich warnen; denn des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren macht den Leib müde.'' Ja, müde war ich und wußte nicht mehr, was ich noch glauben sollte.

Jahre später las ich dann den heutigen Vers aus Matthäus. Ja, den Weisen und Klugen ist dieser Glaube oft verborgen. Sie suchen und forschen mit ihrem Wissen und kommen dabei doch immer weiter von dem weg, was sie eigentlich suchen. Doch den Unmündigen, zu denen ich vor dem Studium gehörte, denen will Gott sich offenbaren.

Mt 18,3 ''Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.'' Wir sollen unseren kindlichen Glauben behalten, begreifen können wir Gott mit unserem Verstand so wie so nicht. Unser himmlischer Vater ist halt größer als alles, was wir verstehen können. So können wir nur gläubig zu ihm aufschauen und ihm danken, dass er unser ewiger Vater ist.

Glaubst du oder willst du auch wissen? Willst du im Herzen ein Kind deines himmlischen Vaters bleiben?

Ich wünsche dir noch einen gesegneten Tag

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