Ein Tag mit einem Jugendlichen -|- Andacht von Claudia Neugebauer (Daily-Message-Archiv, 10. May 2021)

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Andacht Archiv-Nr. 6804

für den 10. May 2021 - Autor:

Ein Tag mit einem Jugendlichen

Laß sich deinen Vater und deine Mutter freuen, und fröhlich sein, die dich geboren hat.

Sprüche 23-25 *©*
 

Die junge Anne sinniert über ihre Jugend:
„Dafür mache ich mir dann über andere Dinge Gedanken. Ständig gibt es neue Dinge, die einen verwirren, weißt du. Kaum hast du eine Frage geklärt, kommt die nächste auf. Wenn du erwachsen zu werden beginnst, musst du unentwegt etwas durchdenken und entscheiden. All dieses Nachdenken und Richtig-Entscheiden nimmt mich sehr in Anspruch. Erwachsen werden ist eine sehr ernste Sache, nicht wahr,...(dank der Hilfe der Personen um sie herum, (Anmerkung von mir)
...sollte mir das Erwachsenwerden wohl gelingen, und falls nicht, wäre ich selbst schuld daran. Ich verspüre da eine große Verantwortung, weil ich nur eine einzige Gelegenheit dazu habe. Wenn mir das Erwachsenwerden nicht gelingt, kann ich nicht auf Start gehen und es noch mal probieren. (Zitat aus dem Buch Lucy Maud Montgomery, „Anne auf Green Gables“ S.310-311)

Die Sorge, ob es gelingt, ist berechtigt, sprechen wir doch von den verwahrlosten Jugendlichen heutzutage. Sie sind nicht in der Lage für sich, geschweige denn, für andere in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.
Doch woher kommen diese Schwierigkeiten?
Was hat sich so sehr verändert, dass wir überhaupt darüber sprechen, nachdenken und unser Handeln verändert wollen?
Das Buch wurde 1908 geschrieben, es war die Ideenvorlage für Pippi Langstrumpf.
„Pippi“, die alles selber kann, keinen Erwachsenen braucht, die selber für Ordnung sorgt, sich selber im Haus versorgen kann. Für ihre Nachbarskinder eintritt, ja das Leben, trotzdem es einen Papa gibt, selber meistern kann.
Zu Besuch bei anderen Familien hörte ich folgende Aussagen der Mütter und Väter:

„Endlich sind die Kinder aus dem Gröbsten raus. Jetzt, wo sie Teenager sind, kann ich wieder mein Leben aufnehmen. Das machen, was ich der Kinder wegen lange Zeit nicht machen konnte. Die sind doch schon groß, die können jetzt alleine zu-rechtkommen. Die brauchen mich nicht mehr.“

Doch steht gerade in diesem Alter so viel an, Schulabschluss, Berufswahl, Partnerwahl, Behördengänge, Umzug, (manchmal sogar in eine neue Stadt), eigener Haushalt, Finanzen regeln.

Gerade dann, wenn es wichtig ist, man nicht mal eben entscheiden kann, da ziehen sich Erwachsene zurück. Überlassen die Jugendlichen sich selber.

Einen Freund, einen Bekannten, einen Kumpel, all das, können sie sich selber suchen.

Einen Vater

eine Mutter...? -------


„Mama?“
Mein Sohn kommt nachts um ein Uhr nach Hause. Er war bei Freunden gewesen, hat mit ihnen lange ein Gesellschaftsspiel gespielt. Ich liege im Bett, wache auf, blinzle zur Uhr an der Wand. Ein Uhr, denke ich, soll ich nur zur Antwort grunzen, oder freundlich, „jaaa“ sagen. Die Entscheidung wird mir abgenommen.

„Mama, ich bin da. Wollte ich dir nur kurz sagen, ich weiß, dass du immer wartest und erst richtig schläfst, wenn ich kurz hochkomme und noch eben Bescheid sage.“
Wie recht er hat, ich kann es mir nicht abgewöhnen, ich bin alleinerziehend. Viel Verantwortung für so viele Kinder im Jugendalter zu haben, lässt mich wachen.

„Mama? Ich weiß, es ist schon spät, aber ich bin noch nicht müde, (er ist 17 Jahre alt) habe ich dir eigentlich schon einmal meine Klassenkameraden vorgestellt? Kann ich mich zu dir ans Bett setzen? Ich erzähle dir mal, was jeder so denkt und macht, was ich so von ihm weiß.“

Spätestens jetzt bin ich wach, rechnen kann ich, obwohl es spät ist. Er hat cirka zwanzig Mitschüler, wenn ich mir die Zeit nehme, er pro Schüler zehn Minuten braucht?

OOOOOOOh, neiiiiiiiiin.!!!!!

Ich nicke, „gut, setz dich, ich höre dir zu.“

Es wurde drei Uhr nachts. Es waren die wertvollen Stunden, die mir später ermög-lichten, mit den jungen Erwachsenen zu sprechen, wenn ich in der Schule war. (Was nicht selten vorkam. Immer brauchten sie meine Hilfe für irgendetwas.)
Die Klassenkameraden waren sicher erstaunt, warum ich mit ihnen über alles Mögliche sprechen konnte, ich habe es nie bereut, so spät noch aufgeblieben zu sein.



„Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.“ Psalm 31,15-16

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