mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2715 - Sun., 28 Feb 2010

Eckstein

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

Ps 118,22


Der heutige Vers ist einer der sehr bekannten Sprüche, doch viele Menschen wissen nicht, was er bedeutet und auch nicht, dass er aus der Bibel stammt. Auch ich musste erst einmal bei Matthäus, wo Jesus diesen Satz zitiert nachschauen, wo das Original im Alten Testament zu finden ist.

Dieser Satz zeigt wieder einmal, wie umfassend das Alte Testament ist. Prophezeiungen finden wir nicht nur in den Büchern der Propheten, sondern auch hier in den Psalmen.

Um die Bedeutung dieses Verses zu verstehen, muss man erst einmal wissen, was der Eckstein ist. Es ist nicht nur ein beliebiger Stein, der in der Ecke eines Gebäudes sitzt, nein er ist der Anfangsstein, auf den das ganze Haus ausgerichtet wird, der es trägt und sozusagen das Fundament bildet. Für diesen Eckstein nahm man immer einen besonderen Stein, der groß und stabil war, um das Haus zu tragen. Die Bauleute nahmen hierfür also nicht irgendeinen Stein. Viele wurden verworfen, bis man endlich den richtigen fand.

Wer weiß, dass dieser Vers in der Bibel steht, wird wahrscheinlich schon vermuten, dass es hier nicht um architektonische Lehre geht, sondern dass dieser Spruch übertragen betrachtet werden muss.

Also ist nicht schwer zu vermuten, dass mit diesem Stein Jesus gemeint sein soll. An ihm sollen wir uns ausrichten, er ist das Fundament seiner Gemeinde. Er ist es, der sie trägt und ohne den sie keinen Halt mehr hätte und zerstört würde.

Zur Zeit des Alten Testaments gab es aber natürlich noch keine christliche Gemeinde. Es gab aber das ausersehene Volk Israel, aus dem der Messias stammen sollte. In diesem Volk gab es nun viele klerikale Gruppen, die auf die Rechtschaffenheit des Glaubens achteten. Da waren zum einen die Priester aus dem Stamme Levi, da waren aber auch die Pharisäer, Sadduzäer und einige andere Gruppen. Sie achteten sehr darauf, dass alles nach den Gesetzen des Alten Testamentes ablief. Und dort war auch der Messias verheißen, der Retter des Volkes Israel. Auf ihn warteten sie alle.

Und dann kam er, der Zimmermanns Sohn aus Bethlehem, ein kleiner Wanderprediger. Und er behauptete, er sei der, auf den alle gewartet haben. Da Volk Israel hatte schon viele Könige und Propheten gehabt - und diese schienen größer gewesen zu sein als er, dieser Jesus, der aus dem Nichts kam. Sie erwarteten doch den großen Herrscher, den König, der das ganze Volk befreien sollte. Und so konnte man doch diesen Jesus nur verwerfen.

Doch auch, wenn Israel ihn verwarf, weil es ihn nicht verstand, so wurde er doch der Grundstein, der König eines großen Reiches - des Reiches der Himmel. Nicht, wie die Juden es erwarteten, als irdischer Herrscher kam er zu uns - nein, als Herrscher unserer Herzen und König in Gottes himmlischen Reiches kam er.

Lässt du ihn auch zum Grundstein für dein Leben werden?

Ich wünsche dir noch einen gesegneten Tag.

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