Gewinner einer Krise? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 25. Jun 2024)

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Andacht Archiv-Nr. 7946

für den 25. Jun 2024 - Autor:

Gewinner einer Krise?

''Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.''

Matthäus 6,24 *©*
 

Vor ein paar Jahren stand in der Zeitung in fetten Lettern: ''Psychologen und Scheidungsanwälte sind die Gewinner der Finanzkrise''! Ich finde es deprimierender zu so einer Erkenntnis zu kommen, als in einer Finanzkrise zu stecken. Umgangssprachlich sagt man: ''Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt''. Vielleicht ist da sogar etwas dran? Es ist ja in der Welt tatsächlich so, daß Geld die Leute freundlicher, entspannter und offener macht. Das muss ja an für sich nicht verkehrt sein, solange man darin nicht seine Lebensversicherung vor Gott sieht. Immerhin steht auch in der Bibel in Lukas 16,9: ''Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten''. Die Frage ist eben nicht wie viel Geld ich habe oder auch verliere, sondern daß ich es als ein ''anvertrautes Gut'' sehe und damit Gutes tue und es nicht vor allem für mich selbst verschwende. Gott ist unser Freund und was wir (auch) mit Geld positiv umsetzen und ermöglichen, und was für Andere einen Wert hat, das tun wir indirekt auch für Gott. Und zwar in dem Sinne wie wir es in Matthäus 25,40 nachlesen können: ''Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan''. Wir sollen Geld als das sehen, was es ist: Ein ungerechter Mammon! Und wenn wir darüber nachdenken, ist es ja auch hundertprozentig zutreffend. Die schlimmsten Tyrannen haben oft das meiste Geld und die gottlosesten Menschen leben in Saus und Braus und einige lassen nur andere für sich arbeiten, kassieren aber reichlich ab. Wieder andere Menschen sind mit einem goldenen Löffel im Mund geboren. Dagegen gibt es Menschen, die hart und viel arbeiten müssen und kaum ihre Familie ernähren können oder bis über beide Ohren verschuldet sind oder ein persönliches (fremdverschuldetes) Schicksal zu tragen haben, was ihre Lebensqualität stark mindert. Nicht wenige sind arbeitslos und leben von Sozialhilfe. Gerecht ist das nicht. Jetzt gehen Banken pleite und Börsen wackeln, weil Manager sich verspekuliert und verzockt und den Hals nicht vollbekommen haben. Wir sollen Geld dazu nutzen und verwenden, wofür es da ist und es nicht horten und vergötzen.

Wir sollen den ungerechten Mammon nicht ängstlich in der Gegenwart aufbewahren, sondern (auch) für die (himmlische) Zukunft verwenden. Letztlich klebt an allem irdischen Besitz immer auch Sünde und Ungerechtigkeit. Fest steht, daß Geld ist irgendwann weg! Spätestens mit unserem Tod sind wir sozusagen pleite und müssen zumindest in dieser Hinsicht vor Gott Insolvenz anmelden, egal wieviel Millionen wir vielleicht zu Lebzeiten auf dem Konto hatten. Landläufig sagt man: ''Das letzte Hemd hat keine Taschen''! Das stimmt ausnahmslos. Klar sollte sein, daß wir unsere Pflichten erfüllen müssen unserer Familie und unserem Arbeitgeber gegenüber. Als Christen können wir nicht den Kopf in den Sand strecken und uns vom Geld lossagen um nur noch von ''Luft und Liebe'' zu leben. Das funktioniert nicht und ist so auch nicht gemeint, wie wir in 1. Timotheus 5,8 lesen: ''Wenn aber jemand für die Seinigen und besonders für die Hausgenossen nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlechter als ein Ungläubiger''. Und ohne Geld geht das eben nicht. Unsere himmlische Berufung sollten wir bei allem Treiben und Nachdenken über und durch das Geld nicht vernachlässigen oder gering achten. Im Himmel uns Schätze zu sammeln (Matthäus 6,19-20) ist wichtiger als sich auf Erden eine goldene Nase zu verdienen und sein Geld und Besitz zu horten. Und wo wir in Not sind, brauchen wir als Christen auch keinen Psychologen oder gar einen Scheidungsanwalt. Wäre letzteres nötig, muss man sich ernsthaft fragen ob man das Geld mehr liebt als den Partner? Was unsere Kräfte übersteigt, oder wo wir keinen Rat wissen oder keinen Ausweg sehen, oder Nöten gegenüberstehen, vor denen wir ohnmächtig sind, das alles dürfen und sollen wir ruhig dem HERRN im einfältigen Glauben anbefehlen: Er wird in irgendeiner Weise eingreifen und helfen.

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