Versuchungen kommen nicht von Gott! -|- Andacht von Prädikant Bernhard Beck (Daily-Message-Archiv, 03. Oct 2017)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5489

für den 03. Oct 2017 - Autor:

Versuchungen kommen nicht von Gott!

„Niemand, der in Versuchung gerät, kann behaupten: »Diese Versuchung kommt von Gott.« Denn Gott kann nicht vom Bösen verführt werden, und er verführt auch niemanden zum Bösen. Es sind vielmehr unsere eigenen selbstsüchtigen Wünsche, die uns immer wieder zum Bösen verlocken.“

Jakobus 1,13-14 *©*
 

Obwohl es einige gibt, die meinen, Gott sei verantwortlich für die Versuchung und die Sünde, widerlegt Jakobus diesen Gedanken in unserem heutigen Vers eindeutig. Er warnt davor, unsere Sünde herunterzuspielen und Gott die Schuld zuzuschieben, wenn wir versucht werden. Wenn du mit der Versuchung kämpfst und drauf und dran bist, ihr nachzugeben, dann versuche nicht, dich rauszureden, indem du sagst, du würdest von Gott versucht.

Gehen wir einmal davon aus, dass niemand Gott direkt beschuldigt, ihn zur Sünde zu verführen. Jakobus geht aber noch einen Schritt weiter und unterstreicht, dass wir nicht einmal im Entferntesten daran denken dürfen, Gott als den Verursacher unseres Sündigens zu sehen. Die meisten Menschen werden nicht so weit gehen, Gott für ihre Sünde verantwortlich zu machen, doch irgendwie beschuldigen sie ihn indirekt, indem sie meinen, Gott habe die Situation und die damit verbundene Möglichkeit des Versagens zugelassen. Doch Gott ist weder der unmittelbare Verursacher der Versuchung noch im entferntesten Sinne ihr Ursprung. Betrachte dich nie als ein Opfer der Vorsehung Gottes. Die Versuchung kommt nicht von Gott, sondern aus uns selbst.
Wenn wir der Versuchung nachgeben, können wir das nicht so einfach auf jemand anders abschieben. Wir sind „verantwortlich“, ich bin „verantwortlich“, ich habe mich als Geschöpf meinem Schöpfer zu „verantworten“, Antwort zu geben wie einst Adam im Paradies: „Adam, wo bist du?“

Da ist vom „Locken“ (Ködern) und „Fortziehen“ die Rede (V.14). Und das sind Vokabeln aus der Fischersprache. Man kann sich das Geschehen gut vorstellen: Ein Angelköder wird ausgeworfen und nach einiger Zeit kommt ein Fisch des Wegs, der den leckeren Happen bemerkt. Ihm „läuft“ sozusagen „das Wasser im Maul zusammen“ (sofern man das bei einem Fisch so sagen darf). Nun gibt es da sehr unterschiedliche, sehr spezifische Köder. Ja, ich behaupte, dass es da für jeden etwas Passendes gibt: Lieber Bruder und liebe Schwester, darf ich dich fragen, bei welchem Köder du am liebsten zubeißt? Für uns Männer haben sich in mehreren Jahrtausenden Menschheitsgeschichte diese drei Köder besonders bewährt: Geld, Sex, Macht. Auf mindestens eins von den dreien sind wir (fast) alle ansprechbar. Achtung: Das Auftauchen der Begierde allein kann man von diesem Text her noch nicht als Sünde bezeichnen, sondern sie ist eher wie eine chemische Substanz, die erst in Verbindung mit einer weiteren zum explosiven Gemisch wird. Die Begierde ist da, aber nun kommt erst die Entscheidung: „Beiß ich an oder lass ich das lieber bleiben?“ Übrigens: Fische, die in schnell strömenden Gewässern leben – wie z.B. Bachforellen – müssen in Bruchteilen von Sekunden entscheiden, ob sie zubeißen oder nicht. Sonst ist die anvisierte Fliege sofort und unwiederbringlich weg. Mitunter ist das in unserem Leben ganz ähnlich.

Gott darf nicht für Dinge in Anspruch genommen werden, die seiner Liebe widersprechen. Wir müssen eben deutlich unterscheiden zwischen unseren Begierden, unseren Wünschen (und ihren Folgen) und dem Willen Gottes.

Jakobus unterstreicht noch einmal: von Gott kommt nur Vollkommenheit. Bei Gott ist nur Licht. Er hat mit uns Menschen nur Gutes im Sinn. Deswegen können wir von ihm das Böse oder unser Versagen nicht ableiten. Was wir aber können: im Licht und in der Wahrheit seines Wortes leben. Als Christenmenschen ist uns mit der Taufe diese Möglichkeit geschenkt. Darauf bezieht sich Jakobus, wenn er schreibt: „Er (Gott) hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“ Wir sind nicht mehr Menschen, die willfährige Opfer oder Knechte der Sünde sind, sondern die eine konkrete Ahnung davon haben, wie vernünftiges Leben, Leben aus Gnade aussieht. Allerdings – auch wir Christen sind nicht gefeit vor Anfechtungen.

Aber wir betrachten diese Welt so, dass uns Dinge, die falsch laufen, bewusst werden, dass wir um Vergebung bitten, dass wir auch um „das Wort der Wahrheit“ wissen. Aber dieses Wort können wir uns nicht selbst sagen – es ist uns durch Gott geschenkt und in Jesus Christus lebendig geworden:Es ist uns gesagt, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: ''Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.'' Micha 6,8

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