mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2846 - Fri., 09 Jul 2010

Seligpreisungen 6 - Die reinen Herzen

Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.

Mt 5,8


»Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: ................. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen! ................« (Matthäus 5,1-12 )

Eine Musikgruppe nahm sich die Seligpreisungen musikalisch vor. Dabei kam ich durch ihre Texte und Theaterszenen auf die Idee, mir Gedanken über die einzelnen Seligpreisungen zu machen. Seligpreisungen 1 bis 5 waren schon. Wenden wir uns nun Seligpreisung Nummer sechs zu.

Kennen sie das Kindergebet: Mein Herz ist klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus (Gott) allein. Kinder sind unbeschwert und unerfahren, haben nur kleine Kinder-Sorgen und gehen ohne Risiko Probleme an. Menschen bleiben keine Kinder, sondern machen ihre Lebenserfahrungen. Wir gehen mit Verstand und Plan an das Leben und haben nicht mehr den unbeschwerten Lebenswillen der Kindheit.

Im Leben gibt es Situationen, in denen man sagt: ''Da habe ich Schwein gehabt''. Das kann beim zu schnellen Auto fahren gewesen sein und der Bußgeldbescheid fällt geringer aus, als erwartet. Oder beim Abschreiben bei der Mathekarbeit, wenn man nicht erwischt worden ist Oder wie ist das bei der Einkommensteuererklärung? Gesetze und Gebote werden übertreten und das Nicht-erwischt-werden nennt man noch Glück. Aber: Macht man sich allein durch das Wissen um das Brechen der Gesetze nicht mit schuldig? Wir haben uns arrangiert, uns im Leben eingerichtet und lehnen uns gemütlich zurück - ohne Ecken und Kanten, selbst zufrieden machen wir uns etwas vor und glauben, das ist das Glück auf Erden. Wir haben unseren Standard erreicht, können das Leben in vollen Zügen genießen und verdrängen die unangenehme Frage nach dem Wie! Mit wie vielen Halbwahrheiten und Lügen, Schummeleien und Betrug haben wir das alles oft erreicht. Können wir uns noch im Spiegel ertragen? Wer hat die Kraft, klar zu sagen, was ihm nicht an sich selbst gefällt. Und die Menschen um uns herum - beachten wir ihre Schicksale und Nöte? Lassen wir uns ein auf ihre Schwächen oder hat uns unsere Selbstzufriedenheit stumpf für die Schwachheit der anderen gemacht? Wenn wir nur unser Glück als Zentrum unseres Denkens und Handelns verfolgen, stürzen wir unseren Nächsten ins Unglück! Ich muss mich nicht selbst überzeugen, sondern die aufkommenden Zweifel werden einfach kalt gestellt. R
Das Thema der Reinheit ist im Zeitalter des Erfolgsdenkens sehr unmodern. Sittliche Reinheit ist etwas, worüber die Menschen nur noch spöttisch lächeln. Mit ''Reinheit'' meinen wir Gleichheit, Ehre oder Gerechtigkeit. In der Bibel ist damit die Kultur und Gesellschaft des jüdischen Volkes und Denkens gemeint. Durch Sünde und schlechte Einflüsse verunreinigt man sich. Jesus heilte Menschen vom ''unreinen'' Geist und vom Aussatz. Die Gesetzestreuen sahen dies als Sünde an, aber Jesus macht ihnen klar, dass es nicht auf die Äußerlichkeiten ankommt, sondern was dem Herzen und dem Mund eines Menschen herauskommt, verunreinigt ihn. Die Pharisäer stoßen sich an der Tatsache, dass die Jünger mit ungewaschenen Händen essen (Mk. 7,1-16). Die Jünger verletzen damit die jüdischen Reinheitsgesetze. Jesus sagt: »Ihr ehrt mich mit den Lippen, doch eure Herzen sind fern von mir.« (V.6 ) In Matthäus 15,18 und 19 sagt er auch noch: ''Was aber aus dem Munde herauskommt, das kommt aus dem Herzen und das verunreinigt den Menschen. denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse Lästerungen.''
Sind wir mit reinem Herzen bei jedem Gebet dabei oder denken wir schon wieder an das, was danach auf uns wartet oder denken dabei über Erlebtes nach. Damit heucheln wir Gott etwas vor und durch die Gesetze und Traditionen, die wir uns selber setzen, entfernen wir uns von Gott. Das Leben nach eigenen Gesetzen und Traditionen wird meistens zum Krampf und geht nicht gut aus. Werden Äußerlichkeiten wichtiger, so verliert man den Blick auf Gott und wir sehen wie durch Nebel. Wir erkennen Gott und damit das eigentliche Ziel nicht mehr.

Mit Mut und Vertrauen und mit dem Wissen, dass Christus für einen hohen Preis für uns am Kreuz starb, dürfen wir wieder ein reines Herz haben und die Verheißung, dass wir Gott sehen werden, wird in Erfüllung gehen. Mit dem reinen Herzen werden wir Kraft von Gott bekommen, um den Weg mit ihm zu gehen. Wir müssen immer wieder neu lernen, was wichtig ist und worauf wir unseren Blick wenden müssen. Die Erfahrung zeigt: Das Abenteuer mit Gott ist nicht immer leicht, aber spannend und lohnenswert. Gott schaut unser Herz an.

Einen gesegneten Tag

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