Nähe und Erkenntnis -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 11. Jun 2015)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4644

für den 11. Jun 2015 - Autor:

Nähe und Erkenntnis

''Und du, Kind, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden; denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten, um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, mit der uns der Aufgang aus der Höhe besuchen wird, um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, und unsere Füße zu richten auf den Weg des Friedens''

Lukas 1, 76-79 *©*
 

Der letzte alttestamentliche Prophet Maleachi, sagte voraus, daß ein ''Prophet des Höchsten'' dem Kommen Jahwes voraus gehen wird (Maleachi 3,1). Auch eine weitere klare Aussage (nebenbei bemerkt), daß Jesus Christus und der ewige Gott, Jahwe, oder der HERR der Herrscharen, dieselbe Person sind. Die Prophezeihung betraf Johannes den Täufer, der Jesus den Weg bereitete - Jesus ist Jahwe! Woher kommt nun diese Erkenntnis des Heils von dem der Text spricht? Und auch, warum dieses Heil für mich lebensnotwendig ist? In erster Linie immer durch die herzliche Barmherzigkeit Gottes. Die wird einem persönlich dadurch klar, indem man sich auf Gott einlässt und ihm nahe kommt. Man bekommt diese Erkenntnis der Gnade nicht durch Abstand, sondern durch unmittelbare Nähe. Viele sind Johannes gefolgt, haben seine Nähe gesucht (in der Wüste) und haben sich taufen lassen. Sie haben seine ermahnenden Worte zur Buße ernst genommen und geglaubt. Und das nicht nur vom Hörensagen. Dieses Prinzip der Nähe bestätigt auch die Begebenheit, mit der samaritischen Frau, die eine direkte Begegnung mit Jesus am Jakobsbrunnen hatte. Dort legte der Heiland ihr nahe ''lebendiges Wasser'' zu nehmen, der den Durst für immer stillt. In Johannes 4, 15-19 steht dann: ''Die Frau spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierher komme, um zu schöpfen. Er spricht zu ihr: Geh hin, rufe deinen Mann und komm hierher! Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann; denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; hierin hast du wahr geredet. Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist''. Was brachte die Frau dazu ihre Sünden zuzugeben, nämlich mit einem Mann zu leben, mit dem sie nicht verheiratet war und zuvor schon viele weitere Männer ''verschlissen'' zu haben? Sie hätte es leugnen, beschwichtigen oder den Männern die schuld geben können. Aber sie war innerlich betroffen und sagte die Wahrheit (die Jesus bestätigte), um sie dann auch anderen in der Absicht zu erzählen, daß sie erkennen, daß dieser Mann am Brunnen, tatsächlich Immanuel (Gott mit uns) der verheißene Messias war, von dem sie sehr wohl wusste, daß er kommen wird. Die direkte Konfrontation mit dem Sohn Gottes veränderte ihr Leben und ihre Sicht auf sich selbst. Weil es so ist, erscheint es nun auch logisch, wenn geschrieben steht, daß der Glaube durch Hören der Predigt kommt. Wer wirklich hört, muss nahe dran sein. Nicht zwangsläufig körperlich, aber seelisch schon - Jakobus 4,8: ''Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen''.

Das lesen wir auch als rhetorische Frage in Römer 10, 14-17: ''Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger? Wie aber sollen sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie geschrieben steht: ''Wie lieblich sind die Füße derer, die Gutes verkündigen! Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaja sagt: ''Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?'' Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi''. Wir müssen nicht kritisch-distanziert, intelektuell und mit moralischem Zeigefinger auf unsere Sünden aufmerksam gemacht werden. Das bewirkt maximal pharisäische Selbstgerechtigkeit durch fromme Werkgerechtigkeit. Wir brauchen eine innere und geistliche Begegnung mit Jesus Christus! Wir brauchen sein Licht, um unsere Finsternis wahrzunehmen und die Sünde zu schmecken. In Psalm 36,10 steht: ''Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht''. Wenn wir auf dieser Grundlage stehen, verstehen wir auch, daß wir ohne Jesus nichts tun können (Johannes 15,5). Schon gar nicht zur Erkenntnis unserer Sünden kommen. Wir sind geistlich tot und entsprechend blind (1. Korinther 2,14). Etwas für Gott Wichtiges tatsächlich beurteilen, verstehen und annehmen zu können, geht nur und ausschließlich auf geistliche Art und Weise. Es geht nur durch Gott was wir in 1. Korinther 5,20 bestätigt sehen: ''Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben''. Was einem gegeben wird, fällt nicht einfach vom Himmel - und wer getroffen wird, ist dann entweder tot (weil erschlagen) oder war einfach zur rechten Zeit am richtigen Ort. Das wäre viel zu unpersönlich. Vielmehr ist Jesus Christus dann (wie bei der samaritischen Frau) auf einen zugelaufen gekommen und hat mit seiner Wahrheit, seinem Licht und seiner Gnade so einen Menschen erleuchtet und das Herz geöffnet. Und was wir hier noch sehen können - wir brauchen wegen unserer Sünden keine Angst haben. Wir können zu Jesus kommen wie wir sind und werden dann sogar noch von oben dazu qualifiziert, ein Missionar zu sein und Jesus zu bezeugen (Johannes 4, 39-42). Mehr als Ehrlichkeit und (geschenkte) Buße brauchen wir auch nicht dazu.

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