Neu-seh-land -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 06. Dec 2019)

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Die tägliche Andacht Lösung: Die Losung

Andacht Archiv-Nr. 6283

für den 06. Dec 2019 - Autor:

Neu-seh-land

Ich bin der Weg, der zur Wahrheit und zum Leben führt. Einen anderen Weg zu Gott gibt es nicht.

Joh. 14,6 *©*
 




Während des Studiums wohnte ich in Münster. Regelmäßig ging ich mit meiner Mutter über die beschattete Promenade. Nach einer gewissen Zeit erreichten wir unser Ziel: „Himmelreich“. Unter Bäumen machten wir es uns auf der Außenterrasse bequem, bestellten etwas zu Trinken und ein Stück Kuchen, schauten auf den Aasee und beobachteten die Segler und Tretbootleute. „Himmelreich“ ist ein Lokal am Münsteraner Aasee.
In einer Predigt erzählte der Pfarrer von seiner Verwandtschaft. Väterlicher- und mütterlicherseits hat er jeweils eine Tante Emmi. Eine Tante Emmi starb. Sie machten einen Ausflug in den Wohnort der einen Tante Emmi und sie kam ihnen entgegen. Erschrocken stoppten sie, denn sie waren im Glauben, diese Emmi wäre gestorben. Jesus begegnete wirklich als Auferstandener seinen Jüngern. Im Religionsunterricht wollte ich den Totensonntag / Ewigkeitssonntag behandeln. Warum hat der Sonntag zwei Namen? Was bedeuten sie? Es war schnell klar, dass es um die Toten geht. Wir kamen schnell zu der Frage: Was passiert, wenn man stirbt; wo kommt man hin? Für die Kids stand sachlich fest: die Guten kommen in den Himmel und die Schlechten in die Hölle. Sinngemäß meinte einer: Die Schlechten können sich in der Hölle gegenseitig ärgern. Jemand erinnerte sich an die behandelten Bitten des Vater unser's. Wir erarbeiteten dabei, dass Gottes Reich schon bei uns heute anfängt, wenn wir hier versuchen, nach Gottes Geboten zu leben, „wenn wir das Gute leben“ (Schülerin). Eine Schülerin wusste schon, dass nach dem Tod das ewige Leben beginnt, dass es dort kein Krieg und keine Krankheit mehr geben wird. Ich versuche ihnen dann zu erklären, dass irgendwann der Tag kommt, dass man vor Gott steht und er unser Lebensbuch aufschlägt. Kinder springen ganz gut auf dieses Thema an und sagen spontan: Dann benehme ich mich nur noch gut. Sie halten aber, wie wir Erwachsenen, nicht so lange die guten Vorsätze durch.
Wir haben Augen zum Sehen. Gott lässt uns zu bestimmten Zeiten verschieden weit sehen. Die Sicht kann uns Stärke geben, aber bei kurzer Sicht schweben wir auch in einer Ungewissheit. Jemand ging zur Routineuntersuchung zum Augenarzt und kam sehr bedrückt wieder: auf beiden Augen den grauen Star und auf einem Auge eine Makula. Bedrückt schliefen und beteten wir über die Diagnose. Entscheidungen und OP-Termine schwirrten neben den Gebeten durch den Kopf. Wir holten uns eine zweite Meinung ein. Bis dahin stand aber immer die Frage im Raum: Was ergibt diese Untersuchung? Der Tag kam, es beteten einige für uns. Die Fahrt dorthin war nicht direkt bedrückt, aber doch nicht gerade fröhlich. Die Behandlung kam und auch die Diagnose: kein grauer Star und keine Makula. Die Fahrt zurück war sehr fröhlich und dankbar. Teils aufgegebene Pläne wurden wieder aktiviert.
Ich selber stehe selber auch in einer Wartestellung. In meinem Beruf kann man abgeordnet werden, wenn an anderen Schulen Lehrer fehlen. Unsere Schule ist gut besetzt und es muss einer von uns für eine bestimmte Zeit an eine andere Schule. Man kann ja logisch denken und sieht die Bedingungen und Aufgaben der Kollegen, wen man am ehesten entbehren kann. Wir stehen im Kollegium alle in der Wartestellung. Keiner möchte wirklich weg. Wir wissen, wann die Abordnung beginnt und die Spannung steigt, wann die Info kommt. Der momentane Weg könnte sich ändern. Man sieht das Datum und die Zeit bis dahin - kurz und für einen doch lang. Lohnt sich noch ein Aktivsein am jetzigen Einsatzort?

Manchmal zeigt uns Gott den Weg und wir wissen, ihn sollte ich gehen, aber man wandert einen Umweg. Manchmal sehen wir das neue Land nicht oder doch!? Wie viele Brillen benötigen wir, wie viele Helferlein muss Gott einsetzen, die es uns sagen oder uns gar an die Hand nehmen? Wir sollen auch nicht die Augen und Ohren verschließen, wenn wir merken, er braucht uns als Hilfe. Auch das ist ein Weg, den wir sehen sollen. Da gibt es einschneidende Lebensereignisse, die das Leben gravierend verändern. Trotzdem ist er der Planer, Geber, Kraftspender und er meint es gut: Denn dein Wille geschehe, wenn es auch nicht immer nach unseren Wünschen und Plänen geht. Er trägt uns – Spuren im Sand.
Der Pfarrer erzählte noch den Witz: Josef von Arimatea sagte seiner Frau, dass er das Grab Jesus überlassen hätte, um ihn beerdigen zu können. Seine Frau ist nicht begeistert, denn das Grab war teuer. Josef meint gelassen: Es ist doch nur für ein Wochenende! Durch seine Tat dürfen wir schuldenfrei das ewige Leben sehen. In unserem FeG-Schaukasten steht die Frage: Wo endet dein Weg? Daneben sind abgelaufene Schuhe befestigt, die manchen Dreck und holprigen Weg erlebt haben.

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