Der Kern der Resignation -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 14. Nov 2017)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5531

für den 14. Nov 2017 - Autor:

Der Kern der Resignation

''Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er mir hilft mit seinem Angesicht''.

Psalm 42,6 *©*
 

Als Christen sollten wir eine andere Wahrnehmung haben, als Menschen, die mit Glauben, Gott und Bibel nichts am Hut haben und lieber dem Wahn eines modernen Lebens nachjagen, als einem alten und scheinbar überholten Buch zu glauben. Gott redet zu uns Christen durch sein Wort in der Bibel. Und zudem auch noch durch die Umstände unseres Lebens. Das Leben selbst ist eine fließende Kommunikation für den, der gelernt hat im Glauben sensibel und ehrlich auf das zu reagieren, was ihm begegnet. Der Apostel Paulus sagt unter anderem, daß wir als Gläubige teuer erkauft sind - 1. Korinther 7, 20-24: ''Ein jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde. Bist du als Knecht berufen, so sorge dich nicht; doch kannst du frei werden, so nutze es umso lieber. Denn wer im Herrn als Knecht berufen ist, der ist ein Freigelassener des Herrn; desgleichen wer als Freier berufen ist, der ist ein Knecht Christi. Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. Brüder und Schwestern, bleibt alle vor Gott, worin ihr berufen seid''. Wer nicht in seiner Berufung bleibt, also sozusagen, auch gegen seine aktuellen Lebensumstände rebelliert oder meint, Gott wäre verpflichtet alle eigenen Anstrengungen und Vorstellungen zu segnen, der kann schnell, aufgrund von Misserfolgen, in eine Resignation fallen. Das Wort ''Resignation'' bedeutet sinngemäß, daß jemand seine Unterschrift zurückzieht. Gott wird das nicht tun, weil er uns ja teuer erkauft hat und zudem treu ist. Wenn wir in so einem Zustand sind, dann nur weil allein wir das einseitig so beschlossen haben (bewusst oder unbewusst). Hinzu kommt, daß der Teufel diese Enttäuschungen in unserem Leben dazu nutzen will, daß wir tatsächlich resignieren. Er will, daß wir denken daß Gott uns so manches Gutes vorenthält und er letztlich die Ursache wäre, daß wir unzufrieden, gefrustet, verbittert oder erfolglos sind. Sein Ziel ist, daß wir unseren Glauben nach außen und nach innen vergessen und ignorieren. Der Feind Gottes (und Feind aller echten Christen) will uns entweder ängstigen oder (wenn das nicht gelingt) uns gleichgültig machen. Das Ergebnis wäre dann, daß wir unsere Trauer zu einem Götzen machen (die wir regelrecht anbeten) und eben nicht mehr an den lebendigen Gott unsere Gebete richten. Das ist der Kern von Resignation.

Wenn wir lesen, daß Gott uns erkauft hat (durch den geschenkten Glauben an Tod und Auferstehung von Gottes Sohn Jesus Christus am Kreuz), dann ist das so etwas wie ein Vertrauensvertrag. Manches in unserem Leben braucht Zeit. Das ist etwas, was wir uns oftmals selbst nur unzureichend zumuten wollen. Das Weizenkorn wächst zunächst im Dunkeln (unter der Erde) und im Verborgenen. Und es bedarf eben Regen, Ruhe und Zeit um zu wachsen und um sichtbar zu werden. Das ist ein schönes Bild und anschaulicher Vergleich mit manchen Umständen in unserem Leben als Christen. Ein egozentrischer Ansatz zur Lösung meiner Probleme oder unbefriedigenden Umstände, ist aber der falsche Ansatz. Als Christ lösen wir unsere Probleme nicht selbst. Eben auch nicht selten darum, weil es aus Gottes Sicht keine Probleme sind, sondern in gewisser Weise einfach nur Geduldsproben und Mittel zum Zweck. Vertrauen zu lernen kann mitunter eine harte Bewährungsprobe sein. Wir wissen zwar, daß uns alle Dinge zum Guten mitwirken (Römer 8,28) aber in der Praxis wehren wir uns viel zu oft dagegen, und wollen nicht warten und im Unklaren darüber sein, wie es (möglichst schnell) besser werden kann. Das fördert aber die Egozentrik, die mich massiv in meinem vertrauenden Gebetsleben behindern wird. Gott hat gar nichts dagegen daß wir aktiv werden, nachdenken und Lösungen suchen, aber wir müssen es Gott überlassen, was er segnen will und kann, und was nicht. Wir dürfen Gott nicht darauf festlegen, daß er uns auf die Art und Weise hilft, wie wir das uns vorstellen. Aber wir dürfen uns immer auf seine biblischen Zusagen verlassen und uns im Gebet auch darauf stützen. Und das ist eben in erster Linie eine Angelegenheit des Vertrauens und nicht der wankelmütigen Gefühle, die uns viel eher in Richtung Resignation treiben können, als eine vertrauende Glaubensbasis auf Grundlage des Wortes Gottes in der Bibel. Gott kennt uns und weiß wie es in uns aussieht - ganz sicher. Der König David schrieb in Psalm 139, 23-24: ''Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege''. Amen.

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