mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2832 - Fri., 25 Jun 2010

Seligpreisungen 3 - Die Sanftmütigen

Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Mt 5,5


»Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: ....... Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Land ererben! ...............................« (Matthäus 5:1-12 )

Eine Musikgruppe nahm sich die Seligpreisungen musikalisch vor. Dabei kam ich durch ihre Texte und Theaterszenen auf die Idee, mir Gedanken über die einzelnen Seligpreisungen zu machen. Seligpreisungen 1 und 2 waren schon. Wenden wir uns nun Seligpreisung Nummer drei zu.

Sicherlich kennen wir alle Menschen, über die heimlich Lügen gesagt werden, die gezielt gestreut werden und mit übler List weitergetragen werden. Diese Lügen treffen und zerstören. Heute hört man viel von Mobbing am Arbeitsplatz. Vielleicht haben sie es selber erfahren oder stecken gerade in solch einer Lage. Menschen mit Macht unterdrücken und schreien Menschen nieder. Über Verlierer lacht man. Gefühlslosigkeit, Zynismus und Gemeinheit provozieren uns. Menschen verletzen sich gegenseitig durch Worte und Taten.
Das Wort ''Sanftmut'' kann Demut, Freundlichkeit, Milde bedeuten. Diese Eigenschaften sind in der heutigen Welt eher selten anzutreffen, denn wer geht gerne den untersten Weg, um ein friedliches Leben und Miteinander zu haben.

''Sanftmut '' meint aber mehr als Freundlichkeit oder eine sanfte Veranlagung. Von Moses heißt es, dass er »ein sehr sanftmütiger Mann war, sanftmütiger als alle anderen Menschen auf Erden.« (4.Mose 12:3 ). Mose war kein zurückhaltender und scheuer Schwächling. Er ist eher ein temperamentvoller, starker und aufrichtiger Mann, der sich Lebenssituationen und Umständen gegenüber sah, an denen die meisten wahrscheinlich zerbrochen und verzweifelt wären. Mose war sehr sanftmütig und konnte es deshalb mit der Macht des Pharao aufnehmen, ein Volk aus der Sklaverei befreien und das Volk 40 Jahre durch unmenschliche, kaum vorstellbare Situationen und Gefahren führen. Ohne diese Eigenschaft wäre er gescheitert.

In Galater 5,23 wird die Sanftmut als eine Frucht des heiligen Geistes bezeichnet und Jesus fordert uns auf: »Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.« (Mt.11,28+29 ). Sanftmut ist keine Eigenschaft, die uns angeboren ist. Sie ist nicht ein Bestandteil dieser Welt und der menschlichen Natur. Diese Eigenschaft müssen wir uns von Jesus schenken lassen und müssen uns täglich neu darin üben. Nur er kann die Sanftmut in uns reifen lassen.

Die Sanftmut ist eine Folge der beiden ersten Seligpreisungen. Ein Mensch wird sanftmütig, der als ''geistlich-armer'' Bettler, vor Gott steht und aus eigener Kraft nichts mehr schafft. Er hofft auf Gottes Hilfe und Trost. Personen in der Bibel erfuhren, dass in ihrer Schwachheit Gottes Kraft und Stärke zum Ausdruck kommen kann. Wie oft versucht uns Gott an diesen Punkt zu bringen? Und wie oft stehen wir Ihm mit unserem eigenen Wollen, unserer eigenen Kraft und unseren eigenen Versuchen immer noch Weg?! Immer wieder finden wir irgendeine Möglichkeit, es letztlich doch selbst zu deichseln, statt aufzugeben und uns Gott anzuvertrauen. Uns fehlt der Mut, uns in seine Arme fallen zu lassen.

Mose hielt sich an den unsichtbaren Gott, als sähe er ihn! (Hebräer 11,17). Das ist das Geheimnis der Sanftmut. Der sanftmütige Mensch hält sich zurück, aber nicht aus Feigheit oder Schwäche, sondern im Vertrauen auf den starken, unsichtbaren Gott. In Johannes 5, 19 sagt Jesus: »Ich kann nichts aus mir selbst tun« Der Sanftmütige weiß um seine Unfähigkeit und Hilflosigkeit. Er hat es erkannt und darunter gelitten. Darum vertraut er nun Gott voll und ganz. Eigentlich sind Menschen, die nicht aus sich selbst kämpfen und ringen müssen sind beneidenswert glücklich! In der Welt gilt in der Regel aber, dass der Starke gewinnt und man sich selbst helfen muss und die Schwachen gehen zugrunde. Wir werden in unserer Schwachheit, wenn wir den Glauben darin öffentlich bekennen, ausgelacht und spöttisch belächelt. ''Nimm dir heute, worauf du Lust hast und bezahle morgen'' und ''Schau zuerst für dich selbst!'' sind die Einstellungen und Lebenshaltungen unserer Zeit. Die Bibel aber sagt, dass die
Sanftmütigen das Erdreich besitzen werden - und nicht die Aggressiven und Gewalttätigen.

Ich wünsche dir Mut heute sanftmütig zu sein.

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