Glaube – Nur Theorie oder auch Praxis?! Teil 2 -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 24. Aug 2019)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 6179

für den 24. Aug 2019 - Autor:

Glaube – Nur Theorie oder auch Praxis?! Teil 2

Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke?

Jakobus 2,14 *©*
 

Verglichen mit Römer 3 gewinnt man den Eindruck, als wenn Paulus und Jakobus sich total widersprechen. Paulus in Röm.3,28: Der Mensch wird gerecht ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Jakobus dagegen: Der Mensch wird durch Werke gerecht, nicht durch Glauben allein (Jakobus 2, 24). Inhaltlich lassen sich Jakobus und Paulus nicht in Einklang bringen. Man muss, um beide verstehen zu können und nicht gegeneinander auszuspielen danach fragen, um was es Paulus und Jakobus ging. Paulus kämpfte gegen das Missverständnis, das menschliche Werke zur Gerechtigkeit führen. Jakobus wendet sich gegen die Verirrung, das der Glaube sich auf der bloßen Bekenntnis ausruht. Paulus hatte es mit Menschen zu tun, die der Meinung waren: Das Einhalten bestimmter Ordnungen und Gebote verschaffen freien Zutritt zu Gott. Dem entgegnet Paulus: „Allein der Glaube!“ Jakobus hatte es mit dem weltlichen Christentum zu tun. Dem entgegnet Jakobus: „Der Glaube muss praktische Auswirkungen haben, wenn es sich um wirklichen Glauben handelt!“ Paulus und Jakobus geht es um Glauben, der sich im Alltag des Lebens zeigt! Für Jakobus zeigt sich der Glaube im konkreten Lebensvollzug.
Was verbinden wir mit den Glaubenswerken des Jakobus? Wo fühlen wir uns in unserem Glaubensleben konkret zum Handeln und zur Tat herausgefordert? Geht es dabei um Werte und Moral oder um Evangelisation?
In den Versen 15 und 16 wird deutlich: Was hat einer davon, der ohne Kleider und ohne Nahrung ist, wenn ihr ihm fromme Worte mit auf den Weg gebt, ohne ihn allerdings mit dem Notwendigen zu versorgen? Einem Hungernden nichts zu essen zu geben, ihm aber stattdessen zu sagen: „Gott segne dich“ ist letztlich toter Glaube! Das Beispiel steht für alle möglichen Situationen. Es könnte auch ein Krebskranker,.... sein.
In Vers 18 greift er einen möglichen Einwand auf. Der eine sagt, er hat Glauben. Der andere sagt, er hat Werke. Soll doch jeder so leben und denken, wie er es meint. Jakobus greift den Einwand auf und fordert heraus: Zeig mir deinen Glauben ohne Werke und dann zeige ich dir meinen Glauben aufgrund der Werke! Du glaubst (Vers 19) es gibt nur einen Gott. Das stimmt. Glauben ist für Jakobus mehr als einem Glaubenssatz zuzustimmen. Theorie ist ohne Praxis leblos. Glauben ist mehr, als nur theoretisch davon überzeugt zu sein, dass Jesus für uns gestorben und auferstanden ist. Glauben bedeutet, mit dem Jesus täglich zu leben, ihm im Alltag zu vertrauen, ihm jeden Tag des Lebens anzuvertrauen und ihm treu zu bleiben. Christsein ist mehr, als das Glaubensbekenntnis mitsprechen zu können.
Abraham wird als Beispiel für ganzheitlichen Glauben vorgestellt. Er hat den Sohn als praktisches Opfer auf den Altar gelegt. Im Leben des Abrahams zeigte sich sein Glaube. Jakobus folgert (Vers 24): Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Ein alttestamentliches Beispiel: Der Glaube der Hure Rahab Vers 17: So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat. Vers 20: Willst du einsehen, du unvernünftiger Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Vers 24: Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Vers 26: Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke.
Bei den Werken der Barmherzigkeit geht es nicht um eigene Verdienste, sondern sie sind Früchte des Heiligen Geistes sind. Belehren, raten, trösten, ermutigen, vergeben und geduldig ertragen sind geistliche Werke der Barmherzigkeit. Leibliche Werke sind vor allem: die Hungrigen speisen, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden und Kranke besuchen. Die Frucht des Weinstocks ist die Frucht der Liebe. An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid (Johannes 13, 35). Auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot antwortet Jesus: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (Matthäus 22, 37 - 39). „Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer seinen Bruder liebt, beweist damit, dass er ein Kind Gottes ist und Gott wirklich kennt. Wer aber den anderen nicht liebt, der weiß nichts von Gott; denn Gott ist Liebe“ (1. Johannes 4, 7 - 8).
Jesu Liebe geht niemals der Atmen aus: sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand (1. Korinther 13, 8). Wo sein Geist uns regiert, werden wir dazu befähigt - wie Jesus - zu lieben.

Wir können den Glauben weder auf irgendwelche Regeln reduzieren oder in konkrete Todo-Listen übertragen. Wir müssen merken, was der Glaube von uns täglich will. Wir müssen nicht um Gottes Liebe kämpfen. Wir müssen Gott nicht durch die Werke beweisen, dass wir es wert sind, von ihm geliebt zu werden. Wir dürfen aus seiner Liebe leben.

Fragen zum Weiterdenken: Was ist wichtiger: Glaube oder Werke? Weshalb? Was sind Werke ohne Glauben? Was ist ein Glaube ohne Werke? Weshalb ist die Liebe die zentrale Aussage bei den Glaubenswerken?

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