mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2656 - Thu., 31 Dec 2009

Du bist auf dem Fundament geblieben

Und du hast Ausdauer, und um meines Namens willen hast du getragen und bist nicht müde geworden.

Offenbarung 2, 3


Wie wir aus dem Vers davor ersehen können, spricht Jesus hier zur Gemeinde und sagt, dass Er ihre Werke kennt. Sobald jemand gläubig geworden ist durch die Gnade Gottes, beginnen die Werke zu zählen. Ohne Glauben ist jeder verloren und seine Werke sind kraftlos, wertlos und sinnlos, denn sie kommen aus einem unbekehrten, rebellischen Herzen. Wenn wir jedoch in Seiner Gemeinde sind, also von Gott wiedergeboren, dann beginnen unsere Werke zu zählen. Nun sehen wir, was für unseren Herrn Jesus wichtig ist, was bei Ihm zählt.

Du hast Ausdauer. Wörtlich müssten wir übersetzen: Du bist ausdauernd gewesen. Noch besser wäre hier wohl: Du bist auf dem Fundament geblieben. Das ist es nämlich, woher das griechische Wort kommt: Basis. Auch das deutsche Wort Basis hat diesen Ursprung, es bedeutet: „einen Schritt machen und da fest stehen bleiben“. Es ist wichtig, dass wir den einen Schritt tun, von unseren eigenen Vorstellungen der Welt, von Gott, vom Menschen, von der Schöpfung, etc. hin zu dem, wie Gott es sich ausgedacht hat. Das soll nämlich unser Fundament, unsere Basis sein. Diesen Schritt muss jeder von uns selbst gehen, niemand kann ihn uns abnehmen. Zu viele Leute wanken unsicher hin und her zwischen ihren eigenen Vorstellungen, Wünschen, Träumen und dem, was die Bibel lehrt. Hier müssen wir die Basis finden, und zwar die einzige, die wirklich sicher ist: Gottes Wort, die Bibel. Nur das, was darin steht, ist wirklich sicher und gewiss. Alles andere ist unsicher, vergänglich, nichtig. Nur wenn wir das zu unserer Basis machen, was Gott zur Basis gemacht hat, können wir in unserem Leben etwas bewirken, was Bestand hat. Es sind nicht nur „ein paar Grundlagen, die zählen“ oder „ein paar wenige Grundwahrheiten“, nein, es ist viel mehr. Wir müssen die ganze Bibel, Vers für Vers, im Lichte der ewigen Göttlichkeit sehen. Nur dann ist unser Fundament stabil. Wo unsere Lehre auch nur einem Vers im Kontext der gesamten Bibel widerspricht, bauen wir auf Sand. Und wenn wir andere so lehren, sind wir es, die dafür sorgen, dass auch sie auf Sand bauen. Deshalb sollen auch nicht viele Lehrer sein, denn Lehrer des Wortes werden ganz besonders streng beurteilt von unserem Herrn.

Um meines Namens willen hast du getragen und bist nicht müde geworden. Die Gemeinde hat sich um des Namens des Herrn willen abgerackert bis fast zu geht-nicht-mehr. Das bedeutet es wirklich. Hier ist das stärkste Wort für „hart arbeiten“ gebraucht, das es im Griechischen gibt. Sie haben das Wort Gottes gelehrt, haben evangelisiert, haben alle „Apostel“ genau geprüft, haben sich bespucken und beschimpfen lassen, ja, manche sind dafür auch ins Gefängnis und in den Tod gegangen. All das gab es in Ephesus. Sie haben gearbeitet, gekämpft, gelitten, und das wohl bis kurz vor dem Umfallen. So kam dieser Brief auch zur richtigen Zeit, er sollte sie ermutigen, weiter dran zu bleiben und wieder zur ersten Liebe zurückzukehren. Die Epheser haben sich nicht müde machen lassen von all den Fallstricken des Feindes, von Satan, und deshalb konnten sie auch so viele Jahre dranbleiben. Sie wussten, wie der Feind der Seelen handelt, wie er versucht, sie müde und verwirrt zu machen mit falschen Gefühlen, Depressionen, falschen Aposteln, die zwar Wunder tun konnten, doch nicht von Gott gesandt waren, falsche Ökumene-Bewegungen, alles prüften sie und waren um die Reinheit der Gemeinde bemüht.

Auch heute haben wir in den Gemeinden mit denselben Problemen zu kämpfen. Der Feind ist derselbe geblieben. Seine Strategien sind immer noch genau die selben. Nur sind wir anscheinend blind dafür geworden, welches unsere Basis, unser Fundament sein sollte. Unser eigenes Wohlergehen und unsere eigene, persönliche Ehre ist uns wichtiger geworden als die unseres Herrn und Retters und Seiner Gemeinde.

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