mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 1737 - Tue., 26 Jun 2007

Suche nach Liebe

''Jesus spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht geantwortet: Ich habe keinen Mann. Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt.''

Johannes 4, 16-18


Jesus Christus war ein in allen Belangen außergewöhnlicher Mensch. Alles was er tat, hatte einen tiefen Sinn und was er sprach, waren ''Worte des ewigen Lebens'' (Johannes 6,68). Viele Dinge, die Jesus damals bei den einzelnen Menschen ansprach, betreffen auch uns - hier und heute. Die Frau aus Samarien, die am Brunnen Wasser schöpfte, ist ein Beispiel dafür. Versuchen wir uns ein wenig in die Lebenssituation dieser Frau hinein zu versetzen. Sie war eine Ehebrecherin! Auf den ersten Blick ist uns das Verhalten dieser Frau unverständlich und wir verachten das, was sie getan hat. Sie hat ohne Zweifel Schuld auf sich geladen. Aber was trieb sie an? Nur die pure Lust? Die Hoffnung auf Reichtum? Erfüllung durch Abwechslung? Freie Liebe? Ich denke diese Frau charakterisiert eines der größten existentiellen Probleme unserer Zeit: Die verzweifelte Suche nach wahrer Liebe! Wie geht Jesus mit ihr um? Er entlockt ihr zuerst die Fakten: ''Ich habe keinen Mann!'' Wieso sagt sie das? Sie hatte einen Mann als Liebhaber, der aber bereits verheiratet war! Jesus wusste das, in dem er feststelle: ''...der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann...'' (Johannes 4,18). Diese Frau irrte quasi in ihrem Gefühlsleben ziellos umher und rannte von einer Beziehung zur nächsten und hat vermutlich immer ''verbrannte Erde'' hinterlassen und sich selbst und anderen seelischen Schaden zugefügt. Das Wasser was sie trank im eigentlichen und übertragenen Sinne machte sie nicht glücklich und stillte ihren seelischen Durst nicht! Als ihr Jesus von einem Wasser erzählte, was einen in Ewigkeit nie mehr dürsten lässt, wird sie hellhörig (Johannes 4,14). Sie fühlte sich sofort angesprochen denn sie hatte großen Durst! Durst nach wahrer, beständiger Liebe, nach Wahrheit und Frieden, nach Vergebung und einem Neuanfang, nach innerer wie äußerer Ordnung und Hoffnung die sich erfüllt. Geht es heutzutage nicht auch vielen Menschen genau so? Vielleicht auch gerade dir? Rennen wir auch von Pontius nach Pilatus und von Sodom nach Gomorra um zum Frieden und zur Befriedigung unserer Seele zu gelangen? Irren wir nicht auch manchmal ziellos umher um irgendwie zum Erfolg und zur Erfüllung unserer Sehnsüchte zu kommen?

Gehen wir im zwischenmenschlichen Bereich manchmal auch über Leichen? Über Beziehungsleichen? Diese Frau am Brunnen war gläubig! Sie wusste daß der Messias kommen sollte und berief sich auf ihre Väter (5. Mose 12,5). Christen sind nicht automatisch bessere Menschen mit einer höheren Moral als andere. Auch sie vergessen in der Praxis manchmal, daß sie allein in der Beziehung zu Jesus Christus, die Liebe und Gnade finden können, die sie brauchen um innerlich wie äußerlich im eigentlichen Sinne zu leben. Wir sollen vor allen anderen Dingen nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit trachten (Matthäus 6,33). Was wir dann noch zum Leben brauchen, gibt uns Gott noch obendrauf. Die Quelle des Wassers, welches nicht mehr durstig macht, ist die Liebe Gottes - es ist allein die Liebe Gottes! Ob es nun viele Beziehungen sind die einer meint suchen und eingehen zu müssen auf Kosten anderer, oder ob ich mich auf andere Dinge einlasse um ''meines eigenen Glückes Schmid'' sein zu wollen, ohne Gott werde ich nicht glücklich und renne immer nur tiefer in die Welt hinein und versinke in meiner falschen Lebenslust. Ohne Gottes Segen werden wir nicht glücklich! Dann sind wir wie ein Faß ohne Boden und kommen nie zur Ruhe und zum Frieden, egal was wir alles anstellen um es zu versuchen! Darum gelten die Worte Jesu sowohl für die Frau am Brunnen als auch für uns: ''Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet'' (Johannes 4, 25-26). Halten wir uns an die Worte Jesu und beweisen dadurch, daß wir die Liebe dort suchen, wo sie daheim ist - bei Gott (1. Johannes 5,3)!

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