Befreiung aus der Sucht! -|- Andacht von Rosemarie Schauer (Daily-Message-Archiv, 26. Nov 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5543

für den 26. Nov 2017 - Autor:

Befreiung aus der Sucht!

Da ich weiß, dass es für Christus geschieht, bin ich mit meinen Schwächen, Entbehrungen, Schwierigkeiten, Verfolgungen und Beschimpfungen versöhnt. Denn wenn ich schwach bin, bin ich stark.

Korinther 12,10 *©*
 

Aufgrund einer Anfrage zum Thema Rauchentwöhnung wurde ich ermutigt über die Befreiung von Süchten zu schreiben. Ich muss eingestehen es ist eine sehr heikle Sache darüber zu schreiben, denn es könnte sich so manch einer kritisiert oder auf den Schlips getreten fühlen. Doch wer kann besser ermutigen als der, der es selbst geschafft hat sich von seiner Sucht zu befreien. Gott hat mich dazu befähigt mit meinem ganzen Leben präsent zu sein, somit auch über den Sieg meiner persönlichen Schwäche zu erzählen.

Meine erste Zigarette bekam ich von meinen älteren Geschwistern angesteckt, ich war gerade mal 9 Jahre alt. Es war ein kluger Schachzug von ihnen, denn so konnte ich sie nicht mehr bei meinen Eltern wegen dem Rauchen verpetzen. Klar war es erstmals nur ein Paffen, doch durch jeweilige Mutproben, doch einen Lungenzug zu tätigen, kam ich in die Gewöhnung richtig zu rauchen. Nachdem wir Kids kaum Geld hatten, klauten wir dem Vater manchmal eine Zigarette aus der Packung oder wir sammelten am Fußballplatz nach dem Spiel die leeren Pfandflaschen und erstanden beim retourgeben den Pfand, den wir in Zigaretten umsetzten. So begann mein Weg in die Sucht und ich wurde vom Gelegenheitsraucher zum Zigarettenjunkey. Denn irgendwann begann ich regelmäßig zu rauchen und hing mehr als 20 Jahre an diesem Zeug. Wenn ich heute zurückdenke welcher Druck und Zwang dahinter stand zu rauchen. Angefangen von der ersten Zigarette am Tag, die Zigarette vor dem Essen und nach dem Essen, die Zigarette vor dem Kino und dann schnell raus aus dem Kino um wieder eine anzustecken, Ich ging tatsächlich 4 km in der Nacht zum nächsten Zigarettenautomaten, wenn der in der Nähe wieder einmal nicht funktionierte. Wow unglaublich! Immer wieder wollte ich damit aufhören, doch niemals gelang es auch anhaltend.

Mit 37 Jahren kam Jesus in mein Leben und ich rauchte wie ein Schlot, obwohl es mir gar nicht richtig schmeckte. Ich begann am Gemeindeleben teilzunehmen und ich merkte bald, dass in unserer Gruppe von Christen kein einziger Raucher darunter war. Bei unseren Hauskreisen schaute ich oft verlegen auf die Uhr ob es nicht bald zum Ende ging, denn mein Verlangen nach einer Zigarette meldete sich schon an. Sobald das letzte Amen gesprochen war, stand ich schon vor der Tür um ein paar Züge einer Zigarette zu tätigen. Doch es wurde mir klar dass es so nicht weiterging, ich fühlte mich als Außenseiter. Im geheimen verspürte ich den Wunsch endlich von dem Zeugs loszukommen, ich wusste nur nicht wie. Mir fehlte der Ansporn und der Mut. In der Bibellese kam mir schon mal unter dass wir uns von nichts abhängig machen sollten und auch mit unserem Geld, welches uns Gott zur Verfügung stellte, sollten wir sorgsam haushalten. Aber ich war nun mal abhängig und verbrauchte viel Geld für meine Sucht.

