mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2757 - Sun., 11 Apr 2010

Fremde

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Eph 2,19


Im Urlaub reist man gerne in die Fremde, um andere Länder, Menschen, Kulturen und Traditionen kennen zu lernen. Man weiß, dass man wieder in seine alte Heimat zurückfahren wird, in der einem alles bekannt und vertraut ist. Entweder will man im Urlaub Erholung vom Alltag haben oder etwas Spannendes oder auf Studienreisen etwas Neues erfahren.

Die wenigsten Menschen haben sicherlich in ihrem ganzen Leben nur an einem Ort und in einem Haus gelebt. Das Leben erfordert manchmal einen Wohnungs- oder / und Ortswechsel. Alle Sachen müssen in Kisten verpackt werden und mancher nutzt die Gelegenheit, um damit auch alte oder selten benutzte Sachen auszumisten und weg zuwerfen. Mit dem Wohnungs- und Ortswechsel trennen wir uns aber nicht nur von alten Sachen, sondern auch von der gewohnten Umgebung, in der wir uns heimisch fühlten. Gewohnte Wege gehen zu ende. Wir lassen unter Umständen liebe Freunde zurück und können sie nicht mehr sehen und uns mit ihnen regelmäßig treffen. Die Entfernung reicht für ein Telefonat oder einen geplanten Besuch. Bekannte Ämter; Geschäfte, Freizeitmöglichkeiten ... alles das lassen wir zurück.

In der Fremde kommen wir an. Für uns ist alles neu und ungewohnt. Die Wohnung / das Haus muss eingerichtet werden. Es gibt vieles zu entdecken und zu erforschen. Ämter und alltägliche Geschäfte müssen gefunden werden. Der Weg zur Arbeit wird ausprobiert. Notfalls könne wir fremde Menschen um Hilfe, Rat und Auskunft bitten. So sieht der aktive Teil in der Fremde aus.

Wie sieht es in uns aus? Sehnsucht zum Bekannten kommt auf, weil wir in der Fremde keinen kennen und uns einsam fühlen. Man fühlt sich alleine und verlassen, besonders wenn man kaum noch oder keine Familie mehr hat und die Freunde einem dadurch besonders fehlen. Nichts ist irgendwie eingerichtet. Alles muss neu hergerichtet werden. Gefühle zu Altem verblassen aber mit der Zeit und Neues wird aufgebaut, indem wir uns auf den Weg machen und neue Leute kennen lernen. Unser Bekanntenkreis beginnt und wächst mit jedem Kontakt. Langsam kommt das Einrichten, das Wohlfühlen und es bilden sich bekannte Wege. Die Einsamkeit und das Gefühl des Verlassen-seins nimmt ab und ein Angenommen-sein stellt sich ein.

So kann es uns auch im Glauben ergehen. Wir erkennen, dass wir neue Wege gehen sollen oder wir erkennen, dass wir überhaupt mit Jesus gehen wollen. Dafür müssen wir aber auch Altes und Bekanntes hinter uns lassen und aufgeben. Wir wollen vielleicht bewusst auf Dinge verzichten, weil wir einsehen, dass sie nicht mehr in das neue Leben passen. So misten wir auch (bewusst) im Leben aus. Die alten ausgetretenen Wege verlassen wir gerne oder ungern und gehen unsicher in das fremde neue Leben. Ändern wir unsern Lebensstil und beginnen Jesus als unsern Begleiter zu haben, wissen wir überhaupt nicht, was auf uns zukommen wird - wie ein Leben mit Jesus aussehen kann. Wir gehen sehr unsicher und ungewiss in eine fremde Zukunft. Kennen wir bereits das Leben mit Jesus, wissen wir in etwa, wie ein Leben mit Jesus aussehen kann und was man mit ihm erlebt. Nun aber steht eine neue Wegrichtung an und auch da stellt sich eine Unsicherheit ein. Aber, wir haben bereits Erfahrungen mit Gottes Führung gemacht und wissen, dass er uns nicht alleine lässt und uns auf dem Weg, der vor uns liegt, begleiten wird.

Egal, ob wir aber bereits Erfahrungen mit der Begleitung von Jesus gemacht haben oder wir neu uns die Erfahrungen einlassen, so sagt die Bibelstelle, dass wir nie Fremdlinge sind, die sich bei Jesus einsam und allein fühlen müssen. Wir sind sofort so bei Jesus angenommen, wie wir sind und wir werden direkt in das Leben mit ihm hinein genommen. Wir sind Hausgenossen Jesu und Mitbürger. Wir sind ein wichtiger Teil des Hauses und Jesu ist der Schlussstein, der alles zusammenhält und trägt.

Einen gesegneten Tag

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