Wollt ihr für Baal streiten? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 13. Feb 2020)

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Andacht Archiv-Nr. 6352

für den 13. Feb 2020 - Autor:

Wollt ihr für Baal streiten?

''Joasch aber sprach zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr für Baal streiten? Wollt ihr ihm helfen? Wer für ihn streitet, der soll noch diesen Morgen sterben. Ist er Gott, so streite er für sich selbst, weil sein Altar niedergerissen ist.''

Richter 6,31 *©*
 

Joasch war der Vater Gideons, der wurde von Gott zum Richter berufen in der Zeit nach dem Tod Josuas als das Volk Israels ohne Führung war (Richter 6,12). Wenn keiner da ist, an dem man sich orientieren kann und der die Richtung vorgibt, tritt der Feind Gottes besonders gerne auf. Der Teufel versucht dann seine unheilvollen Botschaften und Verführungen unters Volk zu bringen. So auch hier. Der Baalskult hatte Einzug gehalten. Als Baal wird gewöhnlich der oberste Gott des örtlichen Pantheons bezeichnet. Er ist meist ein Berg-, Wetter- und Fruchtbarkeitsgott. Das Pantheon (griechisch: pan = alle + theós = Götter) in Rom war ein allen (Haupt-)Göttern geweihtes, okkultes Heiligtum. Gideon nun wurde vom Engel des HERRN als ''streitbarer Held'' bezeichnet (Josua 6,12) und er litt auch sehr unter der Situation in der die Israeliten sich befanden. Er bat Gott eifrig um Hilfe und um die Rettung seines Volkes vor diesem finsteren und schädlichen Aberglauben. Wir können nun schon einmal eine Sache klar festhalten: Was einem im Grunde egal ist, darunter leidet man nicht! Gott sucht sich für sein eingreifen und für Veränderungen immer Menschen aus, denen die Umstände zu Herzen gehen und die mitleiden können und ernstlich im Glauben nach Gott rufen. So wie Gideon! Als weiteres Beispiel könnte man auch Mose nennen, dem die Versklavung seines Volkes in Ägypten schwer auf den Magen schlug (2. Mose, Kapitel 2). Aber es müssen nicht immer nur große und spektakuläre Dinge sein, die ganze Völker betreffen. Auch ein mitfühlender Gedanke für eine einzelne Person kann schon ein Zeichen für Gottes Handeln und unseren Auftrag sein! Wenn wir leiden und Leid erkennen, sollen wir uns nicht von unseren Gefühlen fehlleiten lassen (wie es Mose tat der in seiner ersten Emotion gleich einen gewalttätigen Aufseher erschlug) sondern zuerst nach Gott rufen und uns glaubend und betend zur Verfügung stellen.

Gideon machte es in der Hinsicht besser als Mose und fragte Gott konkret: ''Willst du Israel durch meine Hand erretten, wie du zugesagt hast...''? (Richter 6,36). Was Gott zugesagt hat, darauf dürfen wir uns immer berufen! Ein toter Götze wie ein ''Baal'' taugt zu nichts sondern verleitet die Verführten nur zu kranken Perversionen wie der Opferung kleiner Kinder (Jeremia 19,5). Es ist eine menschliche Tragödie in so einen Irrsinn seine Zeit, seine Zukunft, seinen Glauben und seine Kinder zu investieren. Diese Leute brauchten eine Lektion und den Mut eines gläubigen Vorkämpfers wie Gideon. Er zerstörte den Altar des Baal-Gottes und baute dem wahren Gott einen neuen Altar und opferte einen jungen Stier. Gott verbrannte alles mitsamt den Trümmern des hölzernen Götzen. Wenn Baal Gott ist, so die berechtigte These, dann solle er gefälligst für sich selbst streiten! Auch hier können wir erneut eine weitere Sache klar festhalten: Lasst euch nicht vereinnahmen von Dingen, die nicht für sich selbst sprechen können! Lassen wir uns nicht zum Handlanger für tote Dinge machen und stehen wir auf wenn wir dies woanders feststellen müssen. Der Feind schläft nicht und will uns überall seine Götzen unterjubeln. Werden wir nicht gleichgültig gegenüber leidenden Menschen und ergreifen wir nicht die Flucht wenn wir Unrecht und zerstörerischen Aberglauben erkennen. Beten wir um Weisheit um die Dinge so zu sehen, wie sie tatsächlich sind. Ergreifen wir Partei für die Unterdrückten und Verführten und verkünden wir den befreienden Glauben allein im Evangelium Jesu Christi, unseres Heilands. ER ist der Sieger über Tod und Teufel (Hebräer 2,14).

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