mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 1830 - Thu., 27 Sep 2007

Gute Demut

''Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. Du bist gütig und freundlich, lehre mich deine Weisungen. Die Starken erdichten Lügen über mich, ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle. Ihr Herz ist völlig verstockt; ich aber habe Freude an deinem Gesetz. Es ist gut für mich, daß du mich gedemütigt hast, damit ich deine Gebote lerne.''

Psalm 119, 67-70


Wer bedankt sich schon für eine Demütigung? Meistens ist es ja genau das, was wir unbedingt vermeiden wollen. Und wenn dann noch andere mitbekommen, daß man gedemütigt wurde, möchte man nur noch im Boden versinken. Aber ein Christ kann anders handeln und er will es auch. Es ist nichts peinlich oder verwerflich von dem, was wir im Glauben und mit Danksagung von Gott empfangen - selbst wenn es eine Lektion und eine Demütigung ist (1. Timotheus 4,4). Der Psalmist stellt Gottes Güte und Freundlichkeit in den Vordergrund - also seine guten Absichten. Davon dürfen wir immer ausgehen. In Psalm 34,9 schreibt König David: ''Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!'' Unsere Lebensumstände lehren uns den Wert von Gottes Worten und Geboten - es sind heilsame Lehren (1. Titus 2,1). Manchmal ist man richtig erstaunt darüber, wie gut das Leben funktionieren kann (innerlich wie äußerlich) wenn uns Gottes Gebote wirklich wichtig sind und tatsächlich am Herzen liegen. Es soll uns nicht unbedingt immer leicht fallen für unangenehme Erfahrungen Gott zu danken. Es macht sicherlich kaum einen Sinn gebetsmühlenartig aus dem größten Frust heraus ''Halleluja'' zu rufen und gute Miene zum scheinbar bösen Spiel zu machen. Es ist in Ordnung uns einzugestehen daß Niederlagen schmerzen, falsche Entscheidungen entmutigen, Erfolglosigkeit unruhig macht und Schläge uns mitunter wütend werden lassen. Wer meint darüber zu stehen, und alles stets gleichmütig herunterschlucken und verdauen zu können, ist nicht ehrlich.

Wie schnell sagt man: ''Kein Problem!'' - aber ist so eine Demutsäußerung immer positiv? Wer grundsätzlich nirgends Probleme sieht, irrt im gewissen Sinne auch. Demut heißt nicht Verdrängung oder Blindheit. Es kommt hierbei immer auf meinen Blickwinkel und meine Einstellung an. Lässt dein Charakter es zu auch einmal zu verlieren und zu versagen? Siehst du ein, daß manches Missgeschick viel eher Bewahrung statt einer Pleite ist? Oder fühlst du dich in solchen Momenten grundsätzlich ungerecht behandelt? Muss nicht jede Investition einen Ertrag bringen und den Einsatz rechtfertigen? Ja, aber manchmal anders als wir denken - Gott redet mit! Was ist wichtiger für uns zu lernen? Die Gesetze der Welt (''Friss oder stirb'') oder die Gesetze Gottes (''Heilsame Lehren'' - 2. Timotheus 1,13) ? Irren ist menschlich - das stimmt tatsächlich, aber im Irrtum beharren ist viel schlimmer und dümmer! Opfern wir Gott unseren aufrichtigen Dank für seine gute Erziehung (Psalm 50,23) - auch gerade dann, wenn uns nicht danach zumute ist. Gott sagt uns ''Kopf hoch!'' und meint es auch so (Psalm 27,6). Wir sollen in allem IHN suchen und müssen uns nicht verstecken, egal was auch schief gelaufen ist. Gott kann auch auf krummen Zeilen gerade schreiben - auch in deinem Leben... :-)

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