Der größte Prophet -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 03. Nov 2015)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4789

für den 03. Nov 2015 - Autor:

Der größte Prophet

''Wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die von einer Frau geboren sind, ist keiner aufgetreten, der größer ist als Johannes der Täufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer als er''.

Matthäus 11,11 *©*
 

Es gab viele Propheten seinerzeit - vor allem zu Zeiten des Alten Testamentes. Ich habe mich gefragt, warum diese Aussage über Johannes den Täufer in den Evangelien steht? Was war vor Gott so einmalig und besonders an diesem Mann? Und warum werden im Himmel alle größer sein als er? In Lukas 1, 57-60 steht: ''Und für Elisabeth kam die Zeit, dass sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr. Und es begab sich am achten Tag, da kamen sie, das Kindlein zu beschneiden, und wollten es nach seinem Vater Zacharias nennen. Aber seine Mutter antwortete und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen''. Johannes war ein halbes Jahr älter als Jesus - das lesen wir in Lukas 1, 36-37, als der Erzengel auch Maria begegnete: ''Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich''. Was ich nun glaube ist, daß Johannes vor allen anderen wusste, wer dieser Jesus Christus war. Es wurde ihm offenbart und er hatte schon vom Mutterleibe an den Heiligen Geist in sich (Lukas 1,15). Ihm war bewusst, daß sich der allmächtige Gott hier offenbarte und Jesus niemand anderes war, als der lebendige, ewige Gott als Mensch. Dies bezeugte er auch in seinen eigenen Worten in Johannes 1, 29-30: ''Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich''. Wie konnte er sagen, daß Jesus vor ihm gewesen ist, wenn er doch ein halbes Jahr älter war? Es ist klar, daß er hier nicht das biologische Alter gemeint haben kann, denn dann wäre diese Aussage einfach nicht richtig, sondern die zeitlose Existenz Gottes selbst. Jesus bestätigte das, als er mit den Juden im Disput war. Das lesen wir in Johannes 8, 56-58: ''Abraham, euer Vater, wurde froh, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich''. Das war letztlich auch der Grund, warum sie Jesus töten wollten, weil er sich durch diese Aussage selbst zu Gott machte (was er eben auch war und ist). Das steht in Johannes 10,33: ''Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott''.

Gott hatte sich sterblich und in aller Demut klein gemacht, um den verlorenen Menschen das Evangelium zu predigen und sich selbst als Sühneopfer freiwillig hinzugeben (Johannes 3,16). Wenn man sich versucht vorzustellen, was das für Johannes ein erhebender Moment gewesen sein musste, als dieser Jesus vor ihm stand und sich taufen ließ, dann kann man verstehen, daß Johannes groß genannt wird - vor allen anderen - geistlich gesehen. Er wusste genau, wer da vor ihm stand - im Gegensatz zu den alttestamentlichen Juden, die bis heute eine unsichtbare Decke über dem Kopf haben und den Heiland nicht erkennen. Und ich meine, daß auch dies ein Zeichen der Neugeburt aus Wasser und Geist ist, daß man die Gottheit Jesu erkennt durch den innewohnenden Heiligen Geist, der einen in alle Wahrheit führt. Paulus schreibt in 1. Korinther 2, 10-12: ''Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist''. William McDonald schreibt in seinem neutestamentlichen Kommentar zu dieser biblischen Thematik folgendes: ''Es wird in Matthäus 11, Vers 10 deutlich gesagt: Johannes war die Erfüllung der Prophezeiung Maleachis (Maleachi 3,1) – der Bote, der vor dem Herrn hergehen und das Volk für sein Kommen vorbereiten sollte. Andere Männer hatten das Kommen Christi vorhergesagt, aber Johannes war der Erwählte, der sein tatsächliches Kommen ankündigen durfte. Das wurde sehr schön einmal so formuliert: »Johannes ebnete den Weg für Christus und dann trat er für Christus aus dem Weg. Die Aussage Jesu, daß der Kleinste im Reich der Himmel größer als Johannes ist, beweist, daß Jesus von den Vorrechten des Johannes, nicht aber von seinem Charakter spricht. Ein Mensch, der der Kleinste im Reich der Himmel ist, hat nicht unbedingt einen besseren Charakter als Johannes, aber er hat größere Vorrechte. Ein Bürger des Königreiches zu sein ist herrlicher, als es nur anzukündigen. Das Vorrecht des Johannes, dem Herrn den Weg zu bereiten, war großartig, aber er lebte nicht dazu, in den Genuß der Segnungen des Reiches zu kommen''.

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