Der Betrug des weltlichen Friedens -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 19. Nov 2015)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4805

für den 19. Nov 2015 - Autor:

Der Betrug des weltlichen Friedens

''Von den Zeiten und Stunden aber, liebe Brüder, ist es nicht nötig, euch zu schreiben; denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag wie ein Dieb über euch komme. Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein''.

1. Thessalonicher 5, 1-6 *©*
 

Nicht erst seit den schlimmen Attentaten vor ein paar Tagen in Paris, ist es eine bitterböse Ironie geworden, wenn Politiker immer wieder von Frieden, Toleranz und Freiheit reden. Durch die Terror-Anschläge wurde ihnen und der Gesellschaft ein erneuter Schlag ins Gesicht versetzt. Vor allem bei denen, die sich tatsächlich bessere Zeiten erhofften und auf die Vernunft des Menschen bauten. Ich frage mich daher, wie vernünftig kann das Böse sein? Kann ein kaputter Baum gute Früchte bringen? Hat der Mensch einen guten Kern? Ist es nicht viel mehr so, wie die Bibel es schon vor hunderten von Jahren erklärt hat? Wenn so, wie in der französischen Hauptstadt, der Feind auftritt und offen sein hässliches Gesicht zeigt, ist es relativ einfach das Böse auszumachen. Aber wo es heimlich und unterschwellig geschieht, ist es viel schwieriger Gutes vom Bösen zu unterscheiden. Da gibt es Menschen, denen man fast alles abkaufen würde, weil sie es sehr gut verstehen sich zu verstellen. In 2. Korinther 11, 13-15 schrieb Paulus: ''Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken''. Wenn solche dann von Frieden und Toleranz reden (im Großen wie im Kleinen) ist Vorsicht geboten. Der kommende Antichrist wird es ebenso handhaben, und allerorts große Symapthiebekundungen erhalten, und mit scheinbar großer sozialer Kompetenz und politischer Kraft, die Leute auf seine Seite ziehen. Wir Christen wissen aus der Bibel daß es so kommt. Und geschrieben wurden diese Dinge, damit wir uns darauf einstellen sollen, und mit wachem und nüchternem Geist und Verstand, die weltpolitischen Dinge als Gläubige einschätzen können. Der Tag des HERRN wird wie ein Dieb kommen (1. Thessalonicher 5, 1-2). Wann dies geschehen wird, ist nicht so wichtig und entscheidend, sondern Paulus schrieb, es wäre gar nicht nötig das so genau zu wissen. Wichtig ist, daß wir damit rechnen und wissen, daß es definitiv so kommen wird - wann auch immer. Die schockierenden Dinge, die derzeit vielerorts auf der Welt geschehen, sollen letztlich den Weg des Antichristen vorbereiten.

Zuerst das Chaos, und dann der starke Mann, der politisch, moralisch und religiös für alles scheinbar eine perfekte Lösung hat. Es ist in der Geschichte der Menschheit ja nichts Neues, daß Unglücke und Dramen oft Zeiten von nachhaltigen Veränderungen bewirken, und Sehnsüchte der Menschen (nach Ruhe und Frieden) irgendwann (wenn es einem zu viel wird) nach jedem Strohhalm greifen. Und wenn dann ein engelhaftes Wesen auf die Weltbühne kommt, werden die euphorisierten Reaktionen nicht ausbleiben. Aber es ist ein trügerischer Frieden der da versprochen werden wird. Unsere Zukunft ist im Himmel. Egal was noch passiert und passieren muss, der allmächtige Gott (kein Mensch) hat es im Griff. Der biblische Gott ist ein Gott des Friedens, denn ER selbst ist der Friedefürst und hat sein Leben gegeben zur Vergebung der Sünden (Johannes 3,16). Wer das so im Glauben in seinem Herzen trägt, der ist und bleibt ein Kind Gottes, und niemand wird ihn aus der Hand Gottes reissen können (Johannes 10,29). Der Mensch ist weder vernünftig noch in irgendeiner Weise gut zu nennen. Das Böse wird aber nicht auf Dauer triumphieren. In Johannes 14, 27-31 lesen wir: ''Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Und jetzt habe ich's euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es nun geschehen wird. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser Welt. Er hat keine Macht über mich; aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und tue, wie mir der Vater geboten hat. Steht auf und lasst uns von hier weggehen''. Amen.

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