Vom Reichtum, Geduld und Schwören Teil 2 -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 15. Sep 2019)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 6201

für den 15. Sep 2019 - Autor:

Vom Reichtum, Geduld und Schwören Teil 2

„Hat Gott nicht gerade die erwählt, die in den Augen dieser Welt arm sind, um sie aufgrund ihres Glaubens reich zu machen? Sie sollen in Gottes neue Welt kommen, die er denen versprochen hat, die ihn lieben.“

Jak. 2,5 *©*
 

2. Geduld
Jakobus 5,7-11: „Lasst euch nicht entmutigen, und wartet geduldig auf den Tag, an dem der Herr kommt. Muss nicht auch der Bauer mit viel Geduld Sonne und Regen abwarten, bis er im Herbst die Ernte einfahren kann? Ihr müsst geduldig sein und dürft nicht mutlos werden, denn der Herr kommt bald. Macht euch mit eurer Ungeduld nicht das Leben schwer. Sonst wird Gott euch verurteilen. Bedenkt: Der Tag des Gerichts ist nahe, und der Richter steht schon vor der Tür. Nehmt euch ein Beispiel an den Propheten, die im Auftrag Gottes gesprochen haben. Wie vorbildlich und mit welcher Geduld haben sie alle Leiden ertragen! Solche Menschen sind wirklich glücklich zu nennen, die standhaft waren und Gott treu geblieben sind! Denkt doch nur an Hiob! Ihr habt alle schon gehört, wie geduldig er sein Leiden ertragen hat. Ihr wisst, dass Gott in seiner Barmherzigkeit und Liebe alles zu einem guten Ende führte.“
Sechsmal ist in den Versen von Geduld und Ausdauer die Rede. Wir sollen nicht auf einen Menschen warten, sondern auf die Wiederkunft Jesu. Es wird kein bestimmtes Datum genannt. Die Wiederkunft des Herrn steht nahe bevor. Jakobus beginnt: „Haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn!“ Die Verse lassen vermuten, dass der Glaube an die Wiederkunft ins Wanken geriet. In die Lage mahnt er die Christen zum geduldigen Warten. Christen, die nicht mehr wirklich mit der Wiederkunft Jesu rechnen, verlieren in der Gegenwart den Blick für die Wirklichkeit Gottes. Ein Glaube ohne Hoffnung wird kraftlos und verkommt.
Von der Wiederkunft Jesu war und ist nichts zu sehen und zu spüren. Die Reichen wurden / werden immer reicher und die Mächtigen immer mächtiger. Der Glaube an die Wiederkunft Jesu und damit der Glaube an Jesus selbst als den Herrn aller Herrn geriet / gerät ins Wanken. Jakobus mahnt zum geduldigen Warten.
Fast 2000 Jahre später haben wir es schwerer mit dem Glauben an die Wiederkunft Jesu.
Wenn sich Besuch angemeldet hat, stellt man sich normalerweise darauf ein. Man räumt die Wohnung auf, kocht Kaffee und stellt vielleicht Kuchen auf den Tisch. Auf jeden Fall soll der Gast wissen und spüren, dass er erwartet wird und willkommen ist. Wenn der Besuch sich um einige Minuten verspätet, ist das nicht weiter tragisch. Schlimm wird es nur, wenn aus Minuten Stunden werden und man telefonisch nicht nachfragen kann, weshalb der Eingeladene nicht kommt.
Wenn der erwartete Besuch nach mehreren Stunden immer noch nicht erschienen ist, wird kein vernünftiger Mensch mehr mit dem Gast rechnen. Man wird den Kuchen selbst essen und die Kaffeemaschine ausschalten und sich anderen Dingen zuwenden.
Genau das ist unser Dilemma. Seit 2000 Jahren wird die Wiederkunft Jesu geglaubt und verkündigt. Bisher ist in der Welt noch alles beim Alten und Jesus nicht wiedergekommen. Wir erleben Tag für Tag etwas von dem negativen Alltag und von der Selbstherrlichkeit der Menschen.
Jakobus erklärt nicht, warum die Wiederkunft Jesu auf sich warten lässt, denn Jesus selbst sagte: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat (Apg 1,7). Jakobus rechnet mit der Wiederkunft Jesu, obwohl kein Termin festzulegen ist. Christlicher Glaube ohne Zukunftserwartung ist Glaube ohne Leben. Er nimmt den Bauern und stellt ihn uns als Beispiel und Vorbild hin. Der Landwirt kann nichts weiter tun, nachdem er gesät und gedüngt hat, als auf die Ernte zu warten, so sollen wir auf Jesus warten! Der Bauer kann zwar Tag für Tag aufs Feld gehen, um das Gras wachsen zu sehen, damit wachsen sie nicht schneller. Der Bauer muss warten, bis es Zeit zur Ernte ist. Wir sind es gewohnt, nicht zu warten, wir wollen alles sofort. Was sagt ein Bekannter: „Herr schenke mir Geduld, aber sofort!“ Geduld gehört nicht zu den Eigenschaften der Welt, in der alles sofort möglich ist.
In der schnelllebigen Zeit zählt nicht mehr der Augenblick der Gegenwart, das Erreichte. Jakobus will, dass wir bewusst im Jetzt als Christ leben sollen. Einerseits lehnen wir uns auf, wenn die Dinge anders laufen, als wir es uns wünschen.
Andererseits ergeben wir uns kampflos, resignieren und sprechen davon, dass wir schwach und erbärmlich sind.
Es gibt einen Spruch auf Aufklebern und Karten: „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden!“
Wenn wir geduldig auf die Wiederkunft Jesu warten sollen, dann sollen wir nicht die Hände in den Schoß legen. Er schreibt: Macht euer Herz stark (Vers 8). Wir sind als Christen aufgefordert, den Glauben zu leben, um deutlich zu machen, dass Christus der Herr der Welt ist, dass er der kommende Herr ist. Zwei Bereiche, wo sich die Zukunftserwartung im Alltag bewähren kann: Vers 9: Klagt nicht übereinander! und Vers 12: Euer Ja soll ein Ja und euer Nein ein Nein sein! Er fordert uns zum Handeln heraus! Dabei lässt er jeden von uns in den eigenen Spiegel schauen.
3. Schwören
Jakobus 5,12: „Um eines möchte ich euch vor allem noch bitten, meine Brüder: Schwört nicht; weder beim Himmel noch bei der Erde, noch bei sonst etwas! Wenn ihr «Ja» sagt, dann muss man sich darauf verlassen können. Wenn ihr «Nein» sagt, dann steht auch dazu. Sonst ist euch Gottes Urteil sicher.“
Jakobus geht es darum, dass man sich auf uns verlassen kann. Ein Pfarrer konnte sich auf mich verlassen, wenn ich JA zu einer Aufgabe sagte. War es ein NEIN, so suchte er andere Helfer. Bei zwei Mitarbeitern verlies er sich nicht auf ihre Versprechungen, denn man wurde leider meist enttäuscht. Christen sollen also Menschen sein, auf deren Wort man sich verlassen kann.

Fragen zum Weiterdenken: Mit wem vergleiche ich mich? Wie schneide ich dabei ab? Weshalb? Wo endet meine Geduld? Weshalb fällt mir das Neinsagen so schwer?

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