Pharisäer und Schriftgelehrte -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 20. Jul 2020)

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Andacht Archiv-Nr. 6510

für den 20. Jul 2020 - Autor:

Pharisäer und Schriftgelehrte

''Und es begab sich eines Tages, als er das Volk lehrte im Tempel und predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten mit den Ältesten und sprachen zu ihm: Sage uns, aus welcher Vollmacht tust du das? Oder wer hat dir diese Vollmacht gegeben? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch eine Sache fragen; sagt mir: Die Taufe des Johannes - war sie vom Himmel oder von Menschen? Sie aber bedachten's bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm nicht geglaubt? Sagen wir aber, von Menschen, so wird uns alles Volk steinigen; denn sie sind überzeugt, dass Johannes ein Prophet war. Und sie antworteten, sie wüssten nicht, wo sie her wäre. Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue''.

Lukas 20, 1-8 *©*
 

Jesus deckt die wahre Identität unseres frommen Lebens auf, indem er uns durch Gleichnisse und gezielte Fragen dazu bringt, Stellung zu beziehen und dadurch unsere Wahrhaftigkeit oder unsere Heuchelei und unseren Unglauben preiszugeben. Wenn dies geschieht, kann man entweder sehr zornig und ungehalten werden (wie die Pharisäer und Schriftgelehrten) oder aber auch Buße tun und sich überführen lassen und umkehren. Unangenehmen Fragen gehen wir meist alle mehr oder weniger aus dem Weg. Nicht nur Managern, Politikern, Dieben und Finanzberatern sind gezielte Fragen, die ihre Verantwortung betreffen, meist eher unangenehm. Da wird dann eher der Fragesteller kritisiert und deren Kompetenz bestritten als sich selbst hinterfragt, oder man spielt den Ahnungslosen und das Opfer. Die Pharisäer seinerzeit wollten Jesus loswerden und töten. Sie versuchten ihm Fallen zu stellen und versuchten ihn mit ihren scheinheiligen Fragen zu Aussagen zu nötigen, die ihnen einen Grund gaben ihn zu verurteilen. Politische und religiöse Intrigen waren ihr Handwerk. Jesus durchschaute das und gab ihnen Antworten mit denen sie nicht rechneten und die sie in solchen Momenten zum schweigen brachten. Ich glaube, es vergeht kein Tag, ohne daß sich auch ein Christ im kleinen oder großen irgendwo ungläubig und sogar heuchlerisch verhält, unabhängig davon ob man das stets bewusst wahrnimmt. Die Sünde betrügt, täuscht, verblendet und verstockt (Hebräer 3,13). Es wird ja keiner, der davon betroffen ist, sich eingestehen, daß er heuchelt und ungläubig ist, oder? In Psalm 19,13 schreibt David: ''Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden''! Das ist die richtige Einstellung eines wahrhaftigen Gläubigen. Wenn wir mit der inneren Bereitschaft, uns auch überführen und zurechtweisen und korrigierend ins Licht stellen zu lassen, eingestellt sind, werden wir letztlich mehr davon profitieren, als unser Gesicht verlieren.

Und selbst wenn dies vor Menschen geschehen sollte, so sind wir vor Gott mit unserer Aurfrichtigkeit immer gesegnet. Mit dieser Gesinnung sollten wir ebenso unseren Glaubensgeschwistern begegnen, einer Predigt zuhören oder auch die Bibel lesen - vor allem wenn wir von etwas besonders angesprochen und getroffen sind. Sogar ein Kind kann uns in mancher Situation einen Spiegel vor das Gesicht halten um unsere möglicherweise verkehrten Sichtweisen deutlich zu machen (Markus 10, 13-16). Die Frage ist nur, ob wir das zulassen oder ob wir stets meinen, alles besser zu wissen und zu verstehen? Wir machen nicht nur dann Fehler oder benehmen uns daneben und reden Unsinn, wenn wir es selbst merken. Man kann auch als Christ manchmal sehr selbstgefällig daherkommen und meinen, daß einem keiner ein X für ein U vormachen kann. Aber das wäre nicht die Einstellung eines Jünger Jesu, der aus Gnade die Vergebung aller seiner Sünden (auch der Verborgenen) erhalten hat. Wer nicht auch bei allem Einsatz und guten Werken kritikfähig ist, und sich auch selbst aufrichtig prüft (1. Korinther 11,28) zeigt eher einen hochmütigen und gleichgültigen Charakter, als die Sanftmut und demütige Barmherzigkeit, die uns Jesus vorgelebt hat (Matthäus 11,29). Wir sind alle nach wie vor fehlbar - trotz aller Lebenserfahrungen, allem Einfluß, aller Erkenntnis und allem Geld was wir besitzen. Fragen wir uns, wenn schon der Mensch Jesus Christus an dem was er erlitten hat während seines kurzen Erdenlebens, den Gehorsam lernte (Hebräer 5,8), wieviel mehr zählt das dann für uns? Wir brauchen jeden Tag Gottes Hilfe und sein Reden in unser Leben hinein, um zum Schein zum Sein zu kommen und alle Religiosität gegen einen lebendigen, ehrlichen und von Gottes Gnade abhängigen Glauben einzutauschen.

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