Versagen und Angst -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 27. Oct 2015)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4782

für den 27. Oct 2015 - Autor:

Versagen und Angst

''Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner''!

Lukas 15, 18-19 *©*
 

Manchmal erleben wir Zeiten und Momente, in denen wir als Christen nicht mehr so sicher sind, ob wir zur Nachfolge überhaupt fähig sind. Wir machen uns selbst Druck und quälen uns, weil wir den starken Eindruck haben, ständig doch nur zu versagen und Gott zu enttäuschen. Irgendwie schleicht sich das Gefühl ein, daß wir uns womöglich selbst etwas vorgemacht haben in all den vergangenen Jahren. Vielleicht haben wir es sogar gut gemeint, aber schlecht und indiskutabel gemacht. Setzen sechs! Aber lasst euch gesagt sein, wir können Gott gar nicht enttäuschen. ER hat uns teuer erkauft und wir sind ewig geliebt - auch (oder gerade darum) wenn wir Fehler machen oder versagen. Gott kannte jeden Tag von uns, bevor es uns überhaupt gab (Psalm 139,16). Wenn wir manchmal untreu sind, ist es Gott uns gegenüber niemals (Römer 3,3). Unsere Erlösung ist von Anfang bis Ende nur Gottes Gnade und sein Verdienst und seine Ehre. Die lässt er sich auch von niemandem nehmen. Wir haben uns nicht selbst erwählt, und haben auch nicht nach Gott gefragt. Wir waren geistlich blind und unfähig uns aus unserem sündigen Zustand zu befreien oder zu glauben. Der Mensch hat keinen guten Kern und ist so verdorben, daß jede Tür zu Gott verschlossen war. Und es hätte sich daran auch nie etwas verändert, wenn Gott nicht durch Erwählung zur Gnade eine Tür geöffnet hätte. Jesus ist die (einzige) Tür und der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6). Wir würden uns nicht so quälen, oder über Gott und den Glauben und unser Versagen so viele Gedanken machen, wenn wir nicht zu Gott gehören würden. Leider vergleicht man sich nicht selten mit anderen Christen. Man meint dann, das bei denen doch alles glatt läuft und die (im Gegensatz zu einem selbst) tatsächlich fest im Glauben und der Nachfolge stehen. Aber das ist eher nicht so. Nur weil manche Christen anderes machen oder machen können als man selbst, bedeutet das ja nicht, daß man verkehrt, unfähig und ein ''hoffnungsloser Fall'' ist. So zu denken ist einfach falsch. Wir müssen auch nicht jedem, der uns über den Weg läuft von Gott erzählen. Das wirkt dann ja auch eher krampfhaft und antrainiert, aber nicht fröhlich und entspannt und gefestigt.

Wenn Gott einem Gelegenheiten gibt für ihn ein Zeugnis zu sein, dann werden wir das auch tun können, weil der Moment einfach passt. Aber das allein besagt ja nicht, daß man gleich ein Vorzeigechrist ist. Wir müssen auch keine großen Redner sein, oder auch (nicht) manchmal von Menschenfurcht beseelt sein. Das passiert. Wichtig ist einfach unser Verhalten. Man kann christliche Tugenden auch ohne viel Worte umsetzen. Wer im Kleinen treu ist, der wird sich selbst gegenüber auch eine positivere Sicht erhalten. Immer nach großen Dingen Ausschau zu halten und dabei keinen Fuß auf den Boden zu bekommen, kann eben auch bedeuten, daß man sich erst in kleineren Dingen bewähren soll, anstatt nach den Sternen zu greifen. Wer Kleines immer übersieht, der fühlt sich logischerweise dann irgendwie im falschen Film. Gott sieht unser Herz an. Der ''verlorene Sohn'' hatte auch diese Momente, als er mit seinem Erbe in die Welt hinaus ging, um unvergessliche Momente zu erleben, die ihm seine Unabhängigkeit, seinen Wert und sein Ansehen mehren sollten. Aber genau das Gegenteil trat ein. Warum? Weil er sein Leben ohne direkten und verbindlichen Kontakt zu seinem Vater haben wollte. Er dachte, er brauche nur ein wenig Startkapital, Durchsetzungsvermögen und die Sache läuft von alleine. Ebenso könnte man das auf die manchmal unbefriedigende und ernüchternde Nachfolge von uns Christen übertragen. Aber die Wahrheit ist, wir können nichts ohne Gottes Gnade, seine Treue und seinen Heiligen Geist. Zumindest nichts, was vor IHM einen Wert hat. Gott schenkt Wollen und Vollbringen, Jesus ist der Anfänger und Vollender des Glaubens, und ER bereitet die Wege vor, auf denen wir mit seinem Segen laufen dürfen (Philipper 2,13; Hebräer 12,2; Epheser 2,10). Und wo wir Fehler machen (das ist erlaubt) und sündigen, dürfen wir immer zum Thron der Gnade kommen und dies bekennen. Es wird uns vergeben nach Gottes gültiger Verheissung - 1. Johannes 1,9: ''Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit''. Amen.

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