Was motiviert mich? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 14. Mar 2018)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5651

für den 14. Mar 2018 - Autor:

Was motiviert mich?

''Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wäret ihr ja nicht bewährt''.

2. Korinther 13,5 *©*
 

Ich bin als Mensch ein kompliziertes Wesen mit einem tiefgründigen und kaum erforschbaren Herzen. Oft bin ich mir selbst ein Rätsel und weiß mitunter auch gar nicht so recht, was mich tatsächlich motiviert und was nicht. Es wird aber deutlich, daß in mir das stete Verlangen steckt, mich vor allem um eines immer besonders zu kümmern: Um mich! Der Egoismus meines Lebens ist auch die Ursache für mein Klagen, Nörgeln und Beschweren. Aber ich habe vor Gott immer Unrecht und verhalte mich ihm gegenüber respektlos, wenn ich mein ganzes Leben nicht wirklich auf IHN ausrichte und mir oftmals lieber Götzen suche (bewusst oder unbewusst) um meinen eingebildeten Mangel (meine Selbstsucht) zu befriedigen. Meine Probleme liegen in meinem Herzen – das Zentrum meiner Persönlichkeit. Je mehr ich mich nun darum bemühe Jesus in mein ganzes Herz zu lassen und ihn bitte, mich zu erforschen und zu leiten, desto mehr glaube ich auch an ihn im eigentlichen Sinne. Es geht immer um Entscheidungen, die ihren Grund in meinem Herzen haben. Darum muss ich mich und meine Motivationen mit Gottes Hilfe und seinem Heiligen Geist in mir prüfen. Zum Beispiel auch darin, wie ich mit Menschen umgehe und sie sehe, die mir so gar nicht in den Kram passen und mich verärgern. Da kommen mitunter sogar Hassgefühle auf. Die Frage für mich wäre auch, was Hass in seiner Essenz eigentlich ist? Genau so wie wir Liebe analysieren und erkennen können und müssen, sollte das auch mit dem Hass machbar sein. Wann hasse ich und wann liebe ich? Gibt es nichts dazwischen? Möglicherweise schon. Im Prinzip ist mir das deutlich vor meinem inneren Auge, daß ein genereller Hass auf einen Menschen, und die entsprechende dauerhafte Unversöhnlichkeit, eine klare Kriegserklärung gegen Gott sind. Umso größer und gewaltiger wird einem dann aber auch die Dimension der vergebenden Gnade Gottes deutlich. Wer hätte mehr Grund Menschen zu hassen? Wie geht Gott mit dir und mir um? Schwierig ist es wohl, wenn man seine Götzen und Süchte kennt und auch weiß, daß dies letztlich ein Glaubensdefizit darstellt, weil man Gott nicht wirklich zutraut, daß ER einem hilft und gibt, was man als Mensch braucht und sich wünscht, und dennoch immer wieder scheitert und man das Gefühl hat, einfach zu schwach und zu undiszipliniert zu sein.

Und solange sich das nicht ändern lässt, hat man eben den starken Eindruck, dann eben doch mit seinem Problem alleine zu sein. Man denkt sich, daß Gott auch beständige Eigeninitiative erwartet, und eben nicht mit einem Fingerschnipsen die Probleme und Süchte verschwinden lässt. Man betet um Vergebung, aber eben auch in dem Wissen, daß man Gott nicht versprechen kann, nicht doch wieder schwach zu werden. Das belastet einen mitunter, auch wenn man weiß, daß Gott einen liebt, obwohl er mich kennt und jeder Tag der kommen sollte, Gott schon zuvor bekannt war. Im Versagen steckt trotz allem auch immer wieder Trost, weil man das weiß und Gott nie überraschen kann (positiv wie negativ). Als Motivation kann ich für mich mitnehmen, daß Gott mich ganz will, nicht nur meine Frömmigkeit, sondern mein ganzer Mensch. Zudem auch, daß die Zukunft mir keine Angst machen kann – weder in der Welt, noch bei mir persönlich. Ich kann mitnehmen, daß alles was ich tue und auch nicht tue, auch immer einen Grund hat – selbst wenn mir das nicht immer klar ist. Tröstlich ist für mich auch der Gedanke, daß ich mich nicht selbst „zu Tode“ analysieren muss und auch gar nicht kann, sondern es viel wichtiger ist, Gott als Person zu vertrauen und an ihn von ganzem Herzen zu glauben und zu vertrauen – auch ohne immer den Durchblick zu haben. Gottes Uhren laufen anders und gegenüber ihm und seinen Absichten mit mir, klafft wohl immer eine große Kluft an Verständnis und Einsicht. Das ist aber auch nicht dramatisch, da Gott eben Gott ist und ich mich ihm gegenüber nicht emanzipieren muss und auch nicht will. Wertvoll ist hier der Bezug zum Volk Israel und deren zu hinterfragenden Motivationen, die man auch auf das eigene Leben gut übertragen kann. Wie sehr waren doch die Motivationen des Volkes Gottes über all die Jahrhunderte großen Schwankungen ausgesetzt. Und wie sehr hat sich Gott immer wieder ihrer erbarmt - auch wenn Konsequenzen sich nicht verhindern ließen. Es hat geholfen und wird ebenso in Zukunft helfen - auch bei dir und mir.

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