Wie lebe ich mein Leben? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 16. Dec 2016)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5198

für den 16. Dec 2016 - Autor:

Wie lebe ich mein Leben?

''Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.''

Matthäus 16,24 *©*
 

Wie werde ich zu dem, was ich bin oder auch nicht bin? Wer oder was bin ich überhaupt? Wie nehme ich mich selbst wahr? Wir können uns selbst nicht wirklich einschätzen und verstehen. Das kann letztlich und allumfassend nur unser himmlischer Schöpfer mit seinen, alles übersteigenden, allmächtigen Fähigkeiten. So lange wir auf Erden leben, werden wir uns immer selbst ein Stück weit ein Rätsel bleiben. Christen etwas weniger, weil sie sich trotz ihrer erkannten Unwissenheit in vielen Dingen, dennoch in Gottes Gnade und Liebe geborgen und verstanden wissen. Gottes Frieden übersteigt alles Denken und Fühlen (Philipper 4,7). Wir Menschen betonen oft sehr stark unsere Individualität (lat.: Ungeteiltheit) und verwechseln das aber mit unserer Persönlichkeit. Der englische Baptistenprediger Oswald Chambers (1874-1917) sagte zu dem Thema: ''Im Grunde ist Individualität eine Fälschung der Persönlichkeit ebenso wie Lust eine Fälschung der Liebe ist''. Sich selbst zu verleugnen bedeutet, daß ich mein Recht an mir selbst aufgebe. Also genau das Gegenteil von Individualität. Nur dann kann Gott zu mir kommen und Gestalt in mir gewinnen (Galater 4,19). Erst dann werde ich zu der Persönlichkeit, die Gott für mich will und sich in aller Liebe für mich erdacht hat. Wer meint nicht an Gott glauben zu können, dem steht nicht seine Persönlichkeit im Weg (die ist nach dem Bilde Gottes geschaffen und kann nur glauben) sondern seine Individualität. Sünde ist also die boshafte Emanzipation vor Gott, mit allen Folgen dieses unseligen Egotrips. Wenn Gottes Geist (vornehmlich durch sein Wort) an unsere Eingebildetheit herantritt, werden wir zu einer Entscheidung gezwungen. Darum kann sich einmal auch keiner herausreden, von Gott und der Wahrheit nichts gewusst zu haben.

Unsere Persönlichkeit hat die Fähigkeit sich zu verbinden und eins zu werden mit einer anderen Persönlichkeit. Dies zeigt sich zum Beispiel, laut Markus 10,8, in der Ehe (die ist Gottes Idee gewesen) und vor allem zwischen Gott dem Vater und Jesus dem Sohn (Johannes 10,30). Unsere Identität liegt nicht in der permanenten Hervorhebung unserer Individualität und in allen möglichen Unabhängigkeitsbestrebungen, sondern im Einswerden mit Gott und Jesus (1. Johannes 17,22). Aus Individualität (also unsere Einmaligkeit) kann Liebe werden, und die kommt aus einem gläubigen Herzen, also einer Persönlichkeit, die ihr Recht an sich selbst dankbar vor allem an Gott ausliefern will. Liebe bedeutet Geben und Teilen! Und das kann letztlich nur eine Persönlichkeit. Wer an seiner Individualität festhält, will in erster Linie besitzen, behalten und vereinnahmen. Wir sind gewissermaßen mit uns selbst uneins wenn wir unserer Individualität erlauben unsere gottgegebene Persönlichkeit in Besitz zu nehmen. Im Grunde macht genau das die Sünde mit uns - sie trennt uns von Gott und raubt uns unsere Bestimmung (Jesaja 59,2). Wahre Freiheit die uns zur Entfaltung verhilft, liegt nicht in der Unabhängigkeit meiner Persönlichkeit. Sie erschließt sich mir nicht dadurch, daß ich meine Einmaligkeit hofiere und liebe. So hat sich auch der Teufel verhalten und ist abgestürzt. Unser Eigensinn bringt nichts hervor was Gott und auch den Menschen gefallen könnte. Wollen wir Jesus nachfolgen oder uns selbst? Durch den Glauben und die Neugeburt werden wir zu dem, was wir in Gottes Augen schon sind - ein Kind Gottes, eine wunderbare Persönlichkeit vor Gott und allem, was in der Ewigkeit noch auf uns wartet. Halleluja!

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