mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 1264 - Fri., 10 Mar 2006

Der Streik

''Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, die so groß ist.''

Psalm 25,11


Seit gut fünf Wochen wird im öffentlichen Dienst in ganz Deutschland gestreikt! Nun, das ist das Recht der Arbeiter wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Zwischendurch habe ich mich aber auch gefragt, wie wir oftmals Recht und Unrecht sehen und einschätzen? Insgesamt jammern wir wohl doch auf hohem Niveau und sind überempfindlich, wenn es darum geht, eventuell übervorteilt zu werden oder unter Wert davon zu kommen. Jetzt stellt euch einmal vor, Gott würde in den Streik treten! Fünf Wochen! Das wäre unser Ende und jede Hoffnung wäre vergebens. Wenn Gott auch nur einen Millimeter von seiner Gnade und Geduld abweichen würde, wäre es aus mit uns! Und das nicht erst nach fünf Wochen oder fünf Tagen, selbst fünf Stunden oder fünf Minuten wären zuviel. Wir sind ohne Gott einsam und elend (Psalm 25,16). ER allein ist unsere Gerechtigkeit und es ist besser von Menschen übervorteilt zu werden als von Gott verlassen zu sein und sein Haus auf Sand zu bauen (Matthäus 7,26). Hätte Gott denn das Recht sich von uns abzuwenden? Diese Frage solltet ihr euch selbst beantworten. Wer vertritt die Interessen von uns Menschen gegenüber Gott? Brauchen wir da auch eine Art Gewerkschaft? Eine Organisation, die die Bedingungen und Voraussetzungen für eine weitere Zusammenarbeit tariflich regelt?

Ich glaube das wäre sehr hochmütig. Zumal Gott ja nicht unser Arbeitgeber ist sondern unser Schöpfer und Erlöser. Er bezahlt uns nicht dafür, daß wir leben und wir bezahlen ihn nicht dafür, daß er uns erschaffen hat. Und doch sind wir Gott eines schuldig: Buße und Glaube (Apostelgeschichte 17,30). Wir werden auch nicht dafür bestraft daß wir schuldig sind vor Gott, sondern (wenn es so ist) dafür, daß wir nicht an die Gnade und Vergebung geglaubt haben. Dann wären wir nämlich diejenigen, die vor Gott in den Streik getreten sind. Durch eine Verweigerungshaltung gegenüber seiner Existenz, Liebe und Gnade hätten wir jedes Recht des Protestes (und nebenbei eines sinnvollen, zielorientierten Lebens) verloren. Die Konsequenz wäre die ewige Verdammnis (Philipper 3,18-19). Eines zeichnet Gott glücklicherweise aus: Beim König aller Könige gilt: Gnade vor Recht! Gott räumt unseren Lebens(müll) weg. Gott streikt nicht! Was bei Menschen manchmal (oder immer) unmöglich ist, ist möglich bei Gott (Matthäus 19,26). :-)

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