mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 1961 - Tue., 05 Feb 2008

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Und Jesus predigte ihnen lange durch Gleichnisse. Und in seiner Predigt sprach er zu ihnen: Höret zu! Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen. Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel unter dem Himmel und fraßen's auf. Etliches fiel in das Steinige, da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, verdorrete es. Und etliches fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht: Und etliches fiel auf ein gut Land und brachte Frucht, die da zunahm und wuchs; und etliches trug dreißigfältig und etliches sechzigfältig und etliches hundertfältig. Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Markus 4, 2-9


Neulich, als ich auf den Beginn des Gottesdienstes wartete, setzte sich neben mich eine ältere Dame. Sie lächelte und meinte „Wissen Sie, ich setze mich immer neben einen jüngeren Menschen, weil ich so schwerhörig bin und dann nicht verstehen kann, welches Lied gerade angesagt wird.“

Ich lächelte zurück und meinte: „Ach, wissen Sie, gerade wir Jungen sind oftmals so schwerhörig, weil uns einfach zuviel auf die Ohren kommt.“

''Wer Ohren hat zu hören, der höre!'' Aber was müssen wir nicht alles hören, an Informationen annehmen, wie viel Schreckliches verarbeiten und in uns aufnehmen. Manchmal glaube ich, es ist viel mehr, als unsere Seele verkraften kann.

Dennoch: ''Wer Ohren hat zu hören, der höre!'' sagt Jesus immer wieder. Doch unser gestörtes Hörvermögen verhindert so manches Mal das Gespräch mit Gott, Hören und Reden. Dabei redet Gott eigentlich ganz klar, direkt und persönlich, wenn wir nur z.B. in der Bibel lesen und es zulassen, dass sein Wort unser Herz erreicht.

Mit seinem Wort wurde uns ein fester Anker gegeben, um in unserer Welt, wo wir so oft geschüttelt werden, nicht unterzugehen.

Wenn der Anker eines Schiffes im Meeresgrund hält, gibt er diesem Schiff einen festen Halt gegen Wind und Wellen, so dass es an der Küste oder Klippen nicht zerschellen kann. Der Anker hält tief im Grund, er gräbt sich richtig ein. Nur so kann er das große Schiff halten.

Meine kleine Tochter hält sehr gerne ihren Teddy fest im Arm, und der Teddy gibt ihrer Kinderseele Halt.

Auch unsere Seele braucht so einen Halt, braucht so einen Anker.

Sein Wort, sein Anker hilft uns, im Sturm des Alltags bestehen zu bleiben. Doch es liegt schon an uns, ob wir diesem Anker unser Vertrauen schenken, um damit nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren.


Gott, bitte segne meine Ohren,
daß sie DEINE Stimme zu hören vermögen,
daß sie hellhörig seien für DEIN Wort,
daß sie verschlossen seien für den Lärm und das Geschwätz,
aber das Unbequeme nicht überhören.

Gott, bitte segne meinen Mund,
daß er dich bezeuge,
daß nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört,
daß er heilende Worte spreche,
daß er Anvertrautes bewahre.

Gott, bitte segne mein Herz,
daß es Wohnstatt sei deinem Geist,
daß es Wärme schenken und bergen kann,
daß es reich sei an Verzeihung,
daß es Leid und Freude teilen kann.

Amen

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