Eine geistliche Null -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 20. Dec 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5567

für den 20. Dec 2017 - Autor:

Eine geistliche Null

''Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel''!

Matthäus 5,3 *©*
 

Glückselig wer geistlich arm ist? Was hat das mit Glück zu tun? Wer freut sich denn darüber, daß ihm jemand sagt, er sei geistlich arm und sozusagen eine geistilche Null? Und daß er dann für seine Dummheit auch noch belohnt werden soll? Freue dich über deine Einfältigkeit? Ein Lob auf die Beschränktheit? Das wäre ja Sarkasmus pur! Nein, so kann es nicht gemeint sein. Zumindest nicht in der Weise wie wir das jetzt verstehen. Aber deuten wir das geistlich und im biblischen Sinne, sieht das schon anders aus. Vor Gott sind wir alle reichlich arm im Geist – auch wenn wir studiert haben, vielleicht auch promovierten, gesellschaftlich anerkannt, beliebt und erfolgreich und vermögend sind. Wie viele von denen, die in der Welt auf der Sonnenseite leben, sind geistlich aufgeweckte Christen? Wie viele von denen, die erfolgreich im Leben sind, sind von Gott tatsächlich gesegnet? Wer meint daß er von Gott gesegnet ist, weil er erfolgreich und das Leben sein Freund ist, hat es nicht wirklich verstanden. Armut in diesem Sinne bedeutet: Ich kann mir das Leben von Gott nicht erarbeiten. Es muss mir geschenkt werden! Und das ist sehr befreiend, denn ich muss das Entscheidende im Leben und vor Gott nicht selbst leisten! Ein neues Herz wird nicht entwickelt, sondern geschenkt. Es geht nicht darum, wie wir äußerlich und gesellschaftlich dastehen. Damit können wir uns gegenseitig vielleicht beeinflussen und beeindrucken. Aber vor Gott zählt das alles nichts. Es ist ihm sogar ein großes Ärgernis. In der Version der Bergpredigt in Lukas 6, 24-26 steht eine eindringliche Warnung für diejenigen, die meinen alles zu haben und keinen Heiland zu brauchen: „Aber wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost schon empfangen! Wehe euch, die ihr satt seid; denn ihr werdet hungern! Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen! Wehe euch, wenn alle Leute gut von euch reden! Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht“.

Wenn es einem äußerlich gut geht, ist das nicht automatisch mit dem Segen Gottes gleichzusetzen – selbst wenn solche falschen Mutmaßungen auch in manchen christlichen Gruppierungen behauptet werden - Stichwort: Wohlstandsevangelium - es ist eine verkehrte Annahme. Man kann auch religiös und kirchlich engagiert sein, und sich dennoch in seiner Selbstgefälligkeit vor Gott irrtümlicherweise als reich uns satt ansehen. Eine fromme Arroganz ist ein Widerspruch in sich selbst. Wir finden unser Glück nicht in dieser Welt. Schon auch alleine deshalb, weil das Leben hier auf Erden für jeden dasselbe beschert: Es endet! Unser Ziel ist der Himmel, weil dort unsere eigentliche ewige Heimat ist. Darum sollen wir auch vor allen anderen Dingen nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit trachten (Matthäus 6,33). Der Charakter des Glaubens zeigt aber auf, das ein Christ sein Glück und seinen Segen nicht in erster Linie in irdischen Dingen sucht (schon gar nicht sein Seelenheil), sondern in der Beziehung zu Gott und dem geistlichen Leben als geistlich Neugeborener in der Nachfolge, in der Nächstenliebe, der Bruderliebe und manchmal sogar im Leid und in Anfechtungen. In Lukas 6,22 steht – speziell für die Jünger und damit auch jeden der heute ein Nachfolger Jesu ist: „Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen“. Wir sind in der Frage nach der Seligkeit und dem Weg dahin tatsächlich eine geistliche Null! Und wenn wir das begreifen und verstehen und glauben, dann sind wir im Hinblick auf das Evangelium die Seliggepriesenen. Und auch die Jünger mussten verstehen lernen, daß sie nichts aus sich selbst tun konnten – weder heilen, noch predigen, noch nachfolgen, noch überwinden, noch glauben, noch Gott lieben. Alles kommt letztlich von Gott - seine Gnade ist seine Ehre! Amen.

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