mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2799 - Sun., 23 May 2010

Pfingsten

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an ''einem'' Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Apg. 2,2-4


Geister- und Gespenstergeschichten gehören zu Freizeiten und Klassenfahrten. Kinder verkleiden sich gerne als Geist bzw. Gespenster, haben aber doch Angst davor. Kinder fragen: Gibt es Geister? Wann sind sie aktiv? Zur Geisterstunde? Was haben sie für eine Aufgabe? Haben Geister etwas mit Geist zu tun? Das Wort ''Geist'' heißt im griechischen ''pneuma'' und ''psyche'', im lateinischen ''spiritus'' und im französischem ''ésprit''. Begriffe, die man schon mal gehört hat. Der Begriff wird in der Philosophie, Theologie, Psychologie und Alltagssprache verwendet. Pneuma bedeutet ''bewegte Luft''. Durch den ''Geist'' haucht Gott den Lebewesen den Atem ein. Allgemein meint „Geist“ das Wahrnehmen und Lernen, das Erinnern und Vorstellen, das Phantasieren und sämtliche Formen des Denkens (Überlegen, Auswählen, Entscheiden, Beabsichtigen und Planen,...). Im Bereich Religion denkt man bei dem Wort Geist an die Seele des Menschen bis hin zu Jenseitserwartungen. Der Geist ist an keinen leiblichen Körper gebunden, sondern er wirkt, von Gott an uns geschenkt, in uns. Der Geist bewirkt im Leben Taten, das die willentlicher, geistiger, sittlicher oder religiöser Art sind.

Im Alten Testament schwebte am ersten Tag der Schöpfung der Geist Gottes über den Wassern (Gen 1,2). Im Neuen Testament wird „Geist“ mit dem griechischen Wort „pneuma“ bezeichnet. Gemeint ist der Geist Gottes, der als „Heiliger Geist“ vom Geist des Menschen unterschieden wird. Dieser Geist Gottes wird als Mittel des göttlichen Handelns angesehen. Der Begriff des Pneuma spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte Jesu. Ohne ihn wäre Jesus nie empfangen und geboren worden( Mt 1,18–20). Durch ihn wird er in die Wüste getrieben, um dort den Versuchungen zu widerstehen (Mk 1,12).Mit seiner Hilfe ist Jesus in der Lage, die Macht des Teufels (Mt 12,28) zu beherrschen.

40 Tage war Jesus nach seiner Auferstehung auf dieser Erde und zeigte sich ''durch viele Beweise als der Lebendige'' (Apg.1,3). Er sprach mit ihnen über das Reich Gottes. Er sagte ihnen auch, dass sie Jerusalem nicht verlassen sollen, damit die bereits im Alten Testament versprochene Verheißung eintreten kann: (Joel 3,1-5) »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. ....Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.« Und so bleiben die Jünger auch zusammen und harren der Dinge, die da kommen sollen. Johannes hat bisher mit Wasser getauft, aber nun sollen sie mit dem Heiligen Geist getauft werden. Die Taufe reinigt den Menschen, tilgt die Sünden und man kann ein neues Leben anfangen. Was bewirkt die Taufe mit dem Heiligen Geist? Jesus gibt eine vorläufige Antwort: ''aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.'' (Apg. 1,8)

Das Pfingstwunder (Apg 2,1-13)
''Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen....''
Petrus ist dann quasi spontan der Erste, der anfängt, von Jesus weiter zu erzählen (Apg 2,14-36). Er sagt, dass die Leute nicht betrunken sind. Petrus schildert in kurzen Sätzen das Leben Jesu. Er erinnert sie an die Taten, die Jesus ausgeführt hat und die sie selber beobachtet haben. Er spricht aber auch etwas Unangenehmes an: die Kreuzigung durch die Menschen. Er zeigt ihnen die Macht Gottes auf, indem er die Auferstehung von den Toten bedenkt. Jesus hat alles Geschehene angekündigt. Petrus bekennt Jesus öffentlich und stellt sich als Redner für die Jünger dahin, wenn er sagt, dass sie alle Zeugen seien. (Apg. 2,32). Jesus wurde durch Gott zum Herrn und Christus gemacht. Genau das alles ist es, was Petrus auf dem Herzen liegt. Es gibt einen Satz: ''Wes des Herz voll ist, davon geht der Mund über.'' Petrus wird uns in der Bibel als ein sehr spontan handelnder Mensch vorgestellt. Der Heilige Geist brennt so stark in ihm und so kann er auch jetzt nicht anders, als von der Sache zu erzählen. Wir kennen das sicher von uns. Was unser Herz füllt, davon müssen wir einfach erzählen - egal ob Schönes oder Trauriges. Schönes erzählen wir gerne weiter. Trauriges eher nur den Menschen, denen wir vertrauen. Erzählen wir auch gerne überall und bei jedem von Jesus weiter oder gibt es Hemmschwellen, wo wir uns bedeckt halten und die von uns gewählte Zugehörigkeit an Jesus verstecken, obwohl wir uns täglich immer wieder neu daran erfreuen, dass wir sie erwählt haben? Wie spontan ''sprudelt'' es aus uns heraus und wir bekennen uns zu Jesus, egal welche Folgen es haben könnte? Wie oder was bewirkte der Heilige Geist in uns? (Röm. 8,2) Lassen wir uns vom Geist Gottes im Alltag leiten? (Gal. 5,16f) Erwarten wir Kraft, Ideen, Geduld, Liebe... durch den Heiligen Geist? Noch ein nachdenkenswertes Wort von Plutarch: „Der Geist ist nicht wie ein Gefäß, das gefüllt werden soll, sondern wie Holz, das lediglich entzündet werden will.“

Möge der Geist heute in dir und durch dich heute wirken.

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