Dem Müden Kraft und Stärke dem Unvermögenden 2 -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 22. Oct 2020)

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Andacht Archiv-Nr. 6604

für den 22. Oct 2020 - Autor:

Dem Müden Kraft und Stärke dem Unvermögenden 2

„Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der HERR, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich! Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden“.

Jesaja 40, 28-31 *©*
 

In Psalm 37, 23-25 steht: „Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben; denn der HERR stützt seine Hand. Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln“. Unsere Kräfte werden schwinden - schon allein aus natürlichen Gründen - wir werden älter, gebrechlicher und ob unser Denkapparat weiterhin gut funktioniert, wer weiß? Aber der Zerbruch (wie auch immer er aussieht) ist nicht das Ende vom Lied. Zerbrochene Stärke ist keine Niederlage wenn man Christ ist. Es ist ein Neuanfang, eine neue Chance, eine Neuorientierung, eine bestellte Blickänderung. Wenn wir derlei Erfahrungen machen, von Gott geprüft und geläutert werden, dann geschieht das nur, um uns für Gott immer wertvoller zu machen (Psalm 66,10). Unser irdisches Glück ist Gott sicherlich kein Dorn im Auge. Es ist Unsinn zu behaupten man dürfte als Christ nicht vermögend oder erfolgreich sein. Aber es geht eben auch anders und nicht allein das Äußere hat einen Wert oder ist das Zählwerk des Glaubens - keinesfalls. Die Gefahr, wenn es einem sehr gut geht, das Wichtigste zu vergessen, ist allerdings nicht gering einzuschätzen. Darum hat Gott auch den Israeliten seinerzeit mahnend mitgeteilt nicht zu vergessen wer ihr Heil und Segen ist. Und das zählt auch für uns. In 5. Mose 8,10-18 steht entsprechend: „Und wenn du gegessen hast und satt geworden bist, dann sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. Hüte dich, dass du den HERRN, deinen Gott, nicht vergisst, sodass du seine Gebote, seine Satzungen und Rechtsbestimmungen, die ich dir heute gebiete, nicht hältst; damit nicht, wenn du isst und satt wirst und schöne Häuser erbaust und darin wohnst, und deine Rinder und Schafe sich mehren...

...und dein Silber und Gold sich mehren, und alles, was du hast, sich mehrt, [damit nicht] dann dein Herz sich überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, aus dem Haus der Knechtschaft, [ihn,] der dich durch diese große und schreckliche Wüste geleitet hat, wo feurige Schlangen waren und Skorpione und dürres Land ohne Wasser; der dir Wasser aus dem harten Felsen entspringen ließ; der dich in der Wüste mit Manna speiste, von dem deine Väter nichts wussten, um dich zu demütigen und zu prüfen, damit er dir am Ende Gutes tue; und damit du nicht in deinem Herzen sagst: Meine eigene Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir diesen Reichtum verschafft! So gedenke doch an den HERRN, deinen Gott — denn Er ist es, der dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben...“
. Es ist keine Strafe Gottes wenn unsere Kräfte schwinden, sondern seine Schule um uns zur Reife im Glauben zu führen. Nämlich zur Gewissheit und zur demütigen sowie dankbaren Einsicht, letztlich alles von IHM zu erwarten und zu erbitten und zu erhalten. Auch unsere natürlichen und erworbenen Fähigkeiten hat Gott uns letztlich gegeben und dies ermöglicht. Verlassen wir uns nicht auf unsere eigene Stärke. Sowohl nicht im Glauben als auch nicht im Leben. Hoffen wir in erster Linie auf die Güte Gottes und nehmen das ernst, was in 1. Petrus 5,6 steht: „So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit“! Dann wird es uns in Zukunft gut gehen, egal wie unser Leben jetzt aussieht. Gott kann immer alles ändern und uns lebenstüchtiger machen, als wir es ahnen und vermuten – zu seiner Ehre! Amen.

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