mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 1654 - Wed., 04 Apr 2007

Machtmenschen

''Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich loszugeben, und Macht habe, dich zu kreuzigen? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben her gegeben wäre. Darum: der mich dir überantwortet hat, der hat größere Sünde. Von da an trachtete Pilatus danach, ihn freizulassen.''

Johannes 19,10-12


Es gab und gibt Menschen, die weltlich gesehen über anderen stehen. Manchmal fragt man sich, wie es dazu kommt? Und vielleicht kommen einem als Christ auch manchmal Gedanken in den Sinn, ob sich nicht manche Dinge hätten verhindern lassen können, wenn bestimmte Personen keine Macht gehabt hätten? Hier stoßen wir an unsere Grenzen! Es gibt aber Bereiche, die betreffen nur mich selbst und Bereiche, die haben globalere und weitreichernde Folgen. Was persönlicher Natur ist, steht in meiner eigenen Verantwortlichkeit. Heute habe ich in einer Boulevardzeitung gelesen, daß eine bekannte, sehr attraktive Schauspielerin es genießt durch ihr Äußeres Macht zu haben über Männer. Sie unterstützte diese Aussage mit dem Kommentar: ''Wenn Männer einem verfallen, bekommt man, was man will.'' Auch das ist eine Form von Macht! Menschen die vermögend und finanziell unabhängig sind, verfügen auch über eine gewisse Macht. Sie sind von keinem Arbeitgeber abhängig und müssen nur arbeiten wenn sie wollen. Sie müssen scheinbar keine Rücksicht nehmen oder aufpassen was sie sagen. Wie verhalten sie sich? Warum jeder Mensch so ist und das darstellt, was er ist oder in späteren Zeiten sein wird, ist kaum nachzuvollziehen. Es ist einfach so. Man kann sich nicht herausssuchen welche Eltern man hat und in welchem Land man geboren wird oder wie intelligent man ist und vieles mehr. Alles Zufall? Ich denke und glaube, daß es hier so ist wie im Gleichnis mit den anvertrauten Zentnern (Matthäus 25,14-30). Also der Frage, wie ich mit dem umgehe und arbeite was mir gegeben wurde! Bei Pilatus war es so, daß er politische Macht hatte und dies auch klar erkannte und Jesus damit konfrontierte. Daß er die Richtigkeit der Worte Jesu verstanden hatte, zeigte seine Absicht, Jesus freilassen zu wollen.

Letztlich gab er aber dem Druck der dämonisierten Masse nach. Der Teufel hat keine Macht über Jesus und Gott ließ nur das zu, was geschrieben stand über ihn in den Propheten (Johannes 14,30-31). Wie ist das bei uns? Lassen wir uns vereinnahmen gegen unseren Willen? Werden wir ausgenutzt aufgrund unserer Gaben, unserer Macht und unseres Einflusses? Lasse ich das bewusst oder unbewusst zu? Spiele ich mit den Gefühlen anderer nur weil ich gut aussehe? Gott gibt jedem Menschen gewisse Macht oder erlaubt es Karriere zu machen oder in eine Aufgabe hinein zu wachsen mit der Zeit. Aus dem was dann passiert und wie ich damit umgehe, kann (sollte) man etwas lernen. Kann ich dankbar sein in aller Demut und Erkenntnis über den Ist-Zustand? Oder ist zu befürchten daß ich über mich höher denke, als es mir gut tut (Römer 12,3)? Auch mit dem Glauben verhält es sich so! Es gibt ein ''Maß des Glaubens''. Und je mehr Glauben und auch Gaben einer hat, desto mehr steht er vor Gott und den Menschen auch in der Verantwortung. Wir müssen keine Bedenken haben vor guten Dingen, aus Angst sie könnten uns zu sehr beschweren. Aber wir sollten wissen woher sie kommen und daß wir kein Recht haben uns über andere zu stellen. Wir sollen unsere Macht nicht schamlos ausnutzen und nur an uns selbst denken. Dies geschieht leider nur zu oft in der Welt, aber als Christen dürfen und können wir anders sein. Selbstgefälligkeit ist der Bruder des Egoismus und die Schwester des Unglaubens. Dankbarkeit und die richtige Einstellung zeigt sich auch im Dienst und der praktischen Hilfe am Nächsten.

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