Liebevolle Augenblicke -|- Andacht von Rosemarie Schauer (Daily-Message-Archiv, 15. Oct 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5501

für den 15. Oct 2017 - Autor:

Liebevolle Augenblicke

Voller Liebe und Mitleid lief er seinem Sohn entgegen, schloss ihn in die Arme und küsste ihn

Lukas 15 /20b *©*
 

Bei dem Besuch, von dem ich gestern berichtete, war auch eine Szene zwischen Vater und dem kleinen Buben, die mein Herz zum Schmelzen brachte.
Unser Gemeindeleiter war noch in der Arbeit als ich zu Besuch kam. Wir waren mit dem kleinen Mann in der Küche, als wir Spieluhrgeräusche aus dem Wohnzimmer vernahmen. Der kleine Bub lauschte aufmerksam und als seine Mami zu ihm sagte: „schau mal, ich glaub der Papa ist von der Arbeit heim gekommen.“ ließ er alles liegen und lief rasch ins Wohnzimmer um nachzusehen. Sein Vater kniete mit ausgestreckten Armen vor ihm und er lief freudestrahlend hinein und ließ sich hochheben und küssen. Die Begegnung war so herzlich einfach und dennoch so eine große Sache, und ich wünsche jedes Kind dieser Erde könnte so einen liebevollen Augenblick mit seinem Vater erleben.

Liebevolle Augenblicke, wir haben sie alle in unserem Leben, sind so banal, dass man sie schnell übersieht und gar als selbstverständlich erachtet. Liebevolle Augenblicke vergehen oft so schnell, wie sie gekommen sind, es sei denn dieser Augenblick ist einem tiefgründigen Drama entsprungen, wie es in (Lukas 15/11-31) wiedergegeben wird. Hier begegnen sich Vater und Sohn nach langer Trennung in freudiger Umarmung, hier wird ein „liebevoller Augenblick“ für uns festgehalten um uns zu lehren.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Und Jesus erzählte ihnen auch folgendes Gleichnis: »Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere Sohn sagte zu seinem Vater: `Ich möchte meinen Erbteil von deinem Besitz schon jetzt haben.´ Da erklärte der Vater sich bereit, seinen Besitz zwischen seinen Söhnen aufzuteilen. Einige Tage später packte der jüngere Sohn seine Sachen und ging auf Reisen in ein fernes Land, wo er sein ganzes Geld verprasste. Etwa um die Zeit, als ihm das Geld ausging, brach in jenem Land eine große Hungersnot aus, und er hatte nicht genug zu essen. Da überredete er einen Bauern, ihm Arbeit zu geben, und er durfte seine Schweine hüten. Der junge Mann war so hungrig, dass er die Schoten, die er an die Schweine verfütterte, am liebsten selbst gegessen hätte. Aber niemand gab ihm etwas. Schließlich überlegte er und sagte sich: `Daheim haben die Tagelöhner mehr als genug zu essen, und ich sterbe hier vor Hunger! Ich will zu meinem Vater nach Hause gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich, und ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Bitte stell mich als einen deiner Tagelöhner ein. So kehrte er zu seinem Vater nach Hause zurück. Er war noch weit entfernt, als sein Vater ihn kommen sah. Voller Liebe und Mitleid lief er seinem Sohn entgegen, schloss ihn in die Arme und küsste ihn. Sein Sohn sagte zu ihm: `Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich, und bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Aber sein Vater sagte zu den Dienern: `Schnell! Bringt die besten Kleider im Haus und zieht sie ihm an. Holt einen Ring für seinen Finger und Sandalen für seine Füße. Und schlachtet das Kalb, das wir im Stall gemästet haben, denn mein Sohn hier war tot und ist ins Leben zurückgekehrt. Er war verloren, aber nun ist er wieder gefunden´ Und ein Freudenfest begann. Währenddessen war der ältere Sohn draußen auf den Feldern und arbeitete. Als er heimkam, hörte er Musik und Tanz im Haus und fragte einen der Diener, was da los sei `Dein Bruder ist wieder da´, erfuhr er, `und dein Vater hat das Kalb geschlachtet, das wir gemästet hatten, und gibt nun ein großes Fest. Wir feiern, dass er wohlbehalten zurückgekehrt ist. Da wurde der ältere Bruder zornig und wollte nicht ins Haus gehen. Sein Vater kam heraus und redete ihm zu, aber er sagte: `All die Jahre habe ich schwer für dich gearbeitet und dir nicht ein einziges Mal widersprochen, wenn du mir etwas aufgetragen hast. Und in dieser ganzen Zeit hast du mir nicht einmal eine junge Ziege gegeben, um mit meinen Freunden ein Fest zu feiern. Doch jetzt, wenn dein Sohn daherkommt, nachdem er dein Geld mit Huren durchgebracht hat, feierst du und schlachtest unser bestes Kalb.´ Sein Vater sagte zu ihm: `Sieh, mein lieber Sohn, du und ich, wir stehen uns sehr nahe, und alles, was ich habe, gehört dir. Wir mussten diesen Freudentag feiern, denn dein Bruder war tot und ist ins Leben zurückgekehrt! Er war verloren, aber jetzt ist er wiedergefunden!´«

Was lehrt uns diese Geschichte von Vater und Sohn? Einerseits Barmherzigkeit und Vergebensbereitschaft, anderseits, dass es nie zu spät ist umzukehren und einen Neuanfang zu starten. Es zeigt uns auf, dass „Vergebung und Versöhnung“ Grenzen löscht und beides zusammen notwendig ist, um so einen liebevollen Augenblick zu erleben. Ein Augenblick, der nur in reiner Liebe geschehen kann.

Diese Geschichte von Vater und Sohn lehrt uns auch, dass unser Vater im Himmel, ja, Gott selbst, mit offenen Armen auf unsere Rückkehr wartet. Der Sohn in der Geschichte ging seine eigenen Wege, bis er erkannte, dass sie nicht gut waren. Er blickte nicht umsonst auf diese lieblose Leere in seinem Leben. Wo wir unsere eigenen Wege gehen, werden wir auf diese Leere blicken lernen. Doch wir dürfen wissen, noch gilt dieses „Heute“ von dem die Bibel spricht; die Möglichkeit umzukehren und neu anzufangen. Wenn wir loslaufen erleben wir diesen liebevollen Augenblick in den Armen unseres Vaters. Amen



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Rosemarie Schauer: Geschichten aus der Lebensschule: von Gott signiert
Das Buch von Rosemarie Schauer soll beitragen Menschen zum Nachdenken zu bringen, sie berühren, erfreuen und ihnen anhand ihrer Geschichten und Gedichte zeigen, wie lebendig unser Gott und Lehrer in jede Situation unseres Lebens spricht, um uns zu lehren.


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