mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2632 - Mon., 07 Dec 2009

Mündiger Glaube

''Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar''.

Kolosser 2, 6-7


Der Kurs den wir als Christen einschlagen, führt immer zum Heil, zu Gott, zu Jesus Christus und dem Evangelium. Wäre es nicht so, würde das bedeuten, wir sind auf etwas anderem gegründet als auf die Vergebung der Sünden. Wenn wir auf die Meinung und Erkenntnis von Menschen hören würden, und angewiesen wären, könnte unser Glaubensweg zu einer unüberwindbaren, in sich uneinigen Odyssee werden, die uns aus jedem Gleichgewicht bringt, wie sehr wir uns auch mühen würden. Im von Gott aus Gnade verliehenen Glauben, verbunden mit der ewigen Vergebung der Sünden, steckt sozusagen schon die Zielrichtung mit drin. Der unsichtbare Gott hält alle Fäden der Erlösung in seiner Hand. Das ist nicht unser Werk, sondern Gottes Versprechen. In 1. Petrus 1, 8-9 lesen wir: ''Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit''. Wir werden das Ziel unseres Glaubens erlangen, weil Gott es so will und dafür sorgt. Menschen täuschen sich und auch wenn sie noch so anerkannt und menschlich autorisiert sind, sie haben es nicht im Griff eine Richtung vorzugeben oder dafür zu garantieren, daß das Ziel erreicht wird. Ein mündiger Christ weiß das. Er verlässt sich nicht auf Menschen oder Institutionen oder lässt sich durch kluge Worte blenden. In Kolosser 2,8 steht entsprechend: ''Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus''. Jeder Christ hat ein bestimmtes Maß an Gaben und Glauben erhalten (Epheser 4,7). Das hat Gott souverän so entschieden und wir tun gut daran dies anzuerkennen. Falsche Lehren und nach Macht strebende Christen sind nämlich meist genau solche Zeitgenossen, und werden von solchen Menschen verbreitet, die ihr Maß nicht kennen oder wahrhaben wollen. Wer nur immer nach Höherem strebt, und dabei seinen eigentlichen Dienst vernachlässigt oder ignoriert, ist nicht nur unmündig, sondern schädlich für die Sache Gottes, weil er Irrlehren verbreitet und denkt Gott steht dahinter.

Man muss sicherlich auch zu einem Dienst berufen sein und zugerüstet werden. Hier sind die Glieder einer örtlichen Gemeinde auch gefordert, Gaben und Menschen zu sehen und diese zu ermutigen und zu fördern. Ein mündiger Christ ist auch einer, der in der Lehre fest gegründet ist und der weiß, daß man seine Erfahrungen machen muss um von der Theorie in die Praxis des Glaubenslebens zu kommen. Es gibt da keine Abkürzungen, und je mehr man sich auch selbst kennt, desto klarer wird auch, von was man erlöst wurde, und wie groß die Gnade und Liebe Gottes doch ist. In Epheser 4, 11-14 schreibt Paulus: ''Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen''. Es gibt eine falsche Sicherheit, die mehr Schaden anrichten kann als Gutes zu tun (wenn man seine Grenzen nicht akzeptiert) und es gibt aber auch eine falsche Ängstlichkeit (wenn man seine Grenzen selbst zu schnell zieht), wenn man also unter seinen Möglichkeiten bleibt, weil man denkt, andere wären besser geeignet. Das stimmt nicht immer. Als Christ, der sich selbst kennengelernt hat und für den die Bibel kein Buch mit ''sieben Siegeln'' ist, schaut man nach vorne und nicht ständig zurück. So jemand kann auch unterscheiden zwischen dem, was biblisch ist und was nicht, was Lehre der Welt ist und was von Gott kommt. In Hebräer 5, 13-14 werden wir ermahnt und gleichzeitig aufgeklärt: ''Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind. Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können''. Nicht zuletzt ist ein weiteres Kennzeichen eines gereiften Christen, daß er lieben kann (nicht nur seine Freunde) und weiß was Liebe ist - nämlich das Band der Vollkommenheit (Kolosser 3,14). Seid gesegnet!

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