Veränderung ist möglich -|- Andacht von Rolf Aichelberger (Daily-Message-Archiv, 16. Jan 2018)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5594

für den 16. Jan 2018 - Autor:

Veränderung ist möglich

Aber Josef erwiderte: ''Habt keine Angst! Ich maße mir doch nicht an, euch an Gottes Stelle zu richten! Was er beschlossen hat, das steht fest° Ihr wolltet mir Böses tun, aber Gott hat Gutes daraus entstehen lassen. Durch meine hohe Stellung konnte ich vielen Menschen das Leben retten. Ihr braucht also nichts zu befürchten. Ich werde für euch und eure Familien sorgen'' So beruhigte Josef sein Brüder, und sie vertrauten ihm.

1. Mose 50, 19-21 *©*
 

Vor ein paar Jahren wurde in unmittelbarer Nähe meines Arbeitsplatzes bei Bauarbeiten eine große Bombe gefunden. Sie war ein schreckliches Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg. Der Baggerführer muss wohl einen Riesenschreck bekommen haben, als sein Bagger am Metall der Bombe kratzte. Die Polizei sperrte die Umgebung weiträumig ab, Menschen wurden aufgefordert ihre Häuser, Wohnungen und Arbeitsplätze zu verlassen, der Straßenverkehr wurde umgeleitet und der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärfte die Bombe. Nach ein paar Stunden war alles vorbei.
Irgendwann kommt alles einmal wieder zum Vorschein. Ob dies nun Bomben aus dem zweiten Weltkrieg sind oder andere böse Gedanken und Taten der Menschen. In manchen Familien gibt es Streit, fallen böse Worte oder geschehen sogar schlimme Taten. Oft geschieht dies im Verborgenen, wird jahrelang nicht mehr angesprochen und ist dennoch unterschwellig immer dabei. Solche Altlasten belasten das Zusammenleben zwischen Menschen, belasten gewollt oder ungewollt den Umgang miteinander. Und doch geht es so lange gut, so lange niemand ans Licht bringt was die Beziehung belastet.
Auch die Brüder von Josef, die ihm Böses getan hatten, als sie ihn an die Karawanenkaufleute verkauften und den Vater belogen, ihm sagten Josef sei tot, mussten mit dieser Lebenslüge leben. Vielleicht hat sie das anfangs noch belastet, doch mit der Zeit ist Gras darüber gewachsen. Die Trauerzeit des Vaters war irgendwann vorüber, die Brüder lebten ihr Leben weiter. Solange sich nichts bewegte und ruhig blieb, lebte es sich auch irgendwie ganz gut damit. Doch wehe, wenn einer mal daran kratzt, so wie der Baggerführer an der Bombe kratzt! Dann besteht Explosionsgefahr, dann droht das Lebenslügenkartenhaus zusammenzufallen, dann besteht akute offensichtliche Lebensgefahr!
Viele Jahre später war es für die Josefbrüder so weit. Sie stehen als Bittsteller vor Josef. Beim ersten Besuch erkennen Sie ihn noch nicht, doch später gibt er sich Ihnen zu erkennen. Welch ein Schreck muss ihnen in die Glieder gefahren sein! Dieser mächtige Mann am ägyptischen Hof, ist ihr Bruder! Der Bruder, den sie verkauft hatten, dem sie die Familie gestohlen haben, seine Kindheit verpfuscht und ihm die Heimat genommen haben, der steht nun vor ihnen! Jetzt hat er sie in der Hand, jetzt kann er sie ins Unglück stürzen, jetzt kann er Rache nehmen an Ihnen! Jetzt wird's eng für Sie, bedrohlich, womöglich sogar lebensbedrohlich. Doch, Josef ist nicht so. Er wird nicht Rache nehmen. Er hat dies nicht vor. Josef ist nicht verbittert und erfüllt mit Hass. Im Gegenteil, er ist erfüllt mit Gottes Liebe und der Liebe zu seinen Brüdern. In ihm ist nichts Böses in all den Jahren entstanden. Er hat aus seiner persönlichen schrecklichen Lage, Gutes für andere Menschen bewirken können. Er hat erkannt, dass Gott es gut mit ihm gemeint hat, dass Gott in all dieser Zeit für ihn gesorgt hatte und ''Großes'' an ihm getan hat. Diese Dankbarkeit Gott gegenüber, ist es, die er nun auch an seinen Brüdern geschehen lassen will. Keine Sorgen müssen sie sich machen, Josef liebt seinen Gott, liebt seine Brüder.
Wie schön, dass Gott an Menschen wirkt und Verborgenes ans Licht bringt. Schön, dass Gott ein Gott der Liebe ist, der auch in meinem Leben, Schreckliches zu Gutem wandeln kann, der auch meine Wunden heilen kann. Bringen wir unsere Verletzungen zu Gott. Bringen wir vor ihm auch ans Licht, was wir Böses an anderen getan haben. Lassen wir uns auf seine Zusage ein, er liebt uns! Deshalb hat er uns einen Zugang zu ihm geschaffen, ist in Jesus Christus Mensch und Heiland geworden. Ein Heiland, der heil machen will, was verletzt ist. Schauen wir deshalb dankbar auf Jesus Christus, der auch uns verändern will und lassen wir es geschehen und uns von seiner Liebe verwandeln. Nehmen wir diese grenzenlose Liebe in uns auf und vergeben wir denen, die es böse mit uns gemeint haben. Nur so kann dauerhaft Leben gelingen!

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