Gott sah mein Herz und er wusste darum, dass ich Hilfe benötigte und deswegen stellte er mir in einem Buchgeschäft in der Stadt das Buch „Endlich Nichtraucher“ von Allen Carr vor die Augen und drängte mich wahrlich dazu es zu kaufen. Ich hatte kaum Geld zum Leben und trotzdem nahm ich es mit und begann zu lesen. Mir gefiel dass der Autor dazu ermutigte solange weiter zu rauchen bis das Buch zu Ende war und ein paar seiner Argumente trafen bei mir ins Schwarze. Er erzählte mir in seinem Buch nichts, was ich nicht schon längst wusste, doch was er schrieb hatte Hand und Fuß. Mit der Aussage „NUR ein Idiot zahlt für seinen Tod“ und wenn Gott gewollt hätte, dass wir rauchen wir einen Rauchfang mit Katalysator am Kopf hätten, hatte er mich in witziger Weise überzeugt. Er sagte nicht dass es leicht wäre, doch dass es mit einer einzigen Entscheidung für immer beendet werden könnte. Der Mut, die Entscheidung zu treffen die Zigarette für immer wegzuschmeißen und NIE wieder eine anzustecken, ist seine Herausforderung am Schluss des Buches.
Ich denke, das eigentliche Hindernis, warum Menschen nicht aus ihren Süchten heraus kommen, ist der fehlende Mut und das Selbstvertrauen es zu schaffen. Ich weiß dass viele Christen sich mit der Umsetzung schwer tun und eine liebe Leserin von Daily bat mich gerade deswegen um Rat. Selbstvorwürfe und Ängste bringen sie in Not und ich kann es gut verstehen, dass man trotzdem nicht von dem Zeugs loskommt. Egal welcher Sucht man anhängt, es ist eine Sache der Überwindung, die einem sehr viel Anstrengung kostet.

Ich schaffte es die Entscheidung zu treffen nicht mehr zu rauchen und ich schaffte es tatsächlich aufzuhören. Es war sehr, sehr schwer der Versuchung, die plötzlich an allen Ecken und Enden aufklaffte, zu widerstehen und ich muss gestehen, dass ich zweimal einen Rückfall hatte, wo ich zur Zigarette griff. Eine Freundin riet mir Gott jeden Tag aufs Neue zu bitten mich nur durch diesen einen Tag zu bringen, und so betete ich jeden Tag aufs Neue um Gnade zum Durchhalten. Ja, Gott stand mir bei, selbst dann als ich versagte.

Ich rate jeden Menschen, der sich ernsthaft darum bemüht, sich aus seinen Zwängen zu befreien, sich mit eiserner Konsequenz zu wappnen. Meine Erfahrung sagt mir, auch wenn Gott mit uns ist, er nimmt niemanden die Entscheidung ab sich vom Schlechten abzuwenden. Es liegt also nicht an Gottes Unwillen uns zu befreien, sondern an der eigenen Willensentscheidung. Aber er wird jeden Menschen, der sich bereit erklärt seine Sucht abzulegen, das Wollen und Gelingen schenken. (Philipper 2,13)

Egal was du für Süchte hast, du selbst bist gefragt: Willst du oder willst du nicht! Es ist eine Frage der Zeit, also beginne noch heute damit dich zu entwöhnen. Amen

Zeitfrage

Kannst du mir sagen wie spät es ist?
Es ist Zeit das Schicksal zu wenden
Mach schnell bevor es zu Ende ist,
denn wie du es dir richtest wird’s enden.
Kannst du mir sagen wann kommt die Zeit?
Die Zeit des Friedens, des Glücks?
Wenn du es nur willst, dann kommt es noch heut.
Und dann schau nie mehr zurück.
Kannst du sie leben mit mir, die Zeit?
Voll Frieden, voll Harmonie?
Nicht nur im Traum - auch in Wirklichkeit.
Wann kommt sie, noch Heut oder nie?



Seid herzlichst gesegnet,eure

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Rosemarie Schauer: Geschichten aus der Lebensschule: von Gott signiert
Das Buch von Rosemarie Schauer soll beitragen Menschen zum Nachdenken zu bringen, sie berühren, erfreuen und ihnen anhand ihrer Geschichten und Gedichte zeigen, wie lebendig unser Gott und Lehrer in jede Situation unseres Lebens spricht, um uns zu lehren.


